Schemois
Contents
Die Stufen der Schöpfung in Schemois:
Netzi´v Einleitung zu Schemois
1.. und Joisef war schon in Mitzrayim.
Rabbeinu Bachye – starben sie am
Geburtstag????
Frage: warum müssen die Sklaven krieg führen, und dann davonlaufen?
Was ist denn das für ein Zeichen, das in
der Zukunft liegt?
Ist G0tt auf Moisches Zustimmung
angewiesen?
Moische und Aharoin und der Kindersegen
Einleitung
Die Heilige Toire
ist in fünf Bücher aufgeteilt. Sie ist der Bauplan der Welt, dieser und der
Nächsten. Jedoch handelt sie vordergründig fast gänzlicher Weise von dieser Welt der Nebel, in
denen das Gesicht der Schechino, die Präsenz HaSchems, ihres alleinigen
Schöpfers, verborgen ist und nur zwischen den Schwaden hier und da hervorblinkt,
wie die Sonne, die ab und an durch Nebelschwaden sichtbar wird.
Nur wenn ein
Mensch sich tief einlässt, und die Toire auch lebt, eröffnen sich ihm mit der
Zeit die Höheren Welten und Wahrheiten.
Diese momentane
Welt, in der wir leben, ist ein Resultat unserer und unserer Väter und Urahnen
Taten und Gedanken. Sie ist nur die Einleitung zur Nächsten Welt, in welcher
der Himmel klar und die Sonne der Schechino jederzeit komplett unverhüllt
scheinen wird.
Und so haben wir für
alle Zeiten das Heilige Buch der Fünfheit:
1.
Die Schöpfung der Welt und ihre Ewigkeit
2.
Die Schöpfung des Zeugenvolkes der Kinder Yisroels,
und seine Verankerung in dieser Welt und in der Nächsten Welt.
3.
Die Anweisungen für das die Kinder Yisroels, wie sie
in dieser Welt zu dienen haben.
4.
Die Verankerung der neuen Lebensweise im Volke
Yisroel: Zwei Generationen sitzen und lernen, unter für die ganze Welt sichtbarer,
durch HaSchem vollkommener Rundum-Versorgung.
5.
Die Wiederholung alles Gelernten, bevor man zur
Tat schreitet, im Heiligen Lande das Heilige Leben zu leben.
Das Erste Buch:
Die Schöpfung und der Menschheits-Ursprung. Und die Entfremdung der Menschheit
von ihrem Schöpfer, bis zur fast gänzlichen Vernichtung.
Drei Chancen gab
der Schöpfer der Menscheit, IHN anzuerkennen und dadurch den ursprünglichen
Schöpfungszustand wieder herzustellen:
Zehn Generationen
von Odom dem Ersten bis Noiach.
Zehn Generationen
von Noiach bis zur Generation des Babelturms, die Avrohom miterlebte.
Und nichts half.
Sechs weitere
Generationen bis zum Berg Sinai und der Gabe der Toire an das Heilige Volk
Yisroel.
Das zweite Buch, wie
die zweite Windung in der Spirale:
Die Heilige
Präsenz des Schöpferg0ttes wird nun deutlicher. Sie wird für die gesamte
Menschheit sichtbar in SEINEM speziell geschaffenen Botschafter- und Hütervolke
eingepflanzt bis in alle Ewigkeit exisiteren.
So kommt also dies
Neue Volk, das nicht unter den Ursprünglichen 70 ist, die in Babel gegründet
wurden.
Diese 70 Völker
erhalten je einen Engel, der ihre Geschicke lenkt und ihnen die von HaSchem
zugewiesenen Schicksale durchlebt.
Das Volk der
Kinder Avrohoms, Yitzchocks und Yaakoivs hat erst mal kein Land, und auch
keinen eigenen Schutzengel. Es hängt direkt vom Schöpfer ab.
Es lebt vom Versprechen
des Landes, und vom Gesetzbuch, das ihm gegeben, für alle Menschen zum Zeugnis.
