Beschallach - Der lange kurze Weg aus der Knechtschaft

Beschalach

Contents

DER LANGE KURZE WEG.. 1

Kummer und Freude, und eine Bande Spione. 2

Fragen: 2

Kurze Antworten: 2

Ausführliche Antworten.. 3

Der lange kurze Weg. 5

Eine  erste schwierige Frage: Warum überhaupt Erev Rav?. 5

Obwohl Alschich das „Wie“ erklärt, bleibt die Frage nach dem „warum“ nur teilweise geklärt: 6

Eine Idee: Der Lange Kurze Weg. 6

Und wieder Joisef  - von Gebeinen und Waffen.. 10

Die 7 Wolken, die uns begleiteten: 14

Warum der Pharo zur Verfolgung ansetzt: 16

Die Spaltung des Schilfmeers. 18

Wir erleben heute Wunder von der gleichen Qualität. 20

Das Schilfmeer. 20

Wie erreichte HaSchem, dass die Mitzrer Yisroel ins Meer folgten?. 21

HaSchem tat zwei Dinge: 21

Der unmögliche mögliche Wind.. 21

Sehen, was man sehen will 21

Die Lehre daraus ist wiederum sehr klar: 21

Das Ende, das ein Anfang ist. 22

Zeit – Ewigkeit - Kausalität. 22

 

DER LANGE KURZE WEG

Talmud Bavli Eiruvin 53b:

Es war einmal, da ging Rabbi Yehoischua Ben Chananya in eine Stadt. Er erzählt: „ Einmal ging ich meines Weges. Auf dem Weg fand ich einen Jungen, an einer Weggabelung sitzend, und fragte ihn: Auf welchem Wege gehen wir in die Stadt? Antwortete er mir: Dies ist der Kurze Lange, und dies ist der Lange Kurze. Und ich ging den Kurzen Langen, und als ich die Stadt erreichte, fand ich sie umgeben von Gärten und Weinbergen (ohne Weg). Ich kehrte zurück und sagte ihm: Mein Sohn, hast Du mir nicht gesagt, dies sei der Kurze? Antwortete er mir: Und habe ich Dir nicht gesagt: Lang (ist er)? Da küsste ich ihn auf die Stirn und sagte ihm: Glücklich seid ihr Yisroel, dass ihr alle grosse Weise seid, von den Alten bis zu den Jungen.

 

פַּעַם אַחַת הָיִיתִי מְהַלֵּךְ בַּדֶּרֶךְ, וְרָאִיתִי תִּינוֹק יוֹשֵׁב עַל פָּרָשַׁת דְּרָכִים. וְאָמַרְתִּי לוֹ: בְּאֵיזֶה דֶּרֶךְ נֵלֵךְ לָעִיר? אָמַר לִי: זוֹ קְצָרָה וַאֲרוּכָּה, וְזוֹ אֲרוּכָּה וּקְצָרָה. וְהָלַכְתִּי בִּקְצָרָה וַאֲרוּכָּה, כֵּיוָן שֶׁהִגַּעְתִּי לָעִיר מָצָאתִי שֶׁמַּקִּיפִין אוֹתָהּ גַּנּוֹת וּפַרְדֵּיסִין. חָזַרְתִּי לַאֲחוֹרַי. אָמַרְתִּי לוֹ: בְּנִי, הֲלֹא אָמַרְתָּ לִי קְצָרָה? אָמַר לִי: וְלֹא אָמַרְתִּי לְךָ אֲרוּכָּה? נְשַׁקְתִּיו עַל רֹאשׁוֹ, וְאָמַרְתִּי לוֹ: אַשְׁרֵיכֶם יִשְׂרָאֵל שֶׁכּוּלְּכֶם חֲכָמִים גְּדוֹלִים אַתֶּם, מִגְּדוֹלְכֶם וְעַד קְטַנְּכֶם.

Kummer und Freude, und eine Bande Spione

שמות י"ג:י"ז

יז) {פרשת בשלח}  וַיְהִ֗י בְּשַׁלַּ֣ח פַּרְעֹה֮ אֶת־הָעָם֒ וְלֹא־נָחָ֣ם אֱלֹהִ֗ים דֶּ֚רֶךְ אֶ֣רֶץ פְּלִשְׁתִּ֔ים כִּ֥י קָר֖וֹב ה֑וּא כִּ֣י׀ אָמַ֣ר אֱלֹהִ֗ים פֶּֽן־יִנָּחֵ֥ם הָעָ֛ם בִּרְאֹתָ֥ם מִלְחָמָ֖ה וְשָׁ֥בוּ מִצְרָֽיְמָה׃

Und es geschah, als Pharo das Volk herausschickte, da schickte der Schöpfer sie nicht über das Philisterland, denn nahe war es, denn der Schöpfer sagte: sollte das Volk sich angesichts von Krieg anders besinnen und nach Mitzrayim zurückkehren.

 

Fragen:

1.       Warum loschen Zaar,

2.       warum Pharo und nicht HaSchem

3.       Warum Eloikim und nicht HaSchem

4.       Warum das Volk (Am = Erev Rav, viel Tross, zusätzliche Völkerscharen) und nicht Kinder Yisroels

5.       Warum „nicht auf dem Weg über das Land der Plischtim“?

6.       Warum auf dem langen Weg

7.       Welchen Krieg?

8.       Warum nach Mitzrayim zurückkehren?

 

Kurze Antworten:

1.       Loschen Zaar (siehe unten die ausführliche Antwort): Waiehi ist immer ein Anzeichen für Leiden und Schwierigkeiten. Hier: Weil der Pharoi „viel Volk“ mitschickt, und weil er selbst begleitet, entstehen in der Folge grosse Leiden, und schlussendlich haben wir die Geschichte, dass bis heute die Grosse Erlösung auf sich warten lässt. Die Wurzel davon scheint hier zu liegen.

2.       Auch warum Pharoi geht in die gleiche Richtung. Pharoi schickte nicht aus Herzensgüte. Und er schickte auch nicht die Kinder Yisroels (siehe Frage 4); Die gingen nämlich auch, wenn er dies verweigerte. Aber die „Völkerscharen“, dort konnte er seine Agenten und Spione mitschicken und dafür sorgen, dass die Kinder Yisroels zurückkehren würden. So mindestens dachte er. In Wirklichkeit jedoch bewirkte er den langen Leidensweg, den die Welt bis heute geht, indem er eben Agenten der Bosheit einpflanzte, und das mit grossem Erfolg.

3.       Warum Eloikim: Ich habe dazu nichts gefunden. Aber im Sinne der obigen zwei Antworten kann man argumentieren, dass die Midas HaDin, der Aspekt des Gerichts, der Gesetze, hier Mitsprache angemeldet hat. Es ist gut möglich, dass aus streng gerechter Sicht alle Seelenfunken Odoms, die in Gefangenschaft gerieten, aus freien Stücken zu HaSchem zurückfinden sollen. Und das Zählen und Aufpassen, dass nichts verloren geht, ist eben eine Sache der strengen Gerichtbarkeit.

4.       Warum das Volk -  Siehe oben Frage 2. Pharoi ist der Fürst der Finsternis, und er hat einen bösen Plan.

5.      Weg über das Land der Plischtim –

 Als Zückerchen: Wir lesen im aktuellen Wochenabschnitt, dass die Kinder Yisroels aus Ägypten (ich nenn es Mitzrayim, weil die heutigen Araber in Ägypten etwa so viel mit den Mitzrern von damals zu tun haben, wie n Phytoplankton mit nem Tiger) hinausgingen - HaSchem (G0tt) nahm sie jedoch auf dem Langen weg raus - wegen den Plischtim, den Philistern. Sie sollten denen nicht über den Weg laufen, sonst würden sie versucht sein, sich an Mitzrayim zu erinnern.

Nun wird´s spannend: Die Plischtim sind nämlich Abkömmlinge der Mitzrer. Jawohl. Also sozusagen der Mitzrische Wurmfortsatz ins heutige Gaza.

Und jedes mal, wenn in der Jüdischen Geschichte in einem der Königreiche, oder auch später, was schief ging und sie wiedermal das Reissen hatten nach fremden Götzen -- jaaa, dann schickte HaSchem ihnen diese Plage auf den Pelz. Und ne Plage sind die, waren sie immer. Mord, Brandschatzung, Kidnapping, Vergewaltigung. Das volle Programm.

 

So. Und was war nun da los am 7. Oktober 2023?

Es war DAS wichtigste, fröhlichste Fest des Jahres, wo G0tt ganz alleine mit dem Jüdischen Volke tanzt.

Und worum tanzte man am Nova Festival?

Richtig! Um einen Buddha, einen Götzen.

Und dann kamen die Palästinenser - aus eben diesem, EBENDIESEM Gebiet, woher diese Plage immer kam und kommt und kommen wird.

Und was geschieht gerade eben: Israel kriegt den Ort nicht unter Kontrolle. Und das wird so weitergehen, bis der Moschiach kommt.

Sie brauchens nicht zu glauben, sie können es sehen. Live on TV.

6.       Warum auf dem Langen Weg – weil alle freiwillig zurückkehren müssen, damit die Schöpfung perfekt ist.

7.       Welchen Krieg? – Sowohl die von den Meforschim erklärten, wie auch den Krieg mit dem Bösen Trieb und dem Finsteren Fürsten – wie in Paraschas Ki Teize erklärt: Krieg führt man gegen seinen Feind, und der schlimmste Feind des Menschen ist der Böse Trieb. Siehe auch Antwort 2 – da sieht man, wie listig und giftig dieser Trieb wirklich ist. Es wäre daher sehr wahrscheinlich, dass diese angehängten Völkerscharen angesichts der kommenden Herausforderungen, mit ihren eigenen bösen Trieben und Neigungen Krieg führen zu müssen, kapitulierten, und der folgendenVersuchung erlägen:

8.        Warum nach Mitzrayim zurückkehren: Die Armee ist vernichtet, das Königtum liegt offen da zur Eroberung, zur Übernahme. Man könnte einfach zurückgehen, sich selbst als König einsetzen, und die verbliebenen, hungrigen, verzweifelten Massen mit sehr einfachen Versprechen und etwas Futter für sich gewinnen. Dann lebte es sich doch ganz gut in Mitzrayim. Was für eine verlockende Aussicht...

 

Ausführliche Antworten

בְּשַׁלַּ֣ח פַּרְעֹה֮ אֶת־הָעָם֒

Or HaChayim:

עוד ירצה על דרך אומרם ז"ל (זהר ח"ב מ"ה:) כי כל מקום שיכנה ישראל בשם עם ירמוז על ערב רב,

Soihar ha Kadoisch: Das Wort Om ist immer Erev Rav, also nicht Benei Yisroel, sondern Erev Rav.

Weil Pharo mit dem Erev Rav seine Puranut mitgeschickt hat und das ist für uns bis heute mit schrecklichen Zores verbunden!

Tausende von Jahren Zores!!

 

OrHaChayim:

אור החיים שמות י"ג:י"ז

יז) ויהי בשלח וגו' – צריך לדעת למה אמר לשון צער במקום גילה ורנן. עוד למה כינה הענין בפרעה ולא באדון המעשים כי הוא המוציא אותנו מארץ מצרים.

Und es war (wajehi), als Pharo schickte – man muss wissen, weshalb diese Parascha mit einem Wehgeschrei beginnt, wenn doch eigentlich freude und Tanz angemessener zu sein schienen. Des Weitern ist zu fragen, warum hier die Befreiung auf Pharo bezogen wird, und nicht auf den Herrn aller Dinge, wenn es doch ER war, der uns aus Mitzrayim herausgeholt hat?

 

אכן הכתוב יגיד הסיבה שגרמה כל הצער שנצטערו ישראל ברדיפת פרעה,

es ist daher zu betonen, dass die Schrift auf diese Weise die Gründe erzählt, aufgrund derer den Kindern Yisroels

aus der Verfolgung durch Pharo Leiden erwuchsen.  

כפה אותו עד שנתרצה ושלחם

ER hat den Pharo gedrängt bis sich dieser erweichen liess, und  

ואמר להם קומו צאו מזה

Sagte: Erhebt euch, und geht weg von hier,  

חשב מחשבות לרדוף אחריהם כאשר אבאר בעזרת השם,

bei sich denkend: er werde ihnen später nachjagen (um sie wieder einzufangen)wie ich mit G0ttes Hilfe noch erklären werde.

ובזה גרם צער לישראל, וגם לעצמו גרם איבוד לו ולאומתו.

Und so verursachte er Yisroel Leid, und auch sich verursachte er Verlust, sich und seinem Volke.

 וצא ולמד כי הקב"ה יקפיד על כליון הנבראים כמובא בדבריהם ז"ל (מגילה י':)

Und komm und Lerne, dass Ha Kadoisch Boruch Hu über die Vernichtung seiner Geschöpfe sehr traurig ist/ der über die Vernichtung seiner Geschöpfe mit grosser Genauigkeit wacht, wie durch die Worte unserer Weisen offenbart (Megillah 10, B):

 מעשה ידי טובעים בים ואתם אומרים שירה.

„Geschöpfe meiner Hände versinken im Meer, und Ihr sagt Grosses Lob?!?“

 וכנגד כל זה אמר הכתוב ויהי לשון צער, ומי גרם כל צער

Und aus diesem Grunde fängt der Abschnitt mit Wajehi, mit einem Ausdruck des Schmerzes, an. Und wer verursachte all den Schmerz?

 זה בשלח פרעה, שאם היה ה' מוצאים שלא לרצונו הגם שלא היה חפץ לשלחם לא היה לו מקום לרדוף,

Das war „als Pharo (Benei Yisroel) schickte“, denn hätte HaSchem sie heruasgenommen gegen des Pharo Willen, auch wenn Pharo sie gegen seinen Willen hätte ziehen lassen nachjagen hätte er dann nicht  können.

אלא עינו הטעתו שהיה הדבר תלוי בו ולזה חשב לשוב לקחתם.

Jedoch verfiel er dem Irrtum, dass diese Sache von ihm abhänge, und daher dachte er, er könne sie zurückholen.

 ואומרו ולא נחם בוא"ו בתחלת הודעת ענין, יכוין תוס' על הגדת צער הקודם הרמוז בתיבת ויהי כנזכר.

Und die Tatsache, dass zu Beginn der Episode steht „Veloi Nocham“ mit einem Vov vor dem Wort „loi“ weist darauf hin, dass dies ein Zusätzlicher Leidensaspekt ist, der im Worte Wajehi am Anfang des Abschnitts angekündigt wird.

 

עוד ירצה על דרך אומרם ז"ל (זהר ח"ב מ"ה:) כי כל מקום שיכנה ישראל בשם עם ירמוז על ערב רב,

Und weiter steht zu sagen, dass der Name „Am – Volk“ von unseren Weisen im heiligen Sohar dahingehend interpretiert wird, dass dies auf fremde Volksgruppen zielt, die zum Volk Yisroel übergetreten waren.

 ולזה תמצא בענין זה לפעמים מזכיר שמם העם ולפעמים מזכירם בני ישראל

Und man findet in dieser Beziehung, dass manchmal geschrieben steht „Volk“ und manchmal „Kinder Yisroels“,  דכתיב וחמושים עלו בני ישראל וגו' הרי זה מראה באצבע כי העם לא מבני ישראל המה.

Wie geschrieben steht: Und die Kinder Yisroels stiegen hinan „Chamuschim (siehe weitere Diskussion für die Übersetzung dieses Begriffs), und dies zeigt klar, dass „das Volk“ nicht gleich ist wie „Kinder Yisroels“.

 ואמרו ז"ל (שמות רבה פמ"ב) כי השחתת ישראל במדבר זה הוא סיבתו, הם אמרו נתנה ראש וגו',

Und unser Weisen gesegneten Andenkens in Schemois Rabba 32 erklären, dass die Verderbtheit  Yisroels in der Wüste von daher kam, diese sagten „lasst uns einen Anführer wählen...“

 הם אמרו עשה לנו וגו', וזה הוא אומרו ויהי צער גדול לשונאיהם של ישראל

Diese sagten „lasst uns machen (ein Kalb)..“ und von daher stammt der Ausruf „Wajehi“ am Anfang, es war grosse Kalamität den Feinden Yisroels,

 בשלח פרעה את העם פירוש ערב רב ששלחם פרעה לא ה' ברוך הוא הוציאם כי לא בא אלהים לקחת לו אלא גוי גדול נחלתו יתברך אלא פרעה שלחם, וטעמו היה לכוף את ישראל לשוב מצרים, והם מצאו מקום להדבק בישראל וסובב בתכליתם צער לישראל כנזכר.

Als Pharo das Volk hinausschickte, heisst korrekt interpretiert: Pharo schickte viel fremdes Volk mit, und nicht HaSchem gesegnet sei er, schickte diese heraus, denn der G0tt kam ausschliesslich, um sein grosses Volk, sein Erbteil, herauszulösen; Nur, Pharo schickte viel fremdes Volk mit, und seine Absicht dabei war, die Kinder Yisroels „von innen“ zur Rückkehr zu manipulieren; und er fand einen Weg, dieses fremde Volk an die Kinder Yisroels „anzukleben“, und ihnen so eine Quelle grossen Leides mitzuschicken, wie man weiss.

ולדרך זה ידוייק על נכון אומרו ולא נחם אלהים כי קרוב הוא פירוש קרוב הוא לרמוז העם מקרוב בא ואין לו חוזק בקדושה.

Und so finden wir die korrekte Interpretation dessen was steht „und G0tt führte sie nicht... denn nahe war dieser“ folgendermassen: Nahe war er: das fremde Volk war nahe an seinen alten Gebräuchen, und schwach - weit von der Kedusche der Kinder Yisroels

 או קרוב הוא להרשיע ויסובב רעה גם לישראל והרעה היא כי אמר וגו' פן ינחם בראותם, וידוייק על נכון אומרו ולא נחם בתוס' וא"ו בתחלת ענין לומר כי זה נוסף על כמה צער שגרמו להם הרמוז בתיבת ויהי וגו' ועוד להם ולא נחם.