Und so ist das
Zweite Buch nun recht eigentlich die Schöpfung einer Neuen Welt, in der die
Präsenz des HEILIGEN, gelobt sei ER und gelobt sein NAME, nicht mehr zu leugnen
ist.
Denn ER ist
festgeschrieben in der Heiligen Toire, und in SEINEM Volke Yisroel, dessen
Formung, Geburt und Einsetzung in diesem Buche vollendet wird. Siehe dazu
Netzi´v unten.
Anders als in den
vorgehenden Zyklen, wo nur jeweils einige wenige Vereinzelte das Wissen und die
Lebensweise der heiligen Toire trugen (Odom – Lemech – Chanoich – Noiach –
Schem – Eber – Avrohom – Yitzchok – Yaakoiv) wird nun ein Volk von
Hunderttausenden (genauer: Mindestens 600´000) die Wahrheit, Wirklichkeit und
Grösse HaSchems in dieser Welt repräsentieren und verbreiten.
Zur Zahl 600´000
werde ich, so G´tt will, nächstes Jahr niederschreiben. Inzwischen gibt es
einen wunderbaren Schiur von Rav Michoel Mosbacher: https://www2.kolhalashon.com/en/regularSite/playShiur/42243867/-1/0/false
Und so sehen wir
in diesem Buche Schemois alle Grundlagen der Welt und ihres Verhaltens. Wir
sehen die Guten Kräfte und die Bösen Kräfte, und deren jeweilige Grundlagen,
Denkmuster und Verhaltensweisen. Das Buch ist die Urform all dessen, was wir
Generation nach Generation erleben, bis zum Ende der Zeiten dieser Ersten
Nebelwelt, bis zu dem Zeitpunkt, da die Sonne der Erlösenden Erkenntnis des
EWIGEN SCH0EPFERG0TTES endgültig und ewig den Klaren Himmel und die dennzumal
durchleuchtete Erde der Kommenden Welt erleuchten wird.
Die
Stufen der Schöpfung in Schemois:
Die Familie, die
Urwurzel des Volkes, ist nun schon in Mitzrayim, dem Glutofen seiner
Entstehung, eingesetzt.
Ein Neuer König
erscheint: Der Vertreter des Bösen, der Leugnung HaSchems und SEINES Königtums.
Der Fürst der Zauberei und Finsternis erhebt sich und beginnt seinen Krieg
gegen die Entstehung der Träger der Wahrheit.
Er versucht mit
allen Mitteln, das Volk zu vernichten – Körperlichen und Geistigen. Zauberei
und rohe Gewalt, Psychoterror, Umerziehung, Sklaverei, Unterdrückung,
Peinigung. Nichts hilft.
Das Volk wächst
und wächst, und der selbsternannte Zaubererkönig und Räuberhauptmann ist
machtlos dagegen.
Seine Zauberer
und Berater sehen durch den Nebel ihrer eigenen Fantasien Fetzen von Wahrheit,
die sie jedoch eben falsch, durch ihre eigenen Begierden verbogen, deuten: Sie
sehen schlussendlich nur die Gespenster ihrer eigenen Vorstellungen, dessen,
was sie vor sich hin stellen und ihnen die klare Sicht auf die Wahre Welt
HaSchems verstellt.
Und daher, was
immer der Pharoi auch tut, HaSchem wendet es zum unvermeidbaren Ende hin, das
zum Guten SEINES Volkes ist.
ER, geheiligt sei
ER und sein NAME, zeigt dem Pharoi und seinen Getreuen in zehn Schritten, in
zehn schrecklichen Plagen, dass ER die gesamte Realität, die uns bekannte, und
die uns unbekannte, geschaffen hat, weiter schafft, erhält und jederzeit
kontrolliert.
Und so ziehen die
Kinder Yisroels, einst eine Familie von 70 Seelen, als Volk von vielen
Millionen aus Mitzrayim aus, ein Zug von mehr als 20 km Länge, mit Wagen und
Lasttieren, schwer mit Menschen und Reichtümern.
Und sie ziehen
von Dannen nicht ohne schwere Verluste: Die grosse Mehrheit ihrer Nachkommen
ist den Verlockungen und Sirenen, den Illusionisten und Vorgauklern von Reichtum,
Sicherheit und Bequemlichkeit erlegen. Sie verbleiben in Mitzrayim und kommen
dort zu Schanden. Als Warnung für alle kommenden Generationen vor den tödlichen
Fängen der Verlockungen der Götzendiener.
Und wohin ziehen jene,
die sich retten konnten? In eine absolut lebensfeindliche Wüste, in den vermeindlich
sicheren Tod!!
Millionen
Menschen ziehen auf dem Trockenen durchs Meer, durch eine von Raubfischen,
Walen, Krebsen, Kleinfischen und milliarden Pflanzenwesen bewohnte
Salzwasserwüste, hindurch, in eine
weglose, wasserlose, trockene Welt von Fels, Sand, Staub und Sträuchern, von Geiern,
Adlern, Schlangen, Skorpionen, Löwen und Schakalen.
Alle die
dabeistehen und zusehen sagen: Total verrückt! Vollkommen von Sinnen.
Und dort wird
dieses Volk vom König Der Welt persönlich mit Wasser aus der Erde und Brot vom
Himmel versorgt.
In der bisherigen, normalen Welt, kommt Wasser
vom Himmel und Brot wächst aus der Erde. Aber für dieses, SEIN Volk, lässt der
Schöpfer das Wasser aus der Erde kommen, und Brot und Fleisch vom Himmel
fallen.
Sieben Wolken
hüllen es ein, ebnen ihm den Weg, vertreiben alle wilden Tiere, kühlen, waschen
die Kleider, schützen vor der stechenden Sonne und beschleunigen ihre Reise, wo
dies vonnöten ist.
Dies allein
sollte schon reichen, um die gesamte Menschheit zur Einkehr zu bewegen. Jedoch,
die Bosheit ist so tief im Menschen verankert, dass es nicht geschieht. Im
Gegenteil. Die Menschen wehren sich nur um so mehr dagegen, ihren Schöpfer zum
König zu erheben. Sie sind wie kleine Kinder. Sie wollen „Selber gross sein,
selber Gott sein, den Götzlichen Funken in sich entdecken, usw. Usf.“.
Am Berge Sinai
dann entfalten sich dramatische Szenen, G0tt spricht mit Millionen, Moische
wird per Vertrag, der von beiden Seiten Gegengezeichnet wird, zum Ewigen
Propheten und Bringer der Heiligen Toire eingesetzt.
Es folgen epische
Kriege von Gut und Böse innerhalb des Volks, bis dass schlussendlich durch die
Kraft der Vergebung und Verzeihung das Volk Yisroel die Heilige Toire empfangen
und den ersten mobilen Tempel, den Mischkan, bauen und einweihen kann.
Und
schlussendlich dann senkt sich die Schechino herab und nimmt Wohnsitz im
Mischkan, und so werden Benei Yisroel zum Volke Yisroel, zum befreiten, ewigen,
heiligen Halter und Hüter der G0ettlichen Präsenz auf Erden.
Hier finden wir
nun auch einen grundlegenden Widerspruch zwischen zwei unserer grössten Weisen
der letzten 2000 Jahre, dem Ramba´n und dem Rasch´i.
Raschi sagt, der
Mischkan, das temporäre, auf Sand gebaute, faltbare Konstrukt ist eben genau
das: Temporär, immer unterwegs, voller Unrast und vorläufig. Der endgültige
Grosse Tempel, der ewig stehen wird, muss erst noch kommen in der Zukunft.