Oder auch „nahe war er“ -  es war für dieses Volk leicht, zu seinen alten Wegen zurückzukehren und Böses über die Kinder Yisroels zu bringen, und dieses Böse ist „denn er sagte usw... wenn sie (Krieg)sehen und bereuen (ausgezogen zu sein)“ und es ist korrekt zu interpretieren, dass das Vov bei „Veloi nochom“ am Anfang der Episode darauf hindeutet, wie viel Leid ihnen verursacht wurde (durch das fremde Volk), worauf das „Wajehi“ abzielt, dass dieses Leid „loi nochom – nicht abgewendet“ werden konnte.

עוד ירצה על דרך אומרם ז"ל (שם פ"כ) כי פרעה עשה לישראל לויה,

Einen weiteren Grund (für den Umweg) bringen unsere Weisen S.A. dahingehend, dass Pharo den Auszug begleitete („schoileiach“ heisst immer mit Begleitung, Ehre, wegschicken)

   ולפי זה יגיד הכתוב צער הנמשך להם מזה ואמר ויהי לשון צער

Und entsprechend drückt sich die Toire aus in einem Ausdruck des Leids, Wajehi, und es war

לסיבת שלח פרעה כי יצטרך הדבר להיות שיטול שכר פסיעותיו.

Weil Pharo sie schickte/begleitete, hatte er dafür eine Belohnung zu Gute

 וצא ולמד משכר פסיעות של אותו רשע נבוכדנצר (סנהרין צ"ו.) וכל שכר שיקצוב לו ה'

Und komm, lerne von der Belohnung, die Nebuchanezzar (sanhedrin 96) einheimste, die ihm HaSchem erteilte.

יהיה גורם רעה לשונאיהם של ישראל, אשר על כן נתחכם ה' ובטל מצותו ממנו ונתחכם שלא הוליכם דרך קרוב שמן הסתם לשם יערים פרעה ללותם ובזה בטלה מחשבתו כאילו לא ליוה אותם.

 נמצא מי גרם שלא הלכו ישראל דרך קרוב לווייתו של פרעה.

וטעם אומרו ולא נחם בתוס' וא"ו לדרך זה לרמוז כי צער אחר גרם הדבר זולת זה שעל כל פנים הגיעו קצת זכות בלויה וזה סיבה שנכנסו ישראל בסכנה ברדיפתו כאמור בדבריהם ז"ל (שמות רבה פכ"א) בפסוק ולא קרב זה וגו' ובפסוק מה תצעק אלי וגו' וכמה הרפתקי דעדו עלייהו.

ואומרו כי אמר וגו' הוא טעם אחר וכאלו אמר וכי אמר, ותולדות מיחושו הוא לצד שליחת העם שהם ערב רב כמו שרשמנו בדרך ב'.

 

Or HaChayim, letzte Abschnitte, übernommene Übersetzung mit eingeflochtener Erklärung. (rav Munk)

 

Das Verdienst, das der Pharao durch die Begleitung der Israeliten erwarb, ermöglichte es ihm, länger zu überleben und eine Bedrohung für Israel darzustellen. Welche negativen Auswirkungen die Begleitung Israels durch den Pharao für das Volk hatte, lässt sich aus einem Vergleich mit der in Sanhedrin 96 erzählten Geschichte ableiten, wonach Nebukadnezar eine große Belohnung dafür erhielt, dass er einen Boten mit einem Brief an Chizkija, den König von Jehuda, zurückrief, in dem er ihm zur Genesung von seiner Krankheit gratulierte. Im ursprünglichen Entwurf dieses Briefes hatte Nebukadnezars Schreiber Chizkija und Gott in dieser Reihenfolge gegrüßt. Bei näherem Nachdenken wurde Nebukadnezar klar, dass er zuerst Gott hätte grüßen sollen. Er lief dem Boten persönlich nach, um ihn zurückzurufen und die Reihenfolge der Grüße zu ändern. Der Engel Gabriel mischte sich in Nebukadnezar ein, nachdem er nur vier Schritte zurückgelegt hatte. Rabbi Jochanan sagte, wenn der Engel Gabriel Nebukadnezar nicht aufgehalten hätte, hätte es für Israel kein Heilmittel gegeben. Nebukadnezars Geste, vier Schritte zu laufen, um Gott den gebührenden Respekt zu erweisen, führte dazu, dass er den Heiligen Tempel und den jüdischen Staat zerstören durfte. Stellen Sie sich vor, welche negativen Auswirkungen die Geste des Pharao, der die Israeliten begleitete, auf das Schicksal des jüdischen Volkes gehabt haben muss! Gott änderte offenbar die Route der Israeliten so, dass der Pharao sie nicht mehr begleiten wollte. Wären die Israeliten in Richtung des Landes der Philister gezogen, hätte der Pharao sie vielleicht den ganzen Weg begleitet und sich in den Augen Gottes große Verdienste erworben. Anders formuliert: Der Grund dafür, dass Gott die Israeliten nicht durch das Land der Philister führte, war, dass er dem Pharao nicht genügend Verdienst zuschreiben wollte, um ihn zu berechtigen, die Rückkehr der Israeliten nach Ägypten zu erreichen.

Nach diesem Ansatz ist der zusätzliche Buchstabe ו in ולא נחם ein Hinweis darauf, dass selbst die kurze Strecke, die der Pharao die Israeliten begleitete, den Israeliten so viel Unbehagen bereitete, dass sie sich in echter Gefahr sahen, als der Pharao sie einige Tage später verfolgte. Schemot Rabba 21 nimmt darauf Bezug, indem es sagt, dass die Worte ולא קרב זה אל זה כל הלילה darauf hinweisen, dass das Verdienst des Pharaos noch nicht durch die Reue der Israeliten neutralisiert worden war, bis diese zu Gott schrien, d. h. d. h. מה תצעק אלי in Vers 15.

Wenn die Tora fortfährt: כי אמר, „denn Gott hatte gesagt, usw.“, ist das so, als ob die Tora schreiben würde: „und weil Gott gesagt hat, usw.“ Es bezieht sich auf einen weiteren Grund, warum Gott das Volk nicht gegen die Philister antreten ließ, nämlich den mangelnden Glauben der neu bekehrten ערב רב an Gott.

 

Der lange kurze Weg

 

Eine  erste schwierige Frage: Warum überhaupt Erev Rav?

Weshalb erlaubte HaSchem überhaupt, dass dieser Erev Rav, der ja von Pharoi mitgeschickt wurde um die Kinder Yisroels mit Götzendienst zu vergiften, mitkommen konnte?

שמות י"ב:ל"ח

(לח) וְגַם־עֵ֥רֶב רַ֖ב עָלָ֣ה אִתָּ֑ם וְצֹ֣אן וּבָקָ֔ר מִקְנֶ֖ה כָּבֵ֥ד מְאֹֽד׃

Und auch grosse Völkerscharen stiegen mit ihnen auf, und Kleinvieh und Grossvieh, sehr grosse Herden.

Mechilta de Rabbi Yischmoel:

 

מכילתא דרבי ישמעאל שמות י"ב:ל"ח

(לח) וְגַם עֵרֶב רַב עָלָה אִתָּם וְצֹאן וּבָקָר מִקְנֶה כָּבֵד מְאֹד – מֵאָה וְעֶשְׂרִים רִבּוֹא. דִּבְרֵי רַבִּי יִשְׁמָעֵאל. רַבִּי עֲקִיבָה אוֹמֵר: מָאתַיִם וְאַרְבָּעִים רִבּוֹא. רַבִּי נָתָן אוֹמֵר: שְׁלֹשׁ מֵאוֹת וְשִׁשִּׁים רִבּוֹא.

Und auch eine gemischte Menge zog mit ihnen hinauf, und Kleinvieh und Rinder, sehr viel Viehbesitz. – Hundertzwanzig Myriaden (1.2 mio). Worte des Rabbi Yishmael. Rabbi Akiva sagt: Zweihundertvierzig Myriaden (2.4 mio). Rabbi Nosson sagt: Dreihundertsechzig Myriaden 3.6 mio).

 

Eine weitere Frage: Wo lagerten all diese Menschen des Erev Rav? Waren sie unter die Stämme verteilt? Ausserhalb des Lagers der Kinder Yisroel?

Und sind sie schlussendlich durch Giur und Heirat doch in Benei Yisroel aufgegangen? Oder sind sie in den 40 Jahren Wüste alle gestorben?

 

Antworten der Chachomim (Raschi, OrHaChayim)

Was war überhaupt Erev Rav? – Sie waren Geirim, die aber nur einen teilweisen Übertritt machten und nicht vollständig ehrlich waren. Trotzdem akzeptierte sie Moische. Und HaSchem liess ihn gewähren, da dies noch innerhalb seiner freien Wahlmöglichkeiten lag.

Wo lagerten sie – Ausserhalb des Lagers der Kinder Yisroel.

Sind sie aufgegangen in Yisroel: Zum Teil.

Wo waren sie nach der Sünde des Goldenen Kalbs?

Die meisten starben, da sie am Götzendienst festhielten.

 

Obwohl Alschich das „Wie“ erklärt, bleibt die Frage nach dem „warum“ nur teilweise geklärt:

 

In kürze sagt der Alschich:

Die Kinder Yisroels wurden auf den Schwingen der Schechina aus Mitzrayim herausgetragen, und dann auch durch die Wüste bis zum Berge Sinai. Dies gestützt auf Midrasch Rabba zu Sukkois.

Er bringt nun Argumente, dass der Erev Rav gemäss dem Vieh mit angehoben wurde, damit die Kinder Yisroels keinen Verlust erlitten durch den Verlust des Viehs.

Jedoch stellt sich da sofort die Frage: Was wäre der Verlust beim Erev Rav gewesen??

Unter dem Erev Rav waren auch Geirim. Warum zählen Geirim zum Erev Rav?

 

Es muss sein, dass HaSchem im Erev Rav einen Wert erkennt für die Kommende Welt, und für den Prozess bis zum Moschiach. Sonst hätte ER, gelobt sei ER und SEIN NAME, ja einfach diese Leute nicht auf die Schwingen der Schechino laden können, und sie wären automatisch in Mitzrayim zurückgeblieben.

 

Eine Idee: Der Lange Kurze Weg

Der Erev Rav sind Seelenfunken des Odom, die immer noch glimmen und ihren Weg zurück suchen, obwohl sehr schwach, und nicht direkt mit Am Yisroel verbunden.

Es ist nun offenbar HaSchem Wert, den „Langen kurzen Weg“ zu wählen, diese scheinbaren Störenfriede mitzuschleppen, damit sie durch den langen Prozess der Galuyois irgendwann doch noch den Weg zu Toire und Mitzves finden, und so schlussendlich in die Kommende Welt eintreten können. Denn, wie doch der Midrasch genau in unserer Parsche sagt:

„meine Geschöpfe ertrinken im Meer, und Ihr wollt Lobgesänge anstimmen?!?“.

Und weiter, siehe oben die Geschichte von den zwei Wegen in die Stadt.

Offenbar wäre der Kurze Weg, dass alles glatt geht und die Kinder Yisroels binnen 11 Tagen, oder sogar 3 Tagen, in Eretz Yisroel ankämen und den Finalen Ewigen Tempel bauen und Moische der Maschiach ist, eben irgendwie nicht zum Ziel gelangt, alle Seelenfunken Odoms einzusammeln und den Tikkun Oilom zu erlangen.

Denn: Alles muss schlussendlich auf Freiem Willen basieren, die Rückkehr zu HaSchem ist sonst nicht vollständig.

Es bleibt die sehr schwere Frage: Was war dann mit den 80% der Kinder Yisroels, die in Mitzrayim begraben wurden? Bestand keine Hoffnung mehr, dass sie jemals zurückkommen zu HaSchem?

Aus Alschich müssen wir schliessen, dass die Entscheidung, mitzugehen aus Mitzrayim in einer sehr kurzen Zeitperiode fiel, und in dieser Periode entschieden sich die Erev Rav, sich an HaSchem anzuhängen (selbst wenn das Motiv nicht rein war). Jedoch die Kinder Yisroels, die doch eben HaSchem kennen und SEINE Erstgeborenen sind, und sich nun in diesem Moment von IHM abwendeten, waren offenbar für Immer verloren.

Wie lange dauerte der Moment?

3 Millionen Yiden, die in ganz Mitzrayim zerstreut waren um die Reichtümer der Mitzrer einzusammeln. Von Luxor nach Kairo sind es 6 Tagesmärsche eines trainierten Menschen. Vom Meer her 2 Tagesmärsche. Ohne Kinder, ohne Wagen.

Mit dem Erev Rav sammelten sich also bis zu 6 mio Menschen irgendwo an der Grenze.

Wenn ein Mensch 1m2 benötigt, um frei gehen zu können, ergibt das einen Zug von 250m breite und 24km Länge, ohne Wagen, ohne Vieh, ohne Habe. Aber es war sehr viel Vieh und Habe dabei. Also sicher 50km Länge.

Das heisst, dieser Auszug dauerte maximum 1 Tag, und das nur mit Wundern.

Die Menschen hatten also 1 Tag Bedenkzeit.

Jedoch wissen wir, dass diejenigen, die nicht mitkommen wollten, schon in der Finsternis starben und begraben wurden, also ca. 1 Woche vorher.

Das heisst aber, dass diese Entscheidung war, zumindest für die Kinder Yisroels, hoch Geistiger Natur, und nicht vom Moment des Auszugs abhängig. Heisst HaSchem wusste schon lange, wer herausgehen wird, und wer nicht.

Irgendwann nach der 5. Plage, nachdem Pharois Herz gestärkt werden musste, musste es für die Kinder Yisroels klar sein, was kommt.

Frage ist: War das für den Erev Rav anders? Sie waren ja Goyim, immer noch Götzendiener. Trotzdem kann man aus Alschich schliessen, dass sie sich eben doch erhoben, heisst ihr Götzendienertum zumindest anzweifelten.

Und HaSchem beurteilt den Menschen immer zum Guten aufgrund der momentanen Situation.

 

 

 

(לוויסעו בני ישראל מרעמסס כו׳ – ראוי לשום לב.

Und die Kinder Yisroels reisten von Ramsess usw. – es ist angebracht, zu beachten:

(טו) למה הוזכרה הנסיעה ולא החניה בסוכות כאו׳ בפ׳ מסעי ויחנו בסוכות.

Warum wurde die Reise erwähnt, aber die Ankunft in Sukkois usw. In Parschas „und sie landeten in Sukkois“.

(ב)  מהמנין בכ״ף הדמיון כשש מאות כו׳.

Bei der Erwähnung der Zahlen, wird das „Kaf HaDimioin“ gebraucht, „ungefähr 600 000 usw.“

(ג)  באו׳ וגם ערב רב עלה כו׳ היל״ל נסע אתם שהוא הל׳ האמור בישראל.

Bei „Und es zog auch ein großer Mischvolk mit ihnen“ (Schemot 12:38) hätte es heißen sollen „sie zogen mit ihnen“ (נסע אתם), da dies die Formulierung ist, die bei Israel verwendet wird.

 (ד) באו׳ ויאפו את הבצק כו׳. כי מה יתן ומה יוסיף הודיענו ית׳ אפיית הבצק וגם האמר פה.

Bei „Und sie backten den Teig“ usw. – Denn was gibt es da noch hinzuzufügen und was bringt es noch hinzu, dass uns der Heilige, gepriesen sei Er, das Backen des Teigs mitteilt und das genau hier.

 (ה) או׳ ומושב בני ישראל כו׳ כי הלא לא היו זולת רד״ו שנה.

 

 (ו) אומרו ויהי מקץ כו׳ אחר אומר ומושב מי לא ידע שהוא מקץ אותם השנים.

 

 (ז) אומר ויהי מקץ כו׳ ויהי מקץ פעם שנית.

 

 (ח) או׳ יצאו כל צבאות ה׳. כי הרי נאמר למעלה ויסעו כו׳.

 

 (ט) למה קראם פה צבאות ה׳.

 

 (י) או׳ ליל שמורים היל״ל ליל שמור.

 

 (יא) כי אומר הוא הלילה הזה לה׳ הוא מיותר.

 (יב) למה חזר לו׳ שמורים כו׳.

 (יג) למה אחר כמה פסוקים חוזר ואו׳ פעם אחרת. ויהי בעצם היום הזה הוציא ה׳ כו׳.

 (יד) או׳ על צבאותם כי הלא הן הם צבאות ה׳ ולמה יאמר צבאותם כאלו יש אחרים שהם צבאותם של ישראל וגם מלת על יתירה ומשוללת הבנה וגם ע״פ דרכנו נשים לב אל פסוק שקודם זה ויעשו כל בני ישראל כו׳ כן עשו כי הלא פסוק זה נאמר למעלה כלו אלא שמוסיף פה מלת כל ולמה נתוספה.

 (טו) כי כל ענין מצות קרבן פסח ומילה היה ראוי לאומרו למעלה כשיאריך בקרבן ולא יפסוק עתה בין הדבקים

 

אמנם הנה ידענו מרז״ל (ש״ר פ׳ כ׳) על פסוק ואשא אתכם על כנפי נשרים כי מלאכי השרת על כפים נשאום מרעמסס סכותה לשעה קלה ק״ך מלין שהם מהלך שלשת ימים.

Und wir wissen von unseren Weisen über den Vers „auf Adlers Schwingen habe ich euch getragen, dies sind die Erzengel, die sie auf ihren Schwingen trugen nach Sukkois, ^120 Mil (ca. 200km), das sind drei Tagesmärsche.