Er hätte durch
Moische auf Felsen und aus Stein gebaut werden können, hätte nicht die Böse
Kraft in Yisroel einen Wirkungsort finden können, und so immer wieder die
direkte Entwicklung hin zur Kommenden Welt ablenken können.
Ramban jedoch ist
anderer Meinung und sagt: Mit dem Mischkan und seiner Einweihung fand die
endgültige Geula, die Befreiung, statt, und der Mischkan ist ein 100% Erfolg.
Was wir mit absoluter Sicherheit wissen: Wir sind immer noch da! Und diese
Tatsache alleine zeigt, dass wir bei HaSchem immer noch Gnade finden, denn
sonst – hätte er die Schöpfung schon lange wieder auf Toihu va Boihu, auf den
Zustand von Ur-Materie vor der Entstehung von Geschöpfen, zurückgestellt.
Wir sind also immer noch auf dem Weg zur Kommenden Welt, die, B`H,
hoffentlich in unseren Tagen erlangt wird.
Netzi´v
Einleitung zu Schemois
Und die
Folgerung: Joisef der Zaddik hat die Welt neu erschaffen!
Dieses Buch,
benannten unsere Weisen des Midrasch „das Buch der Namen – Seifer Schemois“,
wie in Bereischis Rabba 3:5 steht: Und es ward Licht, dies ist das Seifer
Schemois usw..- Und so an vielen Orten. Und der Ramba´n hat das Buch an seinem
Ende „das Buch der Befreiung“ genannt. Und unser Lehrer Rabbeinun BeHaG nennt
es am Ende seines Buches „das zweite Buch“. Denn es gibt 5 Bücher der Toire:
Bereischis (im Anfang), und der Fünfe Zweites, und das Buch der Priester, und
der Fünfe Musterung/Einsetzung, und die Wiederholungen/Erklärungen der Toire. Und
mein verehrter Lehrer gesegneten Andenkens , der uns Bino/Wissen gegeben hat,
dass dieses Buch nicht ohne Grund so genannt wird -und eigentlich müsste man
alle Bücher nur mit ihrer Nummer nennen (Erstes, zweites,..)- oder Der Fünfe
Namen, oder beim Kernthema, dem Auszug aus Mitzrayim oder das Geben der Toire,
wie das Buch Bamidbar auch „das Buch der Einsetzung“ genannt wird. Und wie ich
geschrieben habe am Orte dort die Gründe nennend. Sondern wir lernen dass
dieses Buch einzig deshalb das auf die erste Schöpfungsgeschichte folgende ist
weil es recht eigentlich der zweite, fortsetzende Teil dieses ersten
Schöpfungsbuches darstellt. Wie das? In diesem Buche wird die Ordnung der
Schöpfung abgeschlossen. Und wie unsere Weisen sagen in Bereischis Rabba 1:6 –
Bereischis – Für Yisroel, die Reischis (Erste) genannt werden. Erklärung: Das
Ziel der Welt ist überhaupt, dass ein Volk entstehe, das „Teil HaSchems – sein
Volk“ sei (Devorim 32:9). (Und dies kommt nicht zur Vollendung, bis Yisroel aus
Mitzrayim heraus gezogen ist, und sie ihrer Bestimmung zugeführt wurden, dass
sie bereit und fähig seien, das Licht für die Völker zu sein. Sie zu errichten
gegründet auf dem Wissen des G0ttes der Welt, und wie wir ergründeten im
Verlaufe des Buches (Schemois 12:51) auf den Posuk „HaSchem brachte Yosroel
heraus ...mit ihrer Bestimmung/ Heeresgruppen.“
Und dies ist das Endziel der Schöpfung, die gänzlich zum Ruhme HaSchems
geschaffen ist, wie geschrieben steht in Yeschayahu 33:7:
(ז) כֹּ֚ל
הַנִּקְרָ֣א בִשְׁמִ֔י וְלִכְבוֹדִ֖י בְּרָאתִ֑יו יְצַרְתִּ֖יו אַף־עֲשִׂיתִֽיו׃
Jeder der bei meinem Namen genannt wird, den schaffe ich/habe ich
geschaffen/werde ihn schaffen, forme/habe/werde
ich formen, auch mache/habe/werde ich ihn (zu jemandem)machen.