 ובזה נבא אל הענין אמר ויסעו כו׳ ולא הזכיר נסיעה וחניה כאלו הנסיעה היתה עד סכות בלתי נרגשת נסיעה לחוד וחניה לחוד כ״א שבנסיעה נמצאו בסוכות והלא כמו זר יחשב למוליכים טף עמהם המתנהלים לאטם בטבעם.

Und wir interpretieren diese Aussage so, dass sie die Reise garnicht bemerkten, weder den Aufbruch, noch die Reise, noch die Ankunft. Alles war Ein Erlebnis. Und ist es nicht so dass ein Aussenstehender annähme, dass man mit Kindern sehr langsam reist?

לז״א כשש כו׳ לו׳ ויסעו כ״כ בקלות כאלו שש מאות אלף רגלי היו הגברים לבד מטף כלומר כאלו היו הגברים משוללי טף כן קלו ע״י נוסעיהם.

Deshalb steht geschrieben „Wie 600000“..usw.. und sie reisten so leicht wie Kriegsmänner (die 600000), als ob keine Kinder dabei gewesen wären.

או יאמר ויסעו בני ישראל ותהי נסיעתם קלה כמו שש מאות אלף רגלי שיצאו אתם.

Oder sage: und die Kinder Yisroels zogen, dass ihr Dahinziehen leicht war wie 600000 Soldaten, die mit ihnen zogen.

 ומי הם הלא הם אותם שהם הגברים ואין להם נשים וגם הם לבד מטף שגם הם משוללי טף כלומר כמלאכי השרת שיצאו אתם עם השכינה שהיתה עמהם כי על כפים נשאום ושמא תאמר הלא זה יתכן אם הערב רב היו נשארים אחור על שלא נשאום מלאכים.

Und wer sind diese, sind es nicht die Männer, und haben sie keine Frauen und Kinder dabei, wie steht: Wie die Erzengel (frei von Behinderung, unbelastet), die mit ihnen zogen, gemeinsam mit der Schechino, die mit ihnen war, den auf den Flügeln trugen sie sie. Und wenn du sagtest,  wie kann das sein, dann blieben doch die Erev Rav, die Völkerscharen, zurück, da sie ja nicht von den Engeln getragen wurden??

 אך לא נתפרדו מאתם ומאין ולאין קלו הערב רב כשיעור הלז שעל כפים ישאום מ״ה

Erev Rav ist nicht auf der Geistigen Stufe, dass Engel sie hätten tragen können.

. לז״א אל תתמה על החפץ כי הלא וגם ערב רב עלה אתם כלומר עלו באיכות ומעלה כי בחול שפע אלהים על ישראל חל גם על בני לויה כמאז״ל בעובדא דר׳ פנחס בן יאיר (חולין דף ז׳) וז״א עלה אתם כי עלה במעלה ללכת גם לשעה קלה למה שהיו אתם.

Deshalb: Wundere dich nicht über diese Leichtigkeit (die חפץ – das „Begehren“ oder die „Leichtigkeit des Gehens“), denn siehe: „Und auch eine gemischte Menge zog mit ihnen hinauf“ – das bedeutet, sie stiegen in Qualität und Stufe (איכות ומעלה) empor. Denn als der Fülle HaSchems (שפע אלהים) sich auf die Kiner Yisroels senkte, fiel diese auch auf jene, die sie begleiten wollten (sich anhefteten)(בני לויה), wie unsere Weisen sagten in der Geschichte (בעובדא) von Rabbi Pinchas ben Yair (חולין דף ז עמוד א). Und das ist der Sinn von „stieg mit ihnen“ (עלה אתם): Sie stiegen in Stufe empor, um auch nur für eine kurze Zeit (לשעה קלה) zu gehen, weil sie mit ihnen waren. (Anm:  in diesem Moment der Entscheidung, als es hiess: JETZT gehen wir, da haben sich die Erev Rav ja entschieden, mitzugehen. Und die 80% der Yisroel, die zurückblieben, haben sich in diesem Moment offenbar endgültig von HaSchem abgewendet.

 ואל תתמה שהושוו לישראל כי לא הושוו כ״א למקנה ישראל כי גם המקנה עם היותו כבד מאד הפליא לעשות הוא ית׳ עמהם כמוהם היו הערב רב. וזהו וגם ערב רב עלה אתם וצאן ובקר מקנה כבד מאד שלא נשאום מ״ה לכן אמור כי כמו שהקלו רגלי צאן ובקר ומקנה עם היותם כבד מאד הקלו שהלכו יחד עם ישראל מבלי ינשאו גם הם על כנפי מלאכי השרת. אך הוא כי אין מעצור לה׳ להמציא המצאות לבל ישארו אחור מקניהם וקניינם של ישראל בהנשאם על כנפי נשרים ועל הדרך שנעשו עם המקנה נעשה עם הערב רב.

Und wundere dich nicht, dass sie Yisroel gleichgestellt wurden, denn dies ist nicht der Fall, denn siehe, es gleicht dem Vieh, denn auch das Vieh ist sehr schwer, und HaSchem machte Wunderbares mit ihnen (dass ER das Vieh mitnahm), und so tat er mit den Völkerscharen. Denn auch die Völkerscharen stiegen hinauf mit ihnen und Schafe und Rinder, sehr schweres Vieh, das sie nicht tragen konnten. Deshalb sollst du sagen, dass sie, obwohl sie sehr schwer waren, wie Schafe und Rinder, leicht waren, weil sie zusammen mit Israel gingen, ohne dass sie auf den Flügeln der Engel getragen werden mussten. Auch ist es dass HaSchem keine Barrieren kennt, Erfindungen zu schaffen, damit Yisroel ihr Vieh und Habe nicht zurücklassen müssten, während sie auf Engels Flügeln getragen wurden und auf dem Wege; Und sie gingen mit dem Vieh mit den Völkerscharen.

וז״א וגם ערב רב עלה אתם וצאן ובקר מקנה כבד כו׳. ואם תאמרו ומאן מוכח כי לשעה קלה הלכו מרעמסס סכותה שהוא על כנפי נשרים ולא שהו אפי׳ יום אחד הנה עד ממהר הוא כי ויאפו את הבצק אשר הוציאו ממצרים בחנייתם בסוכות והיו עגות מצות כי לא חמץ ואלו היה בדרך שיעור אשר יש מלוש בצק עד חומצתו היה מחמיץ.

Und dies ist was gemeint ist mit „und auch viele Völkerscharen stiegen auf mit ihnen, und Kleinvieh und Grossvieh, schwere Herden usw..“ Und wenn du sagtest „ist es denn vernünftig anzunehmen, dass sie binnen Stundenfrist von Ramsess nach Sukkois reisten, dass dies auf Engelsflügeln geschah und nicht einmal einen Tag dauerte“, siehe, so schnell ging es dass sie den Teig buken den sie aus Mitzrayim mitgenommen, nachdem sie in Sukkois angelandet waren, und es waren Mazzebrote, den der Teig konnte nicht säuern. Und wäre denn Zeit gewesen auf diesem Wege, den Teig nach dem Kneten säuern zu lassen, so hätte er gesäuert! (Heute darf ein Mazzeteig 18min ruhen vor dem Backen, sonst gilt er als beginnender Sauerteig).

 ומה גם בהיותם בצקם צרורות בשמלותם שמתחממים וגם על שכמם שהשמש מכה בהם אך אין זאת רק שקלו נושאיהם כמדובר ולא שהו במהלך ג׳ ימים שיעור אשר יש מלוש בצק עד חומצתו ושמא תאמר ולמה לא אפו במצרים הלא הוא משני טעמים.

 „Und was noch mehr ist: Auch wenn ihr Teig in ihren Gewändern eingebunden war und sich dadurch erwärmte, und außerdem noch auf ihrer Schulter lag, wo die Sonne direkt darauf brannte – dennoch geschah das nur, weil sie ihre Lasten (die Teige) so trugen, wie es beschrieben wird, und sie nicht drei volle Tage unterwegs waren – eine Zeitspanne, in der normalerweise Teig vom Kneten bis zur vollen Säuerung (Gärung) braucht.Und falls du fragen solltest: Warum haben sie ihn denn nicht schon in Ägypten gebacken? – Nun, das hat zwei Gründe.“

 

(א) כי גורשו ממצרים.

Denn sie wurden aus Mitzrayim rausgeworfen.

 (ב) כי גם אם לא היו מגרשים אותם הם מצד עצמם לא יכלו להתמהמה והראיה שגם מצד עצמם לא יכלו להתמהמה כי הנה וגם צידה לא עשו להם ואם לא היה רק הטעם הראשון היו מניחים אותם המצריים עד יעשו צידה לדרך.

Denn auch wenn man sie nicht vertrieben hätte, hätten sie von sich aus nicht zögern können. Und der Beweis, dass sie auch von sich aus nicht zögern konnten: Siehe, auch Wegzehrung hatten sie sich nicht bereitet. Und wäre nur der erste Grund gewesen, hätten die Ägypter sie so lange bleiben lassen, bis sie sich Wegzehrung für den Weg bereitet hätten.

 

 ולמה לא יכלו להתמהמה הלא הוא כי הנה ומושב בני ישראל אשר ישבו במצרים ד׳ מאות שנה וגם שלשים שנה שהוא ממראת בין הבתרים מעת נאמר לאברהם כי גר יהיה זרעך כו׳ עד היות לאברהם זרע כי על כן למדו בב״ר מכאן שאברהם נקרא ישראל הנה כי שלמו הימים ולא מיעט פחות או יתר כ״א ויהי מקץ שלשים שנה כו׳. שהוא בקץ בנקודת התשלום כלומר וע״כ אין לעכבם כמו רגע כנודע מספר הזוהר שאם היו מתעכבים מעט יותר היו נכנסים במדרגת החמשים שערי טומאת מצרים ולא יוסיפו קום. וזה אחשוב כיוון התנא באומרו ולא יכלו להתמהמה עד שנגלה עליהם מלך מלכי המלכים הקב״ה וגאלם מיד:

Und warum konnten sie nicht zögern? Nun, weil siehe: „Und der Aufenthalt der Kinder Israels, den sie in Ägypten wohnten, war vierhundertunddreißig Jahre“ – das ist von der Bris bein HaBetorim an, als zu Abraham gesagt wurde: „Dein Same wird Fremdling sein“ usw., bis Abraham Samen hatte. Denn deshalb lernt man im Bereschit Rabba daraus, dass Abraham Israel genannt wird. Siehe, die Tage waren vollendet, und man minderte weder weniger noch mehr, sondern „und es geschah am Ende von vierhundertunddreißig Jahren“ usw. – das heißt: am Ende, genau am Punkt der Vollendung. Und deshalb durfte man sie nicht auch nur einen Augenblick länger aufhalten, wie bekannt ist aus dem Buch Sohar: Hätten sie sich nur ein wenig länger verzögert, wären sie in die Stufe der fünfzig Tore der Unreinheit Ägyptens hineingefallen und hätten sich nicht mehr erheben können. Und dies, denke ich, ist die Intention des Tannaiten, wenn er sagt: „Und sie konnten nicht zögern, bis sich über ihnen offenbarte der König der Könige der Könige, der Heilige, gepriesen sei Er, und sie sofort erlöste.“

 

 

Warum war es für HaSchem so wichtig dass Erev Rav nicht zurückkehrt?

 

 

 

Und wieder Joisef  - von Gebeinen und Waffen

 

(יח) וַיַּסֵּ֨ב אלוקים ׀ אֶת־הָעָ֛ם דֶּ֥רֶךְ הַמִּדְבָּ֖ר יַם־ס֑וּף וַחֲמֻשִׁ֛ים עָל֥וּ בְנֵי־יִשְׂרָאֵ֖ל מֵאֶ֥רֶץ מִצְרָֽיִם׃

Chamuschim: Gerüstet, gewappnet, bewaffnet.

Raschi, gemäss Midrasch Rabba: Mit Waffen. Malbim: Mit Chumasch – fünf Bücher Torah.

Weiter sagt Raschi und andere Meforschim im Namen von Midrasch Mechilta de Rabbi Yischmael (siehe weiter unten, nach Rav S.R.Hirschs Kommentar zur Stelle): Nur ein Fünftel des Volkes, oder 1/50, oder 1/500 sind aus Mitzrayim ausgezogen.

Mechilta: Und Rabbi Yoisei sagt: Fünf Generationen sind aus Mitzrayim ausgezogen.

120 Jahre leben, bei 15 Jahren pro Generation wären das 8 Generationen.

3 von 8 sind ca. 2/5. Stellt man in Rechnung, dass jede Generation mindestens 6, wenn nicht ein Vielfaches von 6 Kindern hatte, so könnte diese Rechnung mit 1/5 zurückgebliebener aufgehen. Aber nicht mit 1/5 ausgezogener.

Alexander: Heisst, in jeder Generation gab es solche, die bleiben wollten. Dann geht die Rechnung auf.

 

 

Aber aus Midrasch Rabba kann man auch ablernen:

Im nächsten Posuk steht:

שמות י"ג:י"ט

ט) וַיִּקַּ֥ח מֹשֶׁ֛ה אֶת־עַצְמ֥וֹת יוֹסֵ֖ף עִמּ֑וֹ כִּי֩ הַשְׁבֵּ֨עַ הִשְׁבִּ֜יעַ אֶת־בְּנֵ֤י יִשְׂרָאֵל֙ לֵאמֹ֔ר פָּקֹ֨ד יִפְקֹ֤ד אֱלֹהִים֙ אֶתְכֶ֔ם וְהַעֲלִיתֶ֧ם אֶת־עַצְמֹתַ֛י מִזֶּ֖ה אִתְּכֶֽם׃

Und Moscheh nach Joisefs Knochen (Sterbl. Überreste) mit, denn Bnei Yisroel hatten dies dem Joisef geschworen, ihn aus Mitzrayim mit nach Eretz Yisroel zu nehmen.

Nun ist bekannt, dass das Schilfmeer sich nur im Verdienste Joisefs spaltete.

Siehe hier:

בראשית ל"ט:י"ב

ב) וַתִּתְפְּשֵׂ֧הוּ בְּבִגְד֛וֹ לֵאמֹ֖ר שִׁכְבָ֣ה עִמִּ֑י וַיַּעֲזֹ֤ב בִּגְדוֹ֙ בְּיָדָ֔הּ וַיָּ֖נׇס וַיֵּצֵ֥א הַחֽוּצָה׃

Und sie packte ihn bei seinem Kleid und sagte: Liege mit mir! Und er schlüpfte aus seinem Kleide und entwich nach draussen.

תנחומא מחולק לפסוקים בראשית ל"ט:י"ב

מִיָּד וַיָּנָס וַיֵּצֵא הַחוּצָה. אָמַר לוֹ הַקָּדוֹשׁ בָּרוּךְ הוּא, אַתָּה נַסְתָּ וְיָצָאתָ חוּצָה, חַיֶּיךָ, הַיָּם יָנוּס מִפְּנֵי אֲרוֹנְךָ, שֶׁנֶּאֱמַר: הַיָּם רָאָה וַיָּנֹס (תהלים קי"ד:ג').

Und sofort: Und er floh und ging nach draussen. Sagte ihm der Heilige, gesegnet sei ER: Du bist geflohen vor der Sünde, bei Deinem Leben, das Meer wird vor Deinem Sarge flüchten, wie geschrieben steht in Tehillim, 114:3 – Das Meer sah, und floh.

 

כלי יקר בראשית ל"ט:י"ב

יב) וינס ויצא החוצה – לא נאמר וינס החוצה לפי שההולך ברחובות קריה במרוצה מרגישין בו העולם למה רץ ועל מה הוא רץ, ע"כ לא הלך במנוסה כי אם בבית עצמו, וכשיצא מן הפתח יצא כדרכו בלא מרוצה ודרז"ל (תנחומא ט.) הים ראה וינוס מה ראה, ראה ארונו של יוסף שנאמר בו וינס ויצא החוצה לפי שארז"ל (כתובות ל:) אע"פ שד' מיתות ב"ד בטלו דין ד' מיתות לא בטלו מי שנתחייב חנק או טובע בנהר או מת בסרונכי, וידוע שהבא על אשת איש מיתתו בחנק, ומטעם זה היה משפט דור המבול בטביעת המים בעבור הזנות, וכתיב (תהלים ל"ב:ו') על זאת יתפלל כל חסיד אליך לעת מצוא ארז"ל (ברכות ח.) זו אשה וסמיך ליה רק לשטף מים רבים אליו לא יגיעו, לפיכך יוסף שהיה גדור מעריות שנאמר וינס ויצא החוצה, היה כדאי להציל את ישראל מן שטף מי הים, וזה שאמר הים ראה וינס שראה מנוסתו של יוסף מפני אשת אדוניו, ע"כ ראוי הוא שלא ישטפו מי הים ארונו של יוסף, ואגבו נצולו כל נושאי ארונו וכל ישראל שהלכו אחר ארונו, ונטבעו המצרים שטופי זימה.

ויכול להיות שמאמר ויצא החוצה היינו חוץ לאצטגנינות שלו, דוגמת ויוצא אותו החוצה הנאמר באברהם, (בראשית ט"ו:ה') כך יצא יוסף חוץ למערכה עד שלא היה כח ביד המערכה לשלוט בו, ואדרבה הוא שלט בדברים הטבעים והמה נסו לקולו, וזהו קריעת ים סוף מפני ארונו של יוסף.

Daher:

 

Chamuschim alu – womit waren sie bewaffent, gerüstet? Mit den Knochen Joisefs! Denn ohne diese hätte sich das Meer nicht gespalten, und die Mitzrer wären nicht besiegt worden. Joisef war unsere Geheimwaffe!