Anmerkung:
Dies ist ein vieldeutiger Text, der uns in die tiefsten Geheimnisse der
Schöpfung und Zeit führt. Der Freie Wille des Menschen ist es, der alles bewegt:
Der Mensch muss sich so bemühen, dass Andere ihn einen „Mann G0ttes“
nennen, der HaSchem Ehre bereitet. DANN wird HaSchem ihn geschaffen, geformt
und zu einem Manne gemacht haben, oder eben machen, oder in der Zukunft machen.
Wir sehen hier dass die ambivalente Zeitform der Formulierung uns eben
darauf hinweist, dass in der Kommenden Welt, oder überhaupt in der
Gesamtschöpfung, Zeit nicht so funktionieren kann wie wir sie hier erleben. Es
ist alles gleichzeitig vorhanden: Der Mensch mit seinem freien Willen bewegt in
dieser Zeitgebundenen Wirklichkeit Energien, Dinge, Gedanken. Und aus der
Ewigen Perspektive kommen dann Ereignisse und Dinge zu Stande auf dieser Welt.
Aber sie waren ja immer schon da!
Das ist für uns in unserem Zustand kaum fassbar.
/ende Erklärung Yeschayahu
(Wie ich geschrieben habe im Seifer Bamidbar paraschas Schelach über den
Posuk „Und so wahr ich lebe, und die EHRE HaSchems wird erfüllen... usw“
(Bamidbar 14:21)) Kommt heraus dass der Auszug aus Mitzrayim den Abschuss der
Schöpfung darstellt, oder die Gabe der Toire, wie weiterhin tiefer erklärt wird
(Bereischis Raba1: „ Bereischis – im Verdienste der Toire, die auch „die Erste“
genannt wird“.
פתיחה לספר שמותזה הספר נקרא בפי בעלי המדרש ׳ספר שמות׳, כדאיתא בבראשית רבה (ג,ה) ״ויהי אור״ נגד ספר שמות וכו׳, וכן בהרבה מקומות. והרמב״ן בסוף הספר
קראו ׳ספר הגאולה׳. זולת רבינו הבה״ג בסוף ספרו הקדוש יקראהו ׳ספר שני׳, דקחשיב חמשה חומשי תורה: ספר בראשית, וחומש שני, וספר כהנים, וחומש הפקודים, ומשנה תורה. ושותא דמרן זצ״ל ניתן ללמדנו בינה, שלא בחנם שינה השם בזה הספר, והיה לרבינו לקרוא כולם במספר — ׳חומש שני׳, ׳שלישי׳ וכו׳, או ׳חומש שמות׳, או על הענין המסוים שבו כמו יציאת מצרים או מתן תורה, כמו שקורא ספר במדבר ׳ספר הפקודים׳, וכמו שכתבתי במקומו הטעם.אלא בא ללמדנו דזה הספר ביחוד הוא שני לספר
ראשית הבריאה, כי הוא חלק שני מזה הספר, היינו — בו נגמר סדר הבריאה. וכמאמרם ז״ל (ב״ר א,ו): ״ ׳בראשית׳ — בשביל ישראל שנקראו ראשית״. פירוש: תכלית העולם בכלל הוא שתהא אומה אחת ״חלק ה׳
עמו״ (דברים לב ט), וזה לא נשלם עד שיצאו ישראל ממצרים ובאו לתכליתם
שיהיו ראוים להיות לאור גוים, להעמידם על ידיעת אלהי עולם, וכמו שביארנו בגוף הספר (להלן יב,נא), על הפסוק ״הוציא ה׳ את בני ישראל... על צבאותם״. וזוהי תכלית הבריאה
שנבראה לכבודו יתברך, כמו שכתוב: ״כל הנקרא בשמי ולכבודי בראתיו וגו׳ ״ (ישעיהו מג,ז), כמו שכתבתי בספר במדבר פרשת שלח על הפסוק ״ואולם חי אני, וימלא כבוד ה׳ וגו׳ ״ (במדבר יד,כא).נמצא דיציאת מצרים היתה גמר הבריאה, או מתן תורה, כמבואר עוד ברבה (בראשית רבה א):
Und wir sehen daher: was in Maseches Avoida Sara 3a steht: “und es war
Abend, und es war Morgen, der sechste Tag” (Bereischis 1;31) lehrt uns, dass
HaSchem mit der Schöpfung sich ausbedungen hat: Wenn Bnei Yisroel die Toire
annehmen, gut. Wenn nicht, werde ich Euch auf Toihu va Voihu (Stufe von
Materie, Licht, Dunkel und chemischen Grundelementen, jedoch vor der Entstehung
konkreter lebender oder unbelebter Strukturen) zurücksetzen. Folgt daraus, dass
die Gabe der Toire die Schöpfung vervollkommnet/abschliesst.