Und zusätzlich dazu, Midrasch Rabba sagt:

„der Mensch mit weisem Herzen nimmt Mitzvot (statt Gold und Güter): Während Bnei Yisroel beschäftigt waren, Güter und Gold und Silber von den Mitzrern zu nehmen, ging Moische den Sarkophag Joisefs suchen.

Sagt Schloimo Ha Melech: G0tt prüft die Herzen wie der Goldschmied Silber und Gold.

Und Mosche war dem Joisef nichts schuldig. Er war kein Nachkomme Joisefs, schon gar kein direkter. Trotzdem ging er und holte Joisef aus dem Fluss.

Diese weise und gute, absolut selbstlose Tat führte dann zur Spaltung des Schilfmeers, und zu Peisach Scheini. Wie das: Weil einige den Sarkophag tragen mussten/ durften, waren diese Tamei an Pesach. Und in deren Verdienst wurde dann Pesach Scheini gelehrt.

 

שמות רבה מחולק לפסוקים שמות י"ג:י"ט

(יט) וַיִּקַח משֶׁה אֶת עַצְמוֹת יוֹסֵף – עָלָיו הַכָּתוּב אוֹמֵר: חֲכַם לֵב יִקַּח מִצְוֹת (משלי י':ח'), שֶׁכָּל יִשְׂרָאֵל הָיוּ עֲסוּקִים בְּכֶסֶף וְזָהָב, וּמשֶׁה הָיָה עָסוּק בְּעַצְמוֹת יוֹסֵף, שֶׁנֶּאֱמַר: וַיִּקַּח משֶׁה אֶת עַצְמוֹת וגו', אָמַר הַקָּדוֹשׁ בָּרוּךְ הוּא לְמשֶׁה, עָלֶיךָ נִתְקַיֵּים חֲכַם לֵב יִקַּח מִצְוֹת, יוֹסֵף הָיָה חַיָּב לְאָבִיו לְקָבְרוֹ מִפְּנֵי שֶׁהוּא בְּנוֹ, וְאַתָּה לֹא בְּנוֹ וְלֹא בֶּן בְּנוֹ, וְלֹא הָיִיתָ חַיָּב לַעֲסֹק בּוֹ, וְקָבַרְתָּ אוֹתוֹ, וְכֵן אֲנִי שֶׁאֵינִי חַיָּב לִבְרִיָּה, אֲנִי מְטַפֵּל בְּךָ וְאֶקְבְּרֶךָ, שֶׁנֶּאֱמַר: וַיִּקְבֹּר אֹתוֹ בַגַּיא (דברים ל"ד:ו'). וּמִנַיִן הָיָה משֶׁה יוֹדֵעַ הֵיכָן הָיָה יוֹסֵף קָבוּר, יֵשׁ אוֹמְרִים סֶרַח בַּת אָשֵׁר, הָרְאָה אוֹתוֹ, וְהָיָה קָבוּר בַּנִּילוּס, מֶה עָשָׂה משֶׁה וכו': וְיֵשׁ אוֹמְרִים בְּתוֹךְ הַפַּלְטֵרִין הָיָה קָבוּר, כְּדֶרֶךְ שֶׁהַמְלָכִים קְבוּרִים, וְעָשׂוּ מִצְרִים כְּלָבִים שֶׁל זָהָב בִּכְשָׁפִים שֶׁאִם יָבוֹא אָדָם לְשָׁם יִהְיוּ נוֹבְחִים וְקוֹלָן הוֹלֵךְ בְּכָל אֶרֶץ מִצְרַיִם מַהֲלַךְ אַרְבָּעִים יוֹם, וְשִׁתְּקָן משֶׁה, שֶׁנֶּאֱמַר: וּלְכֹל בְּנֵי יִשְׂרָאֵל לֹא יֶחֱרַץ כֶּלֶב לְשֹׁנוֹ (שמות י"א:ז'). הִתְחִיל משֶׁה צוֹוֵחַ יוֹסֵף יוֹסֵף הִגִּיעַ הַשָּׁעָה שֶׁאָמַרְתָּ: פָּקֹד יִפְקֹד אֱלֹהִים אֶתְכֶם (בראשית נ':כ"ה), מִיָּד נִתְנַדְנֵד הָאָרוֹן וּנְטָלוֹ משֶׁה, שֶׁנֶּאֱמַר: וַיִּקַּח משֶׁה אֶת עַצְמוֹת יוֹסֵף. וְהָיוּ עַצְמוֹתָיו שֶׁל יוֹסֵף מְחַזְּרִין עִמָּהֶם בַּמִּדְבָּר אַרְבָּעִים שָׁנָה, אָמַר לוֹ הַקָּדוֹשׁ בָּרוּךְ הוּא, אַתָּה אָמַרְתָּ לְאַחֶיךָ: אָנֹכִי אֲכַלְכֵּל אֶתְכֶם (בראשית נ':כ"א), חַיֶּיךָ אַתָּה נִפְטָר וְיִהְיוּ עַצְמוֹתֶיךָ מְחַזְּרִין עִמָּהֶם בַּמִּדְבָּר אַרְבָּעִים שָׁנָה, שֶׁנֶּאֱמַר: וַיְהִי אֲנָשִׁים אֲשֶׁר הָיוּ טְמֵאִים לְנֶפֶשׁ אָדָם (במדבר ט':ו'), וְאֵין אָדָם אֶלָּא יוֹסֵף, שֶׁנֶּאֱמַר: אֹהֶל שִׁכֵּן בָּאָדָם (תהלים ע"ח:ס'), וּכְתִיב: וַיִּמְאַס בְּאֹהֶל יוֹסֵף (תהלים ע"ח:ס"ז), בִּזְכוּת עַצְמוֹתֶיךָ הֵם עוֹשִׂים פֶּסַח קָטָן.

 

(19) Und Mose nahm die Gebeine Josefs mit – über ihn sagt die Schrift: „Ein Weiser im Herzen nimmt Mizwot an“ (Sprüche 10:8), denn ganz Israel war beschäftigt mit Silber und Gold, und Mose war beschäftigt mit den Gebeinen Josefs, wie gesagt ist: „Und Mose nahm die Gebeine Josefs“ usw. Da sagte der Heilige, gepriesen sei Er, zu Mose: Auf dir erfüllt sich „Ein Weiser im Herzen nimmt Mizwot an“. Josef war seinem Vater verpflichtet, ihn zu begraben, weil er sein Sohn war, und du bist weder sein Sohn noch sein Enkel, und du warst nicht verpflichtet, dich damit zu beschäftigen, und dennoch hast du ihn begraben. Und ebenso Ich, der Ich keiner Kreatur verpflichtet bin – Ich kümmere Mich um dich und werde dich begraben, wie gesagt ist: „Und Er begrub ihn im Tal“ (Deuteronomium 34:6). Und woher wusste Mose, wo Josef begraben war? Manche sagen: Serach, die Tochter Aschers, zeigte es ihm, und er war im Nil begraben. Was tat Mose usw. Und manche sagen: Innerhalb des Palastes war er begraben, wie Könige begraben werden, und die Ägypter hatten goldene Hunde durch Zauberei gemacht, sodass, wenn jemand dorthin käme, sie bellen würden und ihr Gebell in ganz Ägypten vierzig Tagesreisen weit zu hören wäre. Und Mose brachte sie zum Schweigen, wie gesagt ist: „Und gegen alle Kinder Israels knurrte kein Hund mit seiner Zunge“ (Schemot 11:7). Da begann Mose zu rufen: Josef, Josef! Die Stunde ist gekommen, von der du gesagt hast: „Gewiss wird Gott euch heimsuchen“ (Bereschit 50:25). Sofort bewegte sich der Sarg und Mose nahm ihn, wie gesagt ist: „Und Mose nahm die Gebeine Josefs“. Und die Gebeine Josefs zogen mit ihnen vierzig Jahre in der Wüste umher. Da sagte der Heilige, gepriesen sei Er, zu ihm: Du hast zu deinen Brüdern gesagt: „Ich werde euch versorgen“ (Bereschit 50:21). Bei deinem Leben – du bist entlassen, und deine Gebeine ziehen mit ihnen vierzig Jahre in der Wüste umher, wie gesagt ist: „Und es waren Männer, die unrein waren durch eine Menschenseele“ (Bamidbar 9:6), und „Mensch“ ist nichts anderes als Josef, wie gesagt ist: „Zelt, das unter den Menschen wohnt“ (Tehillim 78:60), und es steht geschrieben: „Und Er verwarf das Zelt Josefs“ (Tehillim 78:67). In Verdienst deiner Gebeine halten sie das kleine Pesach.

 

 

 

 

Rav Hirsch, der Klassische:

(Torah im Derech Eretz. Der Mensch muss jeden Tag dafür sorgen, dass er seine Parnosse gemäss den Mitzvois der Toirah erarbeitet, und darauf vertrauen, dass G0tt das SEINE, absolut notwendige, zu seinen ungenügenden Bemühungen fügt, damit er zum Erfolg komme.)

 

V. 17 u. 18. Die ideale Aufgabe des Gottesvolkes war in den vorhergehenden Institutionen des Peßachopfers, des Mazzafestes, der Erstgeburtsweihe und des Tefillingebotes gezeichnet. Die Erzählung kehrt zur konkreten Wirklichkeit des eben erst erlösten, erst an dem Anfang seiner Bestimmung stehenden Volkes zurück, und zeigt uns sofort, wie noch keineswegs das Volk jener idealen Stufe nahe gewesen, zugleich aber auch, wie so ganz und gar in ihnen selbst von jener Kraft und jenem Mute keine Spur vorhanden gewesen, die sich hätte selbst die Freiheit erkämpfen und erhalten können. Nicht nur die Gewinnung der Freiheit, auch die Bewahrung derselben war durch und durch Gottes Werk. Freiwillig, so lesen wir, wären sie in die alte Knechtschaft zurückgekehrt, wenn sie auf dem Wege zu der die Freiheit sichernden Selbständigkeit Kampf zu bestehen vor sich gefunden; und "sie waren doch gewaffnet aus Mizrajim gezogen!" Das Schwert fehlte nicht an der Rippe, aber das Herz fehlte unter derselben, es fehlte der Mut zum Kampfe, und es fehlte noch vor allem der unter allen Umständen vertrauensvoll sich Gott hingebende Sinn, der in dem Bewusstsein seiner Führung Willen und Mut, Kraft und Begeisterung zu allem findet. —

 

Es wird diese Erzählung von dem gewöhnlichen Gottesnamen אלקים getragen und erst V. 21, wo die außerordentliche Führerschaft Gottes in den voranschreitenden Wolken- und Feuersäulen ihren sichtbaren Ausdruck erhält, kehrt der Name dieser außerordentlichen Führungen, ה׳, wie bei den außerordentlichen Wundertaten in Ägypten wieder. Es war das Ziel des Gottesvolkes, mit dem vollen Gottesbewusstsein in das unter der unsichtbaren Leitung Gottes sich entfaltende Völkerleben einzutreten. In einem solchen Leben gilt es, die eigene Kraft, nach dem ganzen Ausmaß menschlicher Begabung in von Gott gesteckten Zielen zu betätigen und das Gelingen dem für jedes treu gehorchende Wirken verheißenen Beistand Gottes anheimzustellen. Allein für ein solches Leben waren sie noch nicht reif. Zu einem solchen Bewusstsein, daß Gottes unmittelbare Vorsehung die ihr treu Gehorchenden nicht nur aus Untergang drohenden Momenten zu retten, sondern auch Tag für Tag unter allen Umständen zu erhalten wisse, sollten sie erst durch außerordentliche Erfahrungen erzogen werden, und diese Erziehung ist die Bedeutung der Wanderung durch die Wüste, die Bedeutung des "Umzugs", den sie Gott nun antreten ließ.

 

ולא נחם. Während נהג auch, und zwar vorzugsweise das Führen willen- und vernunftloser Wesen bedeutet, ist נחה ausschließlich die Führung mit Willen und Vernunft begabter Wesen zu dem von ihnen ersehnten Ziele. Es ist lautverwandt mit נאה: ansprechend, wünschenswert sein, נהה: sich schmerzlich und unbefriedigt nach etwas sehnen, daher נהי, die Klage. נחה: zu einem ersehnten Ziele führen. — כי קרוב הוא enthält den Grund, weshalb der Weg durch das Philisterland eigentlich der natürlichste gewesen wäre. — וחמשים וגו׳, aus Josua 1, 14 und 4, 12 ist ersichtlich, daß חמוש zum Kampf ausgerüstet bedeutet. Schwierig ist die Ableitung. Sam. II. 2, 23 und 3, 27 und so auch 4, 6 und 20, 10 wird mit חמֶש die Stelle bezeichnet, wohin der Mörder vorzüglich den tödlichen Streich zu führen sucht. Sanhedrin 49a wird dies als die fünfte Rippe erklärt, wo die Galle und die Leber sitzt. Man meint nun, daß eben dort auch um die fünfte Rippe das Schwert geschnallt worden wäre, und daher חמושים Ausdruck für gewaffnet sei. Man hätte jedoch aus diesem Grunde eher glauben sollen, man habe diese Stelle durch Panzerung schützen müssen. Möglich, daß חמש verwandt mit חמץ ,חמס ist, und: mit den Mitteln zur Gewaltausübung versehen, bedeutet.

 

 

מכילתא דרבי ישמעאל שמות שמות י"ג:י"ח

 Mekhilta DeRabbi Yishmael, Traktat Vayehi Beshalach 1:6

יח) וַיַּסֵּב אֱלֹהִים אֶת הָעָם דֶּרֶךְ הַמִּדְבָּר – מִפְּנֵי מָה? כְּדֵי לַעֲשׁוֹת לָהֶם נִסִּים וּגְבוּרוֹת, בַּמָּן וּבַשְּׂלָו וּבַבְּאֵר. רַבִּי

אֱלִיעֶזֶר אוֹמֵר: "דֶּרֶךְ", כְּדֵי לְיַגְּעָם,

 (Exodus 13:18) „Und G-tt führte das Volk auf dem Umweg durch die Wüste zum Roten Meer“: um Wunder und mächtige Taten mit dem Manna und den Wachteln und dem Brunnen zu vollbringen. R. Eliezer sagt: „Weg“ - um sie zu ermüden,  שֶׁנֶּאֱמַר: "עִנָּה בַדֶּרֶךְ כֹּחוֹ (כֹּחִי) קִצַּר יָמָי" (תהלים ק"כ:כ"ד). "הַמִּדְבָּר", כְּדֵי לְצָרְפָן, שֶׁנֶּאֱמַר: "אֲבוֹתֵינוּ בְמִצְרַיִם לֹא הִשְׂכִּילוּ נִפְלְאוֹתֶיךָ" (דברים ח':ט"ו) הַמּוֹלִיכְךָ בַּמִּדְבָּר הַגָּדֹל וְהַנּוֹרָא"

d.h. (Psalm 102:24) „Er hat meine Kraft auf dem Weg erschöpft; er hat meine Tage verkürzt.“ „die Wüste“ - um sie zu

reinigen, nämlich (Devarim 8,15) “der dich durch die große und schreckliche Wüste geführt hat.“

"יַם סוּף", כְּדֵי לְנַסּוֹתָם, שֶׁנֶּאֱמַר: (תהלים ק"ו:ז') רַבִּי יְהוֹשֻׁעַ אוֹמֵר: "דֶּרֶךְ", כְּדֵי לִתֵּן לָהֶם אֶת הַתּוֹרָה, שֶׁנֶּאֱמַר: "בְּכָל הַדֶּרֶךְ אֲשֶׁר צִוָּה י"י אֱלֹהֵיכֶם אֶתְכֶם תֵּלֵכוּ" (דברים ה':כ"ט),

 „das Rote Meer“ - um sie zu prüfen, nämlich (Psalm 106:7) “Unsere Väter in Ägypten haben deine Wunder nicht aufgenommen. Sie erinnerten sich nicht an die Fülle Deiner Güte, und sie rebellierten am Meer, am Roten Meer.“ R. Jehoschua sagt: „Weg“ - um ihnen die Tora zu geben, von der geschrieben steht (Devarim 5:30) „Auf allen Wegen, die der

Herr, dein G-tt, dir geboten hat, sollst du gehen“,

 וְאוֹמֵר: "כִּי נֵר מִצְוָה וְתוֹרָה אוֹר, וְדֶרֶךְ חַיִּים תּוֹכְחוֹת מוּסָר" (משלי

ו':כ"ג). "הַמִּדְבָּר", כְּדֵי לְהַאֲכִילָם אֶת הַמָּן, שֶׁנֶּאֱמַר: "הַמַּאֲכִלְךָ מָן בַּמִּדְבָּר, אֲשֶׁר לֹא יָדְעוּן אֲבֹתֶיךָ, לְמַעַן עַנֹּתְךָ וּלְמַעַן נַסֹּתֶךָ, לְהֵיטִבְךָ בְּאַחֲרִיתֶךָ" (דברים ח':ט"ז). und (Mischlei 6:23) „Denn die Mitzwa ist eine Kerze, und die Tora ist Licht und der Weg des Lebens.“ „die Wüste“ - um sie mit Manna zu speisen, d.h. (Devarim 8:16) “der euch in der Wüste mit Manna speiste, das Eure Väter nicht kannten, um Dich zu bedrängen und zu prüfen und Dich an Deinem Ende zu belohnen.

"יַם סוּף", כְּדֵי לַעֲשׁוֹת לָהֶם נִסִּים וְנִפְלָאוֹת, שֶׁנֶּאֱמַר: "שָׁכְחוּ אֵל מוֹשִׁיעָם, עֹשֶׂה גְדֹלוֹת בְּמִצְרָיִם" (תהלים ק"ו:כ"א). וְאוֹמֵר: "וַיִּגְעַר בְּיַם סוּף, וַיֶּחֱרָב, וַיּוֹלִיכֵם בַּתְּהֹמוֹת כַּמִּדְבָּר" (תהלים ק"ו:ט').

 „das Rote Meer“ - um an ihnen Wunder zu vollbringen, wie es geschrieben steht (Psalm 106:21-22) ‚Sie vergaßen den Gott, der sie errettet hat, der große Taten in Ägypten getan hat, Wunder im Lande Cham, schreckliche Taten am Roten Meer‘, und (ebd. 9) “Und er wies das Rote Meer zurecht, dass es austrocknete, und er führte sie durch die Tiefen wie durch eine Wüste.“

 

וַחֲמֻשִׁים – אֵין חמושים אֶלָּא מזוינים, שֶׁנֶּאֱמַר: "וְאַתֶּם תַּעַבְרוּ חֲמֻשִׁים" (יהושע א':י"ד), וּכְתִיב: "וַיַּעַבְרוּ בְּנֵי רְאוּבֵן וּבְנֵי גָד, וַחֲצִי שֵׁבֶט הַמְנַשֶּׁה חֲמֻשִׁים לִפְנֵי בְּנֵי יִשְׂרָאֵל, כַּאֲשֶׁר דִּבֶּר אֲלֵיהֶם מֹשֶׁה. כְּאַרְבָּעִים אֶלֶף חֲלוּצֵי הַצָּבָא" (יהושע ד':י"ג-י"ד).

 

דָּבָר אַחֵר: וַחֲמֻשִׁים עָלוּ – אֶחָד מֵחֲמִשָּׁה. וְיֵשׁ אוֹמְרִים: אֶחָד מֵחֲמִשִּׁים. וְיֵשׁ אוֹמְרִים: אֶחָד מֵחָמֵשׁ מֵאוֹת. רַבִּי נְהוֹרַי אוֹמֵר: הָעֲבוֹדָה! לֹא אֶחָד מֵחָמֵשׁ מֵאוֹת עָלוּ, שֶׁנֶּאֱמַר: "רְבָבָה כְּצֶמַח הַשָּׂדֶה נְתַתִּיךְ" (יחזקאל ט"ו:ז'). וּכְתִיב: "וּבְנֵי יִשְׂרָאֵל פָּרוּ וַיִּשְׁרְצוּ וַיִּרְבּוּ וַיַּעַצְמוּ" (שמות א':ו'), שֶׁהָיְתָה הָאִשָּׁה יוֹלֶדֶת שִׁשָּׁה בְּכֶרֶס אֶחָד, וְאַתָּה אוֹמֵר אֶחָד מֵחָמֵשׁ מֵאוֹת עָלוּ! הָעֲבוֹדָה! לֹא אֶחָד מֵחָמֵשׁ מֵאוֹת עָלוּ, אֶלָּא שֶׁמֵּתוֹ הַרְבֵּה מִיִּשְׂרָאֵל בְּמִצְרַיִם. וְאֵימָתַי מֵתוּ? בִּשְׁלֹשֶׁת יְמֵי אֲפֵלָה, שֶׁנֶּאֱמַר: "לֹא רָאוּ אִישׁ אֶת אָחִיו" (שמות י':כ"ג), שֶׁהָיוּ קוֹבְרִים מֵתֵיהֶם, וְהוֹדוּ וְשִׁבְּחוּ לְהקב"ה, שֶׁלֹּא רָאוּ אוֹיְבֵיהֶם וְשָׂשוּ בְמַפָּלָתָם. רַבִּי יוֹסֵה אוֹמֵר: וַחֲמִשָּׁה דּוֹרוֹת עָלוּ.

 

 

שמות י"ג:י"ט

יט) וַיִּקַּ֥ח מֹשֶׁ֛ה אֶת־עַצְמ֥וֹת יוֹסֵ֖ף עִמּ֑וֹ כִּי֩ הַשְׁבֵּ֨עַ הִשְׁבִּ֜יעַ אֶת־בְּנֵ֤י יִשְׂרָאֵל֙ לֵאמֹ֔ר פָּקֹ֨ד יִפְקֹ֤ד אֱלֹהִים֙ אֶתְכֶ֔ם וְהַעֲלִיתֶ֧ם אֶת־עַצְמֹתַ֛י מִזֶּ֖ה אִתְּכֶֽם׃

Und Moische nahm Joisefs Knochen (Sterbliche Überreste) mit....

Wo hat er die denn gefunden??

 

Mechilta de Rabbi Yischmoel:

Eine dramatische Geschichte, kurz zusammengefasst:

Mosche ging Joisef suchen, 3 Tage lang. Er fand ihn nicht, bis er schliesslich Serach bas Ascher fand, die damals schon mehr als 250 Jahre alt war. Sie sollte noch mindestens 1000 Jahre weiterleben, siehe Bücher der Könige und Propheten.

Diese weise Frau wusste noch, wo und wie die Mitzrer den Joisef so begraben hatten, dass sie „sicher sein“ konnten, ihn zu behalten, denn in ihrer Weltsicht war Joisef ein Gott und ein Segen für den Nil, und musste unter allen Umständen dort bleiben. Sie versenkten ihn also an der tiefsten Stelle des Nils in einem tonnenschweren Metallsarg, denkend dass diesen niemand jemals heben könne.

Moische ging zu dieser Stelle am Fluss, und rief: Joisef, Joisef, es ist Zeit! Wir ziehen weg aus Mitzrayim, und wir haben Dir geschworen, Dich mitzunehmen. Nun, hier stehe ich. Es ist eilig, wir verspäten uns schon wegen Dir, das Volk (mehrere Millionen) wartet auf Dich! Solltest Du jetzt nicht auftauchen, sind wir unseres Schwures entledigt und müssen los!

Und sofort schwamm Joisefs Sarg oben auf, und Mosche holte Leute aus seinem Stamm, die ihn dann zum Lager brachten.

 

Und so wurde dann Joisefs Sarg aus Mitzrayim gebracht.

Und später, nachdem die Toire empfangen wurde, reiste er an der Seite der heiligen Bundeslade!

 

 

מכילתא דרבי ישמעאל שמות שמות י"ג:י"ט

יט) וַיִּקַּח מֹשֶׁה אֶת עַצְמוֹת יוֹסֵף עִמּוֹ – לְהוֹדִיעַ חָכְמָתוֹ וַחֲסִידוּתוֹ שֶׁלְּמֹשֶׁה, שֶׁכָּל יִשְׂרָאֵל עוֹסְקִין בַּבִּזָּה, וּמֹשֶׁה עוֹסֵק בַּמִּצְוַת עֲצָמוֹת יוֹסֵף. עָלָיו הַכָּתוּב אוֹמֵר: "חֲכַם לֵב יִקַּח מִצְוֹת, וֶאֱוִיל שְׂפָתַיִם יִלָּבֵט" (משלי י':י'). וּמֹשֶׁה, מֵהֵיכָן הָיָה יוֹדֵעַ הֵיכָן הָיָה קָבוּר יוֹסֵף? אָמְרוּ סֶרַח בַּת אֲשֶׁר נִשְׁתַּיְּרָה מֵאוֹתוֹ הַדּוֹר, וְהִיא הֶרְאֲתָה לְמֹשֶׁה קֶבֶר יוֹסֵף, אָמְרָה לוֹ: בַּמָּקוֹם הַזֶּה שָׂמוּהוּ. עָשׂוּ לוֹ מִצְרָיִם אָרוֹן שֶׁלַּמַּתֶּכֶת וְשִׁקְּעוּהוּ בְתוֹךְ נִילוּס. בָּא וְעָמַד עַל נִילוּס, נָטַל צְרוֹר וְזָרַק לְתוֹכוֹ, וְזָעַק וְאָמַר: "יוֹסֵף, יוֹסֵף! הִגִּיעָה הַשְּׁבוּעָה שֶׁנִּשְׁבַּע הקב"ה לְאַבְרָהָם אָבִינוּ, שֶׁהוּא גּוֹאֵל אֶת בָּנָיו. תֵּן כָּבוֹד לי"י אֱלֹהֵי יִשְׂרָאֵל, וְאַל תְּעַכֵּב אֶת גְּאֻלָּתָךְ! כִּי בִּגְלָלָךְ אָנוּ מְעֻכָּבִים, וְאִם לָאו, נְקִיִּים אֲנַחְנוּ מִשְּׁבוּעָתָךְ." מִיָּד צָף אֲרוֹנוֹ שֶׁלְּיוֹסֵף, וּנְטָלוֹ מֹשֶׁה. וְאַל תִּתְמַהּ בַּדָּבָר הַזֶּה! הֲרֵי הוּא אוֹמֵר: "וַיְהִי הָאֶחָד מַפִּיל הַקּוֹרָה, וְאֶת הַבַּרְזֶל נָפַל אֶל הַמָּיִם, וַיִּצְעַק וַיֹּאמֶר: אֲהָהּ אֲדֹנִי, וְהוּא שָׁאוּל" (מלכים ב ו':ה'). וַהֲרֵי דְבָרִים קַל וָחֹמֶר: וּמָה אֱלִישָׁע תַּלְמִידוֹ שֶׁלְּאֵלִיָּהוּ הֵצִיף הַבַּרְזֵל, קַל וָחֹמֶר לְמֹשֶׁה רַבּוֹ שֶׁלְּאֵלִיָּהוּ.

 

רַבִּי נָתָן אוֹמֵר:

 בַּקָּפִּיטוֹלִין שֶׁלְּמִצְרָיִם הָיָה קָבוּר יוֹסֵף. לְלַמְּדָךְ שֶׁבַּמִּדָּה שֶׁהָאָדָם מוֹדֵד, בָּהּ מוֹדְדִים לוֹ. מִרְיָם הִמְתִּינָה לְמֹשֶׁה שָׁעָה אַחַת, שֶׁנֶּאֱמַר: "וַתֵּתַצַּב אֲחֹתוֹ מֵרָחֹק לְדֵעָה" (שמות ב':ד'), וְהַמָּקוֹם עִכֵּב לָהּ בַּמִּדְבָּר הָאָרוֹן וְהַשְּׁכִינָה וְהַכֹּהֲנִים וְהַלְוִיִּם וְכָל יִשְׂרָאֵל שִׁבְעַת יָמִים עִם עֲנָנֵי כָבוֹד, שֶׁנֶּאֱמַר: "וְהָעָם לֹא נָסַע עַד הֵאָסֵף מִרְיָם" (במדבר י"ב:ט"ו). יוֹסֵף זָכָה לִקְבֹּר אֶת אָבִיו, שֶׁאֵין בְּאֶחָיו גָּדוֹל מִמֶּנּוּ, שֶׁנֶּאֱמַר: "וַיַּעַל יוֹסֵף לִקְבֹּר אֶת אָבִיו, וַיַּעֲלוּ אִתּוֹ כָּל עַבְדֵי פַרְעֹה זִקְנֵי בֵיתוֹ, וְכֹל זִקְנֵי אֶרֶץ מִצְרָיִם. וְכֹל בֵּית יוֹסֵף וְאֶחָיו וּבֵית אָבִיו, רַק טַפָּם וְצֹאנָם וּבְקָרָם עָזְבוּ בְּאֶרֶץ גֹּשֶׁן. וַיַּעַל עִמּוֹ גַּם רֶכֶב גַּם פָּרָשִׁים, וַיְהִי הַמַּחֲנֶה כָּבֵד מְאֹד" (בראשית נ:ז'-ט'). מִי לָנוּ גָּדוֹל כְּיוֹסֵף, שֶׁלֹּא נִתְעַסַּק בּוֹ אֶלָּא מֹשֶׁה. מֹשֶׁה נִתְעַסַּק בְּעַצְמוֹת יוֹסֵף, שֶׁאֵין בְּיִשְׂרָאֵל גָּדוֹל מִמֶּנּוּ, שֶׁנֶּאֱמַר: "וַיִּקַּח מֹשֶׁה אֶת עַצְמוֹת יוֹסֵף עִמּוֹ" (שמות י"ג:י"ט). מִי לָנוּ גָּדוֹל כְּמֹשֶׁה, שֶׁלֹּא נִתְעַסַּק בּוֹ אֶלָּא שְׁכִינָה, שֶׁנֶּאֱמַר: "וַיִּקְבֹּר אֹתוֹ בַגַּי" (דברים ל"ד:ו'). וְלֹא עוֹד, אֶלָּא שֶׁעִם יַעֲקֹב עָלוּ עַבְדֵּי פַּרְעֹה וְזִקְנֵי בֵיתוֹ, שֶׁנֶּאֱמַר: "וַיַּעֲלוּ אִתּוֹ כָּל עַבְדֵי פַרְעֹה זִקְנֵי בֵיתוֹ" (בראשית נ':ז'). וְעִם יוֹסֵף עָלוּ הָאָרוֹן וְהַשְּׁכִינָה וְהַכֹּהֲנִים וְהַלְוִיִּם, וְכָל יִשְׂרָאֵל וְשִׁבְעָה עֲנָנֵי כָבוֹד. וְלֹא עוֹד אֶלָּא שֶׁהָיָה מְהַלֵּךְ אֲרוֹנוֹ שֶׁלְּיוֹסֵף עִם אֲרוֹן חַי הָעוֹלָמִים, וְהָיוּ עוֹבְרִים וְשָׁבִים אוֹמְרִים: "מַה טִּיבָן שֶׁלִּשְׁנֵי אֲרוֹנוֹת הַלָּלוּ?" וְהֵם אוֹמְרִים לָהֶם: "זֶה אֲרוֹנוֹ שֶׁלַּמֵּת, וְזֶה אֲרוֹנוֹ שֶׁלְּחַי הָעוֹלָמִים." וְאוֹמְרִים לָהֶם: "מַה טִּיבוֹ שֶׁלַּמֵּת לַהֲלֹךְ עִם אֲרוֹן חַי הָעוֹלָמִים?" וְאוֹמְרִים לָהֶם: "הַמֻּנָּח בְּאָרוֹן זֶה קִיֵּם מַה שֶּׁכָּתוּב בַּמֻּנָּח בְּאָרוֹן זֶה. בַּמֻּנָּח בְּאָרוֹן זֶה כְּתִיב: "אָנֹכִי י"י אֱלֹהֶיךָ" (שמות כ':ב'), וּבְיוֹסֵף כְּתִיב: "הֲתַחַת אֱלֹהִים אָנִי?" (בראשית נ':י"ט) בַּמֻּנָּח בְּאָרוֹן זֶה כְּתִיב: "לֹא יִהְיֶה לְךָ אֱלֹהִים אֲחֵרִים" (שמות כ':ב'), וּבְיוֹסֵף כְּתִיב: "אֶת הָאֱלֹהִים אֲנִי יָרֵא" (בראשית מ"ב:י"ח). כְּתִיב: "לֹא תִשָּׂא" (שמות כ':ו'), וּבְיוֹסֵף כְּתִיב: "חֵי פַרְעֹה!" (בראשית מ"ב:ט"ז) כְּתִיב: "זָכוֹר אֶת יוֹם הַשַּׁבָּת" (שמות כ':ז'), וּבְיוֹסֵף כְּתִיב: "וּטְבֹחַ טֶבַח וְהָכֵן" (בראשית מ"ג:ט"ז). וְאֵין 'הָכֵן' אֶלָּא שַׁבָּת, שֶׁנֶּאֱמַר: "וְהָיָה בַּיּוֹם הַשִּׁשִּׁי וְהֵכִינוּ" (שמות ט"ז:ה'). כְּתִיב: "כַּבֵּד אֶת אָבִיךָ" (שמות כ':י"א), וּבְיוֹסֵף כְּתִיב: "וַיֹּאמֶר יִשְׂרָאֵל אֶל יוֹסֵף: הֲלוֹא אַחֶיךָ רֹעִים בִּשְׁכֶם, לְכָה וְאֶשְׁלָחֲךָ אֲלֵיהֶם, וַיֹּאמֶר לוֹ הִנֵּנִי" (בראשית ל"ז:י"ג). כְּתִיב: "לֹא תִרְצָח" (שמות כ':י"ב), לֹא רָצַח לְפוֹטִיפַר. כְּתִיב: "לֹא תִנְאָף" (שמות כ':י"ב), לֹא נָאַף לְאֵשֶׁת פּוֹטִיפַר. כְּתִיב: "לֹא תִגְנֹב" (שמות כ':י"ב), לֹא גָנַב, שֶׁנֶּאֱמַר: "וַיְלַקֵּט יוֹסֵף אֶת כָּל הַכֶּסֶף הַנִּמְצָא בְאֶרֶץ מִצְרַיִם וּבְאֶרֶץ כְּנַעַן, בַּשֶּׁבֶר אֲשֶׁר הֵם שֹׁבְרִים, וַיָּבֵא יוֹסֵף אֶת הַכֶּסֶף בֵּיתָה פַרְעֹה" (בראשית מ"ז:י"ד). כְּתִיב: "לֹא תַעֲנֶה בְרֵעֲךָ" (שמות כ':י"ב), וַהֲרֵי דְבָרִים קַל וָחֹמֶר: וּמָה, דָּבָר שֶׁלֶּאֱמֶת, לֹא עָנָה, שֶׁלְּשֶׁקֶר, עַל אַחַת כַּמָּה וְכַמָּה! כְּתִיב: "לֹא תַחְמֹד" (שמות כ':י"ג), שֶׁלֹּא חָמַד אֵשֶׁת פּוֹטִיפַר. כְּתִיב: "לֹא תִשְׂנָא" (ויקרא י"ט:י"ז) וּבְיוֹסֵף אוֹמֵר: "וַיְנַחֵם אוֹתָם וַיְדַבֵּר עַל לִבָּם" (בראשית נ':כ"א). כְּתִיב: "לֹא תִקֹּם וְלֹא תִטֹּר" (ויקרא י"ט:י"ח), וּכְתִיב: "וְאַתֶּם חֲשַׁבְתֶּם עָלַי רָעָה, אֱלֹהִים חֲשָׁבָהּ לְטֹבָה" (בראשית נ':כ'). כָּתוּב: "וְחֵי אָחִיךָ עִמָּךְ" (ויקרא כ"ה:ל"ה) "וַיְכַלְכֵּל יוֹסֵף אֶת אָבִיו" (בראשית מ"ז:י"ב). "כִּי הַשְׁבֵּעַ הִשְׁבִּיעַ" הִשְׁבִּיעָם שֶׁיַּשְׁבִּיעוּ לִבְנֵיהֶם.