Und daher auch der Auszug aus Mitzrayim, denn dann waren Yisroel bereit, die
Toire zu empfangen, und die Schöpfung abzurunden, und dadurch zum Endziel ihrer
Formung zu gelangen.
(anm: Wir sehen hier wieder, wie zentral Joisef für die Schöpfung als
Ganzes ist. Mit ihm beginnt das Exil in Mitzrayim und die Formung des Heiligen
Volkes, und mit ihm wird sie abgeschlossen, denn ohne seine Gebeine hätte sich
das Meer nicht geteilt – siehe Paraschas Beschallach, Schemois 13:18-19 sowie
14:16 und Midrasch Rabba darauf).
Und daher: Ohne Joisef – keine Benei Yisroel, keine Toire, keine Welt.
Und siehe, dies ist für das Volk HaSchems wie Allgemeinwissen und einfache
Eigenschaften der Lehre des Menschen, der, obwohl er nicht zur Vollkommenheit
gelangt ist, bis sehr viel Zeit verstrichen ist nach der Schöpfung von Himmel
und Erde; und auch jetzt gibt es viele Menschen, die nicht auf diese Stufe
gelangt sind, trotzdem ist die Sache bei allen Völkern bekannt: dasss nur dies
das Endziel der Menscheihtsentwicklung ist.
Und so haben wir zu glauben, dass, obwohl die Toire und ihre Gesetze erst
nach dem Auszug aus Mitzrayim gegeben wurden, auch jetzt es noch viele gibt in
Yisroel, die nicht zum Lernen der Toire gelangt sind. Trotzdem kann nur die
Toire das Endziel der Entwicklung Yisroels sein, die ja geschaffen wurden „zur
schaffung des Volkes zum Lichte der Völker“ (Yeschayahu 42:6.)
Und so folgt, dass das Seifer Schemois – das Buch der Namen – recht
eigentlich „das zweite Buch“ des Ersten ist, denn sie sind wie eine
Einheit. Und darin enthalten sind zwei Kapitel des Buches der Schöpfung.
״ ׳בראשית׳ — בזכות התורה שנקראת ראשית״, והיינו כדאיתא במסכת עבודה זרה (ג,א): ״ ׳ויהי ערב
ויהי בקר יום הששי׳ (בראשית א,לא) — מלמד שהתנה הקב״ה עם מעשה בראשית: אם מקבלין ישראל את התורה מוטב, ואם לאו אני אחזיר אתכם לתוהו ובוהו״. נמצא דמתן תורה הוא גמר הבריאה, והיינו הך דיציאת מצרים, שאז היו ראויים ישראל לקבל התורה ולהשלים הבריאה ולבא בזה
לתכלית יצירתם. והרי זה אצל עם ה׳ כמו דעת אנושי ומדות ישרות של
תורת האדם, אשר