רַבִּי נָתָן אוֹמֵר: מִפְּנֵי מָה הִשְׁבִּיעַ אֶת אֶחָיו, וְלֹא הִשְׁבִּיעַ אֶת בָּנָיו? אָמַר, אִם אֲנִי מַשְׁבִּיעַ אֶת בָּנַי, אֵין הַמִּצְרִים מַנִּיחִים אוֹתָם, וְאִם אוֹמְרִים: אָבִינוּ הֶעֱלָה אֶת אָבִיו, מִיָּד הֵם אוֹמְרִים לָהֶם: "אֲבִיכֶם, מֶלֶךְ הָיָה!" לְפִיכָךְ הִשְׁבִּיעַ אֶת אֶחָיו, וְלֹא הִשְׁבִּיעַ אֶת בָּנָיו. אָמַר לָהֶם יוֹסֵף: אָבִי יָרַד כָּאן לִרְצוֹנוֹ, וַאֲנִי הֶעֱלֵתִיו. אֲנִי יָרַדְתִּי עַל כָּרְחִי, מַשְׁבִּיעַ אֲנִי עֲלֵיכֶם: מִמָּקוֹם שֶׁגְּנַבְתּוּנִי, לְשָׁם תַּחְזִירוּנִי!" וְכֵן עָשׂוּ לוֹ, שֶׁנֶּאֱמַר: "וְאֶת עַצְמוֹת יוֹסֵף אֲשֶׁר הֶעֱלוּ בְנֵי יִשְׂרָאֵל מִמִּצְרַיִם, קָבְרוּ בִשְׁכֶם, בְּחֶלְקַת הַשָּׂדֶה אֲשֶׁר קָנָה יַעֲקֹב מֵאֵת בְּנֵי חֲמוֹר אֲבִי שְׁכֶם בְּמֵאָה קְשִׂיטָה, וַיִּהְיוּ לִבְנֵי יוֹסֵף לַנַּחֲלָה" (יהושע כ"ד:ל"ב).

 

Die 7 Wolken, die uns begleiteten:

שמות י"ג:כ"א

(כא) וַֽיי” הֹלֵךְ֩ לִפְנֵיהֶ֨ם יוֹמָ֜ם בְּעַמּ֤וּד עָנָן֙ לַנְחֹתָ֣ם הַדֶּ֔רֶךְ וְלַ֛יְלָה בְּעַמּ֥וּד אֵ֖שׁ לְהָאִ֣יר לָהֶ֑ם לָלֶ֖כֶת יוֹמָ֥ם וָלָֽיְלָה׃

Und HaSchem ging vor ihnen Tags in einer Wolkensäule, ihnen den Weg zu bereiten, und nachst in einer Feuersäule, ihnen zu leuchten, um Tag und Nacht wandern zu können.

 

Mechilta de Rabbi Yischmoel:

מכילתא דרבי ישמעאל שמות שמות י"ג:כ"א

כא) וַי"י הֹלֵךְ לִפְנֵיהֶם יוֹמָם – נִמְצֵאתָ אוֹמֵר: שִׁבְעָה עֲנָנִים הֵם:

Und HaSchem geht vor ihnen bei Tage – es zeigt sich, dass von sieben Wolken die Rede ist:

 "וַי"י הֹלֵךְ לִפְנֵיהֶם יוֹמָם בְּעַמּוּד עָנָן", "וַעֲנָנְךָ עֹמֵד עֲלֵהֶם, וּבְעַמּוּד עָנָן" (במדבר י"ד:י"ד),

Und HaSchem geht vor ihnen bei Tage in einer Wolkensäule, Und Deine Wolke steht über ihnen, und in der Wolkensäule (Bamidbar 14,14)

 "וּבְהַאֲרִיךְ הֶעָנָן" (במדבר ט':י"ט),

und die Wolke ausdehnend (Bamidbar 9, 19)

 "וּבְהֵעָלוֹת הֶעָנָן" (שמות מ:ל"ו-ל"ח),

Und die Wolke anhebend,

 "וְאִם לֹא יַעֲלֶה הֶעָנָן", "כִּי עֲנַן י"י עַל הַמִּשְׁכָּן".

Und wenn die Wolke nicht abhob, denn die Wolke HaSchems war über dem Mischkan,

הָא שִׁבְעָה עֲנָנִים.

Siehe: Sieben wolken.

 אַרְבָּעָה מֵאַרְבַּע רוּחוֹתֵיהֶם, אֶחָד לְמַעְלָה, וְאֶחָד לְמַטָּה, אֶחָד שֶׁהָיָה מְהַלֵּךְ לִפְנֵיהֶם.

Vier, für jede Windrichtung eine, eine unten, eine oben, und eine die vor ihnen herging.

כָּל הַנָּמוּךְ, מַגְבִּיהוֹ, וְכָל הַגָּבוֹהַּ מַשְׁפִּילוֹ, שֶׁנֶּאֱמַר:

Alles was Löcher sind, füllt sie auf, alles was Erhebungen sind, ebnet sie ein.

 "כָּל גֶּיא יִנָּשֵׂא, וְכָל הַר וְגִבְעָה יִשְׁפָּלוּ, וְהָיָה הֶעָקֹב לְמִישׁוֹר, וְהָרְכָסִים לְבִקְעָה" (ישעיהו מ':ד').

Jedes Tal füllt er auf, jeden Berg ebnet er ein, und das Schroffe wird eingeebnet, und das Unwegsame wegsam (Jeschayahu 40:4).

 וְהָיָה מַכֶּה נְחָשִׁים וְעַקְרַבִּים, מְכַבֵּד וּמְרַבֵּץ לִפְנֵיהֶם.

Und er schlug die Schlangen und Skorpione, und beschwert und legt den Weg vor ihnen aus.

 רַבִּי יְהוּדָה אוֹמֵר: שְׁלֹשָׁה עָשָׂר עֲנָנִים הָיוּ: שְׁנַיִם שְׁנַיִם לְכָל רוּחַ וְרוּחַ, שְׁנַיִם מִלְּמַעְלָה וּשְׁנַיִם מִלְּמַטָּה, וְאֶחָד שֶׁהָיָה מְהַלֵּךְ לִפְנֵיהֶם.

 Rabbi Yehuda sagt: Dreizehn Wolken waren es: Zwei für jede Windrichtung, zwei oben, zwei unten und eine die vor ihnen herging .

 רַבִּי יֹאשִׁיָּה אוֹמֵר: אַרְבָּעָה: אֶחָד לִפְנֵיהֶם וְאֶחָד לְאַחֲרֵיהֶם, אֶחָד לְמַעְלָה וְאֶחָד לְמַטָּה.

Rabbi Yeschayah sagt: Vier: Eine vor ihnen, und eine hinter ihnen, eine oben und eine unten.

רַבִּי אוֹמֵר: שְׁנַיִם.

 Rebbi sagt: Zwei

וַי"י הֹלֵךְ לִפְנֵיהֶם יוֹמָם – לְלַמְּדָךְ שֶׁבַּמִּדָּה שֶׁאָדָם מוֹדֵד, בָּהּ מוֹדְדִין לוֹ.

Und HaSchem gehr vor ihnen, um dich zu lehren: Der Mensch wird mit dem Mass gemessen, mit dem er andere misst. אַבְרָהָם לִוָּה מַלְאֲכֵי הַשָּׁרֵת, שֶׁנֶּאֱמַר: "וְאַבְרָהָם הֹלֵךְ עִמָּם לְשַׁלְּחָם" (בראשית י"ח:ט"ז), וְהַמָּקוֹם לִוָּה אֶת בָּנָיו בַּמִּדְבָּר אַרְבָּעִים שָׁנָה, שֶׁנֶּאֱמַר: "וַי"י הֹלֵךְ לִפְנֵיהֶם יוֹמָם בְּעַמּוּד עָנָן" (שמות י"ג:כ"א).

Avrohom begleitete die Engel, wie geschrieben steht. Und Avrohom ging mit ihnen, sie zum Abschied zu begleiten (Bereischis 18:16), und Der ORT begleitete seine Kinder in der Wüste 40 Jahre, wie geschrieben steht: Und HaSchem ging vor ihnen des Tages in einer Wolkensäule (Schmois 13:21). בְּאַבְרָהָם כְּתִיב: "יֻקַּח נָא מְעַט מַיִם" (בראשית י"ח:ד') וְהקב"ה הֶעֱלָה לְבָנָיו אֶת הַבְּאֵר בַּמִּדְבָּר, שֶׁנֶּאֱמַר: "אָז יָשִׁיר יִשְׂרָאֵל אֶת הַשִּׁירָה הַזֹּאת: עֲלִי בְאֵר, עֱנוּ לָהּ!" (במדבר כ"א:י"ז)

 

שמות י"ג:כ"א

כא) וַֽיי” הֹלֵךְ֩ לִפְנֵיהֶ֨ם יוֹמָ֜ם בְּעַמּ֤וּד עָנָן֙ לַנְחֹתָ֣ם הַדֶּ֔רֶךְ וְלַ֛יְלָה בְּעַמּ֥וּד אֵ֖שׁ לְהָאִ֣יר לָהֶ֑ם לָלֶ֖כֶת יוֹמָ֥ם וָלָֽיְלָה׃

 

 

אור החיים שמות י"ג:כ"א

כא) וה' הולך וגו'. אומרו לנחותם פירוש להיות להם נח הדרך כי לצד שהיו ימי החום חופף ה' עליהם בעמוד ענן לבל יכם השמש. ולזה לא היה משמש עמוד הענן אלא ביום ולא בלילה, וענן זה הוא לבד מענן הקודם להם לישר המעקשים להשפיל הגבוה ולהגביה הנמוך ולהראותם הדרך.

Und HaSchem ging usw. Und das Wort „leNachoisom – sie zu trösten/zu annehmlich machen – dass es für sie angenehm sei: von daher dass es die Tage der Hitze (Sommer)

 ויש ראיה לזה ממה שאמר הכתוב בפרשת דברים (א' ל"ג) ההולך לפניכם בדרך לתור לכם מקום לחנותכם באש לילה לראותכם בדרך אשר תלכו בה ובענין יומם, והנה הזכיר הכתוב ג'. הא' לתור לכם מקום זה היה משמש תמיד לפניהם פירוש מקדים ללכת קודם להם. הב' עמוד האש לראותכם וגו', הג' ובענן יומם, והם דברינו עצמם שענן זה לא היה אלא חופף מהכותם שמש. ולא כמו שפירש"י להנחותם וחסר ה"א והביא חבר לראותכם כי לפי דברינו גם כאן גם שם אינה חסרה ה"א, ועיין בפסוק שאחר זה.

ולילה וגו' להאיר וגו' – קשה לפי דבריהם ז"ל (שבת כ"ב:) שאמרו שכל מ' שנה שהיו במדבר לא הלכו אלא לאורו שהיו רואים אפילו מה שבתוך הטפיח, ואין לומר כי על זמן הלילה הוא אומר שאין זה פשט אומרם לא הלכו אלא לאורו כי מה בא למעט אם לא שנא' אור השמש ביום ואם כן הלילה למה לא יאיר כיום שלא היו צריכין לשמש שהוצרך לעמוד אש להאיר להם. ולהבין הענין יש לדקדק עוד אומרו ללכת יומם ולילה למה לא הספיק טעם להאיר להם שהוצרך לומר ללכת וגו'.

אכן כוונת הדברים היא לעולם שלא זז אורו יתברך ממחנה ישראל תמיד כמאמר חכמינו ז"ל שכתבנו בסמוך אלא שיש לדעת כי האור הקדוש הלזה לא היה מתפשט חוץ ממחנה ישראל אלא דוקא במושבותם. ויש טעם בדבר ומה גם במדבר הרע שהוא מדור של מחנה טומאה כי שם הרגיעה הקליפה כידוע בדברי הקדושים (זהר ח"א קכ"ו.) וכיון שכן לא היו ישראל יכולים ליהנות מהאור העליון אלא במחניהם אבל חוץ למחניהם לילה יחשיך כסדר העולם. והנה אם לא היו ישראל הולכים בלילה כשיחפוץ ה' ללכת לא היו צריכין לאור עמוד האש כי לכל בני ישראל היה אור ה' במושבותם אלא לסיבת הליכתם בלילה הוצרכו לעמוד אש להאיר למרחוק חוץ למחנה ישראל להכיר מקום שיכלו בו חוץ למחניהם, והוא אומרו להאיר להם, וטעם אור זה הוא ללכת יומם ולילה פירוש בשוה כשם שביום מלבד אור ה' הנוצץ עליהם היו רואים אור למרחוק כאור השמש המאיר לעולם כולו כמו כן היו רואים בלילה באמצעות עמוד האש. ובזה יטעם ביאור מה שאמר הכתוב בפרשת דברים באש לילה לראותכם בדרך אשר תלכו בה פירוש לראותכם כדי לראותכם. כדי שתראו אותם, לא כמו שפירש"י להראותכם וחסר ה"א והביא מהנביאים ומהכתובים חבר לה כי אין אנו צריכים לזה, וביאר הכ' דבריו כי דברינו יגיד באומרו לראותכם בדרך ולדבריו היה צריך לומר הדרך, אלא הכוונה היא להיות שהיה להם לישראל אור עולם במושבותם ולא בדרך אשר עדיין לא באו שמה לזה אמר כי עמוד ענן [אש] טעמו הוא כדי שיראו בדרך אשר ילכו בה לשון עתיד והבן והם דברינו עצמם. ומעתה אין הבדל בין היום ללילה לבני ישראל ולא היו מכירים זמן יום וזמן לילה אלא על ידי השתנות העננים.

Warum der Pharo zur Verfolgung ansetzt:

Drei Psukim, in denen HaSchem Moische seinen Plan bis Yam Suf erklärt:

שמות י"ד:ב'

(ב) דַּבֵּר֮ אֶל־בְּנֵ֣י יִשְׂרָאֵל֒ וְיָשֻׁ֗בוּ וְיַחֲנוּ֙ לִפְנֵי֙ פִּ֣י הַחִירֹ֔ת בֵּ֥ין מִגְדֹּ֖ל וּבֵ֣ין הַיָּ֑ם לִפְנֵי֙ בַּ֣עַל צְפֹ֔ן נִכְח֥וֹ תַחֲנ֖וּ עַל־הַיָּֽם׃

(ג) וְאָמַ֤ר פַּרְעֹה֙ לִבְנֵ֣י יִשְׂרָאֵ֔ל נְבֻכִ֥ים הֵ֖ם בָּאָ֑רֶץ סָגַ֥ר עֲלֵיהֶ֖ם הַמִּדְבָּֽר׃

(ד) וְחִזַּקְתִּ֣י אֶת־לֵב־פַּרְעֹה֮ וְרָדַ֣ף אַחֲרֵיהֶם֒ וְאִכָּבְדָ֤ה בְּפַרְעֹה֙ וּבְכׇל־חֵיל֔וֹ וְיָדְע֥וּ מִצְרַ֖יִם כִּֽי־אֲנִ֣י יְהֹוָ֑ה וַיַּֽעֲשׂוּ־כֵֽן׃

Dadurch, dass Bnei Yisroel umkehren, und genau vor dem riesigen Götzen – dem einzigen, den HaSchem genau für diesen Zweck stehen liess – zu Lagern kommen, wird Pharo denken, seine Zauberei sei stärker als HaSchem, er habe doch die Wüste erfolgreich abschliessen können!

Und das wird ihn dazu bewegen, sie zu verfolgen.

Mechilta de Rabbi Yischmael erklärt es:

Es waren zwei riesige Felsentore in Form von Männlich und Weiblich, die an der Grenze so standen, dass einer sich dem Meere und der Wüste zuwendet, und die andere dem Lande Mitzrayim. Sie hatten Augen, und waren offenbar teil der magischen Grenzwächter die die Mitzrim an allen Grenzen aufgestellt hatten. Chirois heisst ja Freiheit. Jenseits dieser Tore ist die Freiheit, diesseits die Sklaverei.

Wir lernen aus der Mechilte auch, dass Pharo eben Spione und Agenten mitgeschickt hat mit dem Erev Rav, dem vielen Volk.

 

מכילתא דרבי ישמעאל שמות שמות י"ד:ב'

(ב) וְיָשֻׁבוּ וְיַחֲנוּ לִפְנֵי פִּי הַחִירֹת – מָה הָיוּ חִירוֹת הַלָּלוּ? לֹא הָיוּ מְשֻׁפָּעוֹת, אֶלָּא גְּדוּדִיּוֹת, וְלֹא הָיוּ תְּרוּטוֹת, אֶלָּא מֻקָּפוֹת, וְלֹא הָיוּ עֲגֻלּוֹת, אֶלָּא מְרֻבָּעוֹת, וְלֹא הָיוּ מַעֲשֵׂה אָדָם, אֶלָּא מַעֲשֵׂה שָׁמַיִם. וְעֵינַיִם הָיוּ לָהֶם פְּתוּחוֹת, כְּמִין זָכָר וּכְמִין נְקֵבָה הָיוּ. דִּבְרֵי רַבִּי אֱלִיעֶזֶר. רַבִּי יְהוֹשֻׁעַ אוֹמֵר: הַחִירֹת מִצַּד זֶה, וּמִגְדֹּל מִצַּד זֶה, הַיָּם לִפְנֵיהֶם, וּמִצְרִיִּים לְאַחֲרֵיהֶם.

 

דָּבָר אַחֵר: פִּי הַחִירֹת – אֵין חִירוֹת אֶלָּא מְקוֹם חֵרוּתָן שֶׁלַּמִּצְרִיִּים, מְקוֹם אִטְלִיז, מְקוֹם עֲבוֹדָה זָרָה שֶׁלָּהֵם. לְשֶׁעָבַר הָיְתָה נִקְרֵאת "פִּתֹם", שֶׁנֶּאֱמַר: "וַיִּבֶן עָרֵי מִסְכְּנוֹת לְפַרְעֹה, אֶת פִּתֹם וְאֶת רַעַמְסֵס" (שמות א':י"א). חָזְרוּ לָהֶם לְהִקָרֹאת "פִּי הַחִירֹת", שֶׁהִיא מְאַחֶרֶת לְעוֹבְדֶיהָ.

נָסְעוּ בְנֵי יִשְׂרָאֵל מֵרַעְמְסֵס לְסֻכּוֹת, וּמִסֻּכּוֹת לְאֵתָם, וּמֵאֵתָם לִפְנֵי פִּי הַחִירֹת. יוֹם חֲמִישִׁי נָסְעוּ מִמִּצְרַיִם וּבָאוּ עַד רַעַמְסֵס, וּבְיוֹם שִׁשִּׁי מֵרַעַמְסֵס לְסֻכּוֹת, וּבַשַּׁבָּת שָׁבְתוּ שָׁם, וּבְאֶחָד בַּשַּׁבָּת, שֶׁהוּא רְבִיעִי לִנְסִיעָתָן, הִתְחִילוּ יִשְׂרָאֵל מְתַקְּנִין כְּלֵיהֶם וּמַצִּיעִין בְּהֶמְתָּם לָצֵאת. אָמְרוּ לָהֶם הָאַקְטוֹרִין: "הִגִּיעָה פְּרוֹתֶסְמִיָה שֶׁלָּכֶם לַחְזֹר לְמִצְרַיִם!" שֶׁנֶּאֱמַר: "דֶּרֶךְ שְׁלֹשֶׁת יָמִים" (שמות ג':י"ח). אָמְרוּ לָהֶם יִשְׂרָאֵל: "וּכְשֶׁיָּצָאנוּ, בִּרְשׁוּת פַּרְעֹה יָצָאנוּ", שֶׁנֶּאֱמַר: "מִמָּחֳרַת הַפֶּסַח יָצְאוּ בְנֵי יִשְׂרָאֵל בְּיָד רָמָה" (במדבר ל"ג:ג'). אָמְרוּ לָהֶם הָאַקְטוֹרִין: "רוֹצִין וְלֹא רוֹצִין, סוֹפְכֶם לְקַיֵּם דִּבְרֵי מַלְכוּת!" עָמְדוּ עֲלֵיהֶם יִשְׂרָאֵל, הִכּוּ מֵהֶם, פָּצְעוּ מֵהֶם, הָרְגוּ מֵהֶם. הָלְכוּ וְהִגִּידוּ לְפַרְעֹה. אָמַר לָהֶם מֹשֶׁה: "חִזְרוּ לְאַחֲרֵיכֶם!" כֵּיוָן שֶׁתָּקְעָה קֶרֶן לַחְזֹר, הִתְחִילוּ מְחֻסְּרֵי אֱמוּנָה שֶׁבְּיִשְׂרָאֵל תּוֹלְשִׁין שְׂעָרֵיהֶן וּמְקָרְעִין בִּגְדֵיהֶם, עַד שֶׁאָמַר לָהֶם מֹשֶׁה: "מִפִּי הַגְּבוּרָה נֶאֱמַר לִי שֶׁאַתֶּם בְּנֵי חוֹרִין." לְפִיכָךְ נֶאֱמַר: "וְיָשֻׁבוּ וְיַחֲנוּ לִפְנֵי פִּי הַחִירֹת" (שמות י"ד:ב').

בֵּין מִגְדֹּל וּבֵין הַיָּם – שָׁם הָיְתָה גְּדֻלָּתָן שֶׁלַּמִּצְרִיִּים, שָׁם הָיְתָה תִפְאַרְתָּם, שָׁם הָיְתָה מַיוּמָס שֶׁלָּהֵם, שָׁם כָּנַס יוֹסֵף אֶת הַכֶּסֶף וְאֶת הַזָּהָב, שֶׁנֶּאֱמַר: "וַיְלַקֵּט יוֹסֵף אֶת כָּל הַכֶּסֶף הַנִּמְצָא בְאֶרֶץ מִצְרַיִם וּבְאֶרֶץ כְּנַעַן בַּשֶּׁבֶר אֲשֶׁר הֵם שֹׁבְרִים, וַיָּבֵא יוֹסֵף אֶת הַכֶּסֶף בֵּיתָה פַרְעֹה" (בראשית מ"ז:י"ד).

לִפְנֵי בַּעַל צְפֹן – בַּעַל צְפוֹן נִשְׁתַּיַּר מִכָּל הַיִּרְאוֹת שֶׁלָּהֶן, בִּשְׁבִיל לְפַתּוֹת לִבָּן שֶׁלַּמִּצְרִיִּים, וְעָלָיו הוּא אוֹמֵר: "מַשְׂגִּיא לַגּוֹיִם וַיְאַבְּדֵם, שֹׁטֵחַ לַגּוֹיִם וַיַּנְחֵם" (איוב י"ב:כ"ג).

 

מכילתא דרשב"י שמות שמות י"ד:ג'

(ג) "סגר עליהם המדבר", אמר פרעה: בעל צפון כינס עליהן חיות רעות ואין מניחות אותן לעבור - וכן היה!

כיון שראו ישראל ים סוגר ושונא רודף - נשאו עיניהם למדבר

כינס עליהן הקדוש ברוך הוא חיות רעות ולא היו מניחות אותן לעבור

שנאמר "סגר עליהם המדבר", אין סגירה אלא חיה רעה

כענין שנאמר "אלהי שלח מלאכיה וסגר פום אריותא" (דניאל ו, כג)!

 

שמות י"ד:ד'

ד) וְחִזַּקְתִּ֣י אֶת־לֵב־פַּרְעֹה֮ וְרָדַ֣ף אַחֲרֵיהֶם֒ וְאִכָּבְדָ֤ה בְּפַרְעֹה֙ וּבְכׇל־חֵיל֔וֹ וְיָדְע֥וּ מִצְרַ֖יִם כִּֽי־אֲנִ֣י יְהֹוָ֑ה וַיַּֽעֲשׂוּ־כֵֽן׃

 

מכילתא דרשב"י שמות שמות י"ד:ד'

(ד) "ואכבדה בפרעה" כשהקב"ה נפרע מן הרשעים - שמו מתגדל בעולם

וכן הוא אומר "ושמתי בהם אות ושלחתי מהם פליטים אל הגוים

תרשיש פול ולוד מושכי קשת תובל ויון האיים הרחוקים אשר לא שמעו את שמעי ולא ראו את כבודי"

מהוא אומר? "והגידו את כבודי בגוים" (ישעיה סו, יט)!

כיוצא בו אתה אומר "ונשפטתי אתו בדבר ובדם וגשם שוטף"

מהוא אומר? "והתגדלתי והתקדשתי ונודעתי לעיני גוים רבים" (יחזקאל ל"ח, כ"ב-כ"ג).

כיוצא בו אתה אומר: "ה' עזי ומעזי ומנוסי ביום צרה",

מהוא אומר? "אליך גוים יבואו מאפסי ארץ ויאמרו אך שקר נחלו אבותינו הבל ואין בם מועיל" (ירמיה טז, יט).

כיוצא בו אתה אומר "כה אמר ה' יגיע מצרים וסחר כוש וסבאים אנשי מדה עליך יעבורו ולך יהיו

אחריך ילכו ובזקים יעבורו ואליך ישתחוו אליך יתפללו"

מהוא אומר? "אך בך אל ואין עוד אפס אלהים" (ישעיה מה, יד).

כיוצא בו אתה אומר "ועלו מושיעים בהר ציון לשפוט את הר עשו" מהוא אומר? "והיתה לה' המלוכה" (עובדיה א, כא)

ואומר "ה' מלך עולם ועד - אבדו גוים מארצו" (תהלים י, טז)

ואומר "יתמו חטאים מן הארץ ורשעים עוד אינם - ברכי נפשי את ה' הללויה (תהלים קד, לה)

ואומר "ה' שומר את גרים יתום ואלמנה יעודד ודרך רשעים יעות"

מהוא אומר? "ימלוך ה' לעולם אלקיך ציון לדור ודור הללויה"! (תהלים קמו, י)!

 

שמות י"ג:כ"ב

ב) לֹֽא־יָמִ֞ישׁ עַמּ֤וּד הֶֽעָנָן֙ יוֹמָ֔ם וְעַמּ֥וּד הָאֵ֖שׁ לָ֑יְלָה לִפְנֵ֖י הָעָֽם׃

Fällt sofort auf: Warum steht hier „Om – Volk“?

Eine unbeantwortete Frage!

Vielleicht weil eben das mitgelaufene Volk viel schwächer war in Emune, und daher war die Feuersäule für diese viel wichtiger als für die Kinder Yisroels.

 

Die Spaltung des Schilfmeers

 

Die Kinder Yisroels lagerten nun am Meere, und es war noch nicht klar, wie es weitergehen sollte.

Und da kam nun Pharoi mit seiner modernen, schrecklichen Armee:

600 Panzerwagen, Kriegsgefährte die damals waren wie unsere heutigen Panzer.

Und viel zusätzliches Volk auf ungepanzerten Wagen, heute wären das wohl Toyotas mit Maschinengewehren.

Denn Pfeil und bogen waren damals die Gewehre, und sie waren sehr effektiv und gefährlich.

 

Im Posuk steht jedoch etwas rätselhaftes:

שמות י"ד:י'

(י) וּפַרְעֹ֖ה הִקְרִ֑יב וַיִּשְׂאוּ֩ בְנֵֽי־יִשְׂרָאֵ֨ל אֶת־עֵינֵיהֶ֜ם וְהִנֵּ֥ה מִצְרַ֣יִם׀ נֹסֵ֣עַ אַחֲרֵיהֶ֗ם וַיִּֽירְאוּ֙ מְאֹ֔ד וַיִּצְעֲק֥וּ בְנֵֽי־יִשְׂרָאֵ֖ל אֶל־יְ־הֹוָֽה׃

Und der Pharoi näherte sich und die Kinder Yisroels erhoben ihre Augen – und siehe! Mitzrayim verfolgt sie, und sie fürchteten sich sehr und die Kinder Yisroels schrieen zu HaSchem.

 

Der Pharoi – nur er? Es war doch die gesamte Mitzrische Armee!

Kinder Yisroels – nicht „das Volk“, dies zeigt eine hohe Stufe von Bewusstsein.

Erhoben ihre Augen – Sie sahen die Geistige Welt.

Mitzrayim – Einzahl! Es ist der Engel von Mitzrayim, welcher auch Samech Mem heisst, der Fürst der Finsternis!

Und sie fürchteten sich sehr – natürlich, denn sie sehen etwas fürchterliches.

Und es schrieen die Kinder Yisroels – auch wieder die Hohe Bewusstseinsstufe. Sie schrieen zu HaSchem, sie reklamierten (noch) nicht bei Moische! Dies ist wahrscheinlich ein Schlüssel für alles, was jetzt folgt.

 

שמות י"ד:י"א

(יא) וַיֹּאמְרוּ֮ אֶל־מֹשֶׁה֒ הֲֽמִבְּלִ֤י אֵין־קְבָרִים֙ בְּמִצְרַ֔יִם לְקַחְתָּ֖נוּ לָמ֣וּת בַּמִּדְבָּ֑ר מַה־זֹּאת֙ עָשִׂ֣יתָ לָּ֔נוּ לְהוֹצִיאָ֖נוּ מִמִּצְרָֽיִם׃

Und sie sagten zu Moische: Gibt es denn nicht genug Gräber in Mitzrayim, dass Du uns genommen hast hier in der Wüste zu sterben, was ist es das Du uns angetan hast, uns aus Mitzrayim hinauszuführen?

 

Sie sagten – sie haben nicht geschrieen.

Trotzdem ist es ein Vorwurf. Raschi schweigt.

Weshalb straft HaSchem sie hier überhaupt nicht, und schimpft auch nicht?

Weil ihre Angst ja real ist. Sie haben zwar nicht genügend Emuno und Bitoichen, einfach ruhig zu bleiben. Aber sie sind auch erst 7 Tage aus Mitzrayim heraus.

 

Malbim sagt: Sie haben zuerst Pharoi gesehen, mit einigen Begleitern. Das hat sie nicht gestört. Dann haben sie weiter geschaut (Augen erhoben) – und nun fürchteten sie sich. Nachdem das Anrufen HaSchems die Armee nicht stoppte, gingen sie zu Moische.

 

Nun könnte man meinen, sie hätten vielleicht einfach Moische gefragt, warum sie nicht in Mitzrayim schon den Aufstand machten und die Mitzrische Armee und Pharoi getötet – denn dort gab es genug Gräber für die im Kriege gefallenen..

Aber dem ist nicht so. Sie wollten lieber Sklaven in Armut sein, als zu sterben. Und daher warfen sie Moische vor, er habe für sie eine schlechte Wahl getroffen, dass sie jetzt hier umkämen.

 

שמות י"ד:י"ב

(יב) הֲלֹא־זֶ֣ה הַדָּבָ֗ר אֲשֶׁר֩ דִּבַּ֨רְנוּ אֵלֶ֤יךָ בְמִצְרַ֙יִם֙ לֵאמֹ֔ר חֲדַ֥ל מִמֶּ֖נּוּ וְנַֽעַבְדָ֣ה אֶת־מִצְרָ֑יִם כִּ֣י ט֥וֹב לָ֙נוּ֙ עֲבֹ֣ד אֶת־מִצְרַ֔יִם מִמֻּתֵ֖נוּ בַּמִּדְבָּֽר׃

Malbim:

מלבי"ם שמות י"ד:י"א

(יא) ויאמרו – יש עם אוהבים החפשיות שיבחרו יותר את המות משיהיו עבדים עובדים בפרך, ויש עם שטוב בעיניהם יותר חיי הבוז והעבדות מן המות, ויאמרו אל משה אם חשבת שטוב בעינינו יותר המות מן העבדות, למה הוצרכת להוציא אותנו שילחם עמנו במדבר ונמות שם במלחמה, הלא היינו יכולים למרוד בו ולהלחם אתו במצרים

Und sie sagten – es gibt ein Volk von Freiheitsliebenden, die eher stürben als in Armut und Knechtschaft zu leben, und es gibt welche, denen es lieber ist, ein Leben von Erniedrigung und Knechtschaft zu erleiden als zu sterben, und sie sagten zu Moische: Wenn Du denkst , dass es uns lieber wäre zu sterben als in Knechtschaft zu sein, warum musstest Du uns aus Mitzrayim herausführen, damit sie uns in der Wüste bekriegen, und wir dort des Kriegstods sterben, konnten wir denn nicht in Mitzrayim bleiben, und dort kämpfen?

והיה הורג אותנו שם, וכי מפני שבמצרים אין קברים לכן הוצאת אותנו שנמות פה ונמצא מקום קבר, הלא גם במצרים יש קברים, ולשון המבלי אין ר"ל שדבר זה שיאמרו שאין קברים במצרים הוא בלי, ודבר שאי אפשר לומר, וא"כ מה זאת עשית לנו להוציאנו ממצרים, וכ"ז על הצד שאנו רוצים יותר במות מן העבדות, אבל זה אינו אמת, כי,

(יב) הלא זה הדבר – הלא אנחנו אמרנו לך שטוב לנו עבוד את מצרים מן המות ואין אנחנו אוהבי החפשיות עד מות, וא"כ הרעות לנו שבחרת בעדנו המות מן העוני והעבדות:

Und sie hätten uns dort getötet. Und nur weil es in Mitzrayim keine Gräber gäbe, hast Du uns hinausgeführt damit wir hier stürben und unsere Gräber fänden. Gab es denn keine Gräber in Mitzrayim, und die Redewendung „hat ess denn keine ..“ meint zu sagen dass diese Sache „dass es keine Gräber gebe in Mitzrayim“ eben „nicht“ ist, heisst es gibt ja Gräber in Mitzrayim. Und es ist etwas das nicht ausgesprochen werden dürfte, und daher: Was hast Du uns angetan, uns aus Mitzrayim hinauszuführen, und all das, weil wir den Tod der Dienstbarkeit und Knechtschaft vorzögen. Und dem ist nicht so, denn in Vers 12 steht: ist dies nicht die Sache – Ist es nicht so, dass wir Dir sagten, es sei uns besser zu dienen in Knechtschaft als zu sterben? Und wenn dem so ist, so hast Du uns schlecht gedient mit Deiner Wahl für uns, lieber zu sterben als in Knechtschaft zu dienen.

 

Darauf antwortet Moische:

 

(יג) וַיֹּ֨אמֶר מֹשֶׁ֣ה אֶל־הָעָם֮ אַל־תִּירָ֒אוּ֒ הִֽתְיַצְּב֗וּ וּרְאוּ֙ אֶת־יְשׁוּעַ֣ת יְ־הֹוָ֔ה אֲשֶׁר־יַעֲשֶׂ֥ה לָכֶ֖ם הַיּ֑וֹם כִּ֗י אֲשֶׁ֨ר רְאִיתֶ֤ם אֶת־מִצְרַ֙יִם֙ הַיּ֔וֹם לֹ֥א תֹסִ֛פוּ לִרְאֹתָ֥ם ע֖וֹד עַד־עוֹלָֽם׃

Und Moische antwortete dem Volke: Fürchtet euch nicht, und steht, und seht die Rettung HaSchems, die er für Euch machten wird heute, denn so wie ihr heute Mitzrayim gesehen habt, werdet ihr sie niemals wieder sehen bis in alle Ewigkeit.

..antwortete dem Volke: Hat er nun zum Erev Rav gesprochen, oder zu den verängstigten Yisroels.

Von dem dass oben Kinder Yisroels steht, müsste man annehmen, dass hier auch Yisroel gemeint ist, einfach halt die verängstigten, die von ihrer Madreige absoluten Vertrauens etwas herabgesunken sind. Und so kann man auch die Weisen verstehen.

.. und steht – sagt OrHaChayim: Im Gebete zu HaSchem, so wie oben steht – und sie schrieen.

 

 

Moische sagt all das, während die riesige, bedrohliche Armee Mitzrayims immer näher kommt.

(יד) יְ־הֹוָ֖ה יִלָּחֵ֣ם לָכֶ֑ם וְאַתֶּ֖ם תַּחֲרִשֽׁוּן׃

Und HaSchem wird für euch Krieg führen, und ihr, schweigt!

Er steht also ruhig vor ihnen, und sagt: „Immer mit der Ruhe, alles wird gut“.

 

Ibn Esra sagt: Er sagt, dass die Generation der Knechtschaft, die jetzt aus Mitzrayim herauskam, nie das Kriegshandwerk lernten, und auch die Mentalität von Sklaven hatten, die sich vor ihren Herren fürchten. Daher konnten sie nicht gegen die Mitzrische Armee kämpfen. Er sagt, die Kinder Yisroels mussten erst zwei Generationen in der Wüste aufwachsen, um dann stark genug zu sein, um nach Eretz Yisroel hineinzukommen..

 

Der Ramban sagt: Dies ist ein Befehl, keine Versicherung. Es ist der Befehl, sich vollkommen von Mitzrayim zu lösen: Nicht mehr zu dienen ihren Götzen, ihren Traditionen, ihrem Essen, sich nicht mehr zu sehnen nach deren Wegen und Stegen, und dies alles nie mehr auch nur zu begehren.

Es ist also der Befehl, Mitzrayim mit all seinen Gewohnheiten, Traditionen, Aberglauben, Zaubereien, Verletzungen aus dem Yid herauszureissen, nachdem HaSchem die Yisroel physisch aus Mitzrayim herausgerissen hat.

 

Wir erleben heute Wunder von der gleichen Qualität

Vor diesem Hintergrund sieht man noch deutlicher, wie gross das Wunder von 1948, und alle folgenden bis heute waren und sind: Wir kamen aus den Öfen Auschwitz`s und besiegten riesige, von den Engländern bewaffente, ausgebildete und angeführte arabische Armeen!

Ich habe gehört von einem Marokkanischen Juden: Sein Grossvater war in den Panzereinheiten im Norden 1948. Sie standen gegen eine grosse und sehr überlegene arabische Einheit. Plötzlich schauten die Araber in den Himmel, stiegen wie Verrückte aus den Panzern und rannten davon, alles hinter sich lassend. Er schaute in den Himmel, und sah die Himmlischen Heerscharen, gelobt seien sie.

Eine weitere Geschichte von Alexander, im Namen von Rav Binyomin Zeev Barsilai sZ´l (Walter Bigeleisen): 1934 floh er nach Eretz Yisroel und änderte seinen Namen. Er war im Sinai 1956, und er war in einem Suchtrupp, der verlorene Soldaten suchte. Die Soldatengruppe kam aus eigener Kraft zu ihnen, und alle waren überrascht, und dies ist was die verlorenen Soldaten erzählten:

Sie waren verloren, und wussten nicht, in welche Richtung sie gehen mussten. Plötzlich sahen sie eine riesige weisse Figur, die ihnen mit den Händen bedeutete, auf sie zu zu gehen. Dies taten sie, und die Figur zog sich immer wieder weiter zurück, bis die Soldaten den Suchtrupp sahen. Dann verschwand die weisse Figur.

 

Es gibt auch aus den heutigen Kriegen zahlreiche Geschichten unserer Zaddikim, die gekommen sind, um ganze Dörfer oder einzelne Soldaten oder Einheiten vor dem sicheren Tod zu retten, und sie unbeschadet aus dem Krieg hervorgehen zu lassen.

 

Eine weitere Geschichte: der letzte gefallene Soldat, den man am 26. 1. 2025 aus Gaza aus einem Gräberfeld herausgeholt hat, hiess Ran Gvili.

Man musste 250 Gräber öffnen, bis man ihn fand. Im 250sten lag er. Die Gematria von Ran ist 250.

 

Wir leben in Wunder-vollen Zeiten.

 

Das Schilfmeer

Es folgen drei Verse, in denen HaSchem nochmals Moische befiehlt, seinen Stab zu erheben, und ihm nochmals genau erklärt, was als Nächstes geschehen wird.

ER sagt: ICH werde der Mitzrer Herzen verhärten, so dass sie wider alle Vernunft euch in Meer folgen werden, und dort werde ich sie richten und vernichten, jeden gemäss seinen Missetaten, mit genau bemessener Strafe.

Und dann werden die Kinder Yisroels wirklich frei sein, und erkennen, dass ICH für sie Krieg geführt habe.

 

Und erst jetzt kommt die Ausführung dieser Ankündigung:

 

שמות י"ד:י"ט

(יט) וַיִּסַּ֞ע מַלְאַ֣ךְ הָאֱ־לֹהִ֗ים הַהֹלֵךְ֙ לִפְנֵי֙ מַחֲנֵ֣ה יִשְׂרָאֵ֔ל וַיֵּ֖לֶךְ מֵאַחֲרֵיהֶ֑ם וַיִּסַּ֞ע עַמּ֤וּד הֶֽעָנָן֙ מִפְּנֵיהֶ֔ם וַֽיַּעֲמֹ֖ד מֵאַחֲרֵיהֶֽם׃

Und der Engel des HE-RRN, der vor dem Lager Yisroels herging, wandte sich und ging hinter sie, und die vor ihnen hergehende Wolkensäule stellte sich hinter sie.

(כ) וַיָּבֹ֞א בֵּ֣ין׀ מַחֲנֵ֣ה מִצְרַ֗יִם וּבֵין֙ מַחֲנֵ֣ה יִשְׂרָאֵ֔ל וַיְהִ֤י הֶֽעָנָן֙ וְהַחֹ֔שֶׁךְ וַיָּ֖אֶר אֶת־הַלָּ֑יְלָה וְלֹא־קָרַ֥ב זֶ֛ה אֶל־זֶ֖ה כׇּל־הַלָּֽיְלָה׃

Und sie gelangte zwischen das Lager von Mitzrayim und das Lager Yisroels, und es war die Wolke und die Finsternis, und die Nacht wurde erleuchtet, und die beiden näherten sich einander nicht die ganze Nacht.

 

Malach Ho-Eloikim der Engel des HE-RRN – sagt Mechilta de Rabbi Yischmoel: Es war der Aspekt des Gerichts präsent, und Yisroel wurden beurteilt, ob sie gerettet würden oder eben Mitzrayim ausgeliefert.

Die Beiden Wolken, die Tages- und die Feuersäule, wanderten zwischen die beiden Kriegsparteien, und es herrschte dort eine leuchtende Finsternis, die die Nacht erhellte. Welche Nacht? War die Wolke so gross, dass auch der Tag wurde, oder war es einfach Abend, und dann stand diese Wand die ganze Nacht zwischen ihnen?

Raschi sagt: Die Wolkensäule machte die Nacht auf Seiten Mitzrayims noch finsterer als finstere Nacht, und die Feuersäule erhellte auf Seiten Yisroels die Nacht, so dass man gut sehen konnte.

 

Gemäss den nächsten Versen ist es die Geologische Nacht. Die Sonne ist untergegangen.

 

Diese Wolke hat, gemäss Midrasch, die Pfeile und Geschütze und Speere der Mitzrer zurückgeworfen, und die Mitzrer nicht sich ihr nähern lassen.

 

Wie erreichte HaSchem, dass die Mitzrer Yisroel ins Meer folgten?

Oder: wie man eine gute Entscheidung trifft

HaSchem tat zwei Dinge:

Er „verhärtete/stärkte ihre Herzen“ – dies gab ihnen Kraft, ihre eigene Verblendung durch Rachegelüste, Machterhaltungstrieb und pure Gier aufrecht zu erhalten.

Er täuschte sie – Er liess die ganze Nacht einen „starken Ostwind“ wehen, und am Morgen spaltete ER dann das Meer. Auf diese Weise konnten die Mitzrer sich einreden, diese Teilung sei „natürlichen Ursprungs“, der Wind hätte dies bewerkstelligt.

 

 

 

Der unmögliche mögliche Wind

Nun ist hier zusätzlich noch zu bemerken, dass es sich wieder um einen in Ägypten geographisch und klimatologisch unmöglichen Wind handelte. In Ägypten gibt es keine starken Ostwinde, erst recht nicht am Meer, und erst recht nicht solche, die ein Meer gezielt auf seinem gesamten Querschnitt von Ufer zu Ufer sauber teilt.

Es gäbe allenfalls thermische Winde, die jedoch spätestens gegen Mitternacht abflauen.

 

Sehen, was man sehen will

Die Mitzrer hätten also, hätten sie Vernunft und Umsicht walten lassen, sofort erkennen müssen, dass hier etwas Ausserordentliches geschieht, und dass das potenziell fatal gefährlich ist.

Jedoch, durch ihre gestärkten Herzen konnten sie ihre eigenen Illusionen und Herzenswünsche nach Vernichtung der bösen, entwichenen Sklaven, und Rehabilitierung ihrer Machtposition gegenüber allen anderen Sklavenvölkern und der weiteren politischen Landschaft, aufrechterhalten.

Sie konnten dann eben den Wind als „naturwissenschaftliche Ausrede“ benützen, warum da alles natürlich und sicher sei.

 

Die Lehre daraus ist wiederum sehr klar:

Wenn ein Mensch vor irgendwelchen Entscheidungen steht; und erst recht, wenn dies wichtige, gar existenzielle sind, so muss er sein Äusserstes tun, sich von seinen Herzenswünschen, Trieben und Gefühlen zu distanzieren.

Er muss darum bitten, dass ihn HaSchem leitet, sich erst mal überhaupt klar zu werden, was seine Herzenswünsche wirklich sind.

Er muss darum bitten, dass ihn HaSchem leitet, die für die Entscheidung wichtigen Fakten und Umstände korrekt und gemäss der Wirklichkeit zu sehen und zu beurteilen.

Dann klare Ziele formulieren, die diese Herzenswünsche natürlich berücksichtigen, denn die sind es ja, die ihn überhaupt zur Entscheidung treiben.

Dann wird er, so ER will, mit SEINER Hilfe, eine gute Entscheidung herbeiführen.

 

 

Das Ende, das ein Anfang ist

 

In der Schiras HaYam, dem Lied am Schilfmeer, heisst es:

שמות ט"ו:ד'

(ד) מַרְכְּבֹ֥ת פַּרְעֹ֛ה וְחֵיל֖וֹ יָרָ֣ה בַיָּ֑ם  וּמִבְחַ֥ר שָֽׁלִשָׁ֖יו טֻבְּע֥וּ בְיַם־סֽוּף׃

Sage nicht Yam Suf, sondern Yoim Soif יַום־סֽוּף– der Letzte Tag.

Denn dies war der Allerletzte Tag, an dem der Fürst der Dunkelheit alleine auf der Welt bekannt war. Es ist das Ende der Alten Welt, wo HaSchem komplett verborgen war.

Die ist auch der 7. Tag des Auszugs aus Mitzrayim.

Maharal bringt in seiner Rede zum Schabbos HaGodoil den Midrasch, der sagt, dass zur Zeit des Pharoi die Schechino, die G0ettliche Präsenz, sich bis in den 7. Himmel zurückgezogen hatte, und die Welt in Finsternis lag. Dies bis die sieben Tzaddikim Avrohom, Yitzchock, Yisroel, Levi, Amram, Moische und Aharoin sie zurückholten in diese Welt.

Und hier ist nun der Zeitpunkt, an dem die Alte Herrschaft endgültig zerbrochen wird. HaSchem wird für die ganze Welt sichtbar.

 

Zeit – Ewigkeit - Kausalität

Am Ende der Parashas ha Mon steht:

שמות ט"ז:ל"ה

לה) וּבְנֵ֣י יִשְׂרָאֵ֗ל אָֽכְל֤וּ אֶת־הַמָּן֙ אַרְבָּעִ֣ים שָׁנָ֔ה עַד־בֹּאָ֖ם אֶל־אֶ֣רֶץ נוֹשָׁ֑בֶת אֶת־הַמָּן֙ אָֽכְל֔וּ עַד־בֹּאָ֕ם אֶל־קְצֵ֖ה אֶ֥רֶץ כְּנָֽעַן׃

 

Und die Kinder Yisroels assen das Mon 40 Jahre, bis sie zum Land ihrer Ruhe kamen, das Mon assen sie bis sie zur Grenze Knaans gelangten.

 

Dieser Posuk ist komplett ausserhalb der Ordnung der Dinge. Was heisst hier 40 Jahre? Der Plan ist doch: 40 Tage bis Berg Sinai, Torah erhalten, und noch 11 Tage bis ins Land Yisroel! Oder nicht?!?

Wir wissen an diesem Punkt noch nichts von Sünden, nicht Goldenes Kalb, nicht Meraglim (Spione). Wenn überhaupt, müsste dieser Posuk unmittelbar nach dem Urteil wegen der Spione stehen. Zwei Bücher weiter hinten!

Und ich finde einfach keine Antwort darauf. Es interessiert niemanden.

Man sagt einfach: „es gibt kein Früh und Spät in der Toire“. Das ist aber für Ramban an anderen Stellen ganz und garnicht so klar, ganz speziell in Schemois, mit dem Cheis Ho Eigel!!

 

Es stellt sich hier sonst die schwierige Frage von Masal und freier Wahl wieder. Wenn hier schon klar ist, dass die Kinder Yisroels 40 Jahre in der Wüste wandern müssen, wozu muss dann als Folge der Sünde der Spione eine ganze Generation in der Wüste sterben? Ist das dann wirklich eine Folge einer Sünde, oder wie sieht das aus?

 

In dieser Parsche haben wir noch einen weiteren so widersprüchlichen Posuk, nämlich bei Schiras Ha Yam, dem Lied beim Schilfmeer.

Dort heisst es:

שמות ט"ו:א'

 אָ֣ז יָשִֽׁיר־מֹשֶׁה֩ וּבְנֵ֨י יִשְׂרָאֵ֜ל אֶת־הַשִּׁירָ֤ה הַזֹּאת֙ לַֽיי” וַיֹּאמְר֖וּ לֵאמֹ֑ר  אָשִׁ֤ירָה לַֽיהֹוָה֙ כִּֽי־גָאֹ֣ה גָּאָ֔ה  ס֥וּס וְרֹכְב֖וֹ רָמָ֥ה בַיָּֽם׃

Und dann wird Mosche mit den Kindern Yisroels dieses Lied singen für HaSchem, und sie sprachen, sagend: Lass mich singen dem Ewigen denn gross ist seine Grösse, Pferd und Reiter versank im Meer.

Hier sind die Zeiten vollkommen durcheinander.

Es gibt viele Kommentare dazu.

Der Grundgedanke der bleibt: In diesem Moment waren die Kinder Yisroels auf einer geistigen Stufe, auf der sie die Zeit transzendieren und das Ganze, von Anfang bis Ende, überblickten. Und sie sahen und wussten, dass sie in Zukunft genau wie jetzt singen würden über Ereignisse, die gleich oder noch grösser sind als die Spaltung des Schilfmeeres. Sie sahen alle Einzelereignisse aller Zeiten gefügt zu einem Ganzen Gesamtkunstwerk.

Und hier liegt vielleicht ein Schlüssel zum vorherigen Posuk.

Der Posuk steht vielleicht wirklich hier, um uns zu ermahnen dass wir, selbst wenn wir zwischenzeitlich grosse geistige Höhen erklimmen können, immer noch die Arbeit des Ganzen machen müssen, und in die Niederungen unserer noch nicht verfeinerten, erhobenen Eigenschaften herabsteigen, und diese bearbeiten müssen.

Es bleibt aber inzwischen ein unbefriedigendes Gefühl, diesen oberen Posuk einfach nicht wirklich verstehen zu können.

 

Alexander fragt:

שמות י"ז:ו'

(ו) הִנְנִ֣י עֹמֵד֩ לְפָנֶ֨יךָ שָּׁ֥ם ׀ עַֽל־הַצּוּר֮ בְּחֹרֵב֒ וְהִכִּ֣יתָ בַצּ֗וּר וְיָצְא֥וּ מִמֶּ֛נּוּ מַ֖יִם וְשָׁתָ֣ה הָעָ֑ם וַיַּ֤עַשׂ כֵּן֙ מֹשֶׁ֔ה לְעֵינֵ֖י זִקְנֵ֥י יִשְׂרָאֵֽל׃

Sie sind doch in Refidim, woher kommt plötzlich Choirev??

Or HaChayim: die Schechina ist auf dem choirev, entsprechend dem Posuk:

שמות ל"ג:כ"א

כא) וַיֹּ֣אמֶר יְהֹוָ֔ה הִנֵּ֥ה מָק֖וֹם אִתִּ֑י וְנִצַּבְתָּ֖ עַל־הַצּֽוּר׃

Hier HaZur, und dort HaZur. Der gleiche Fels?

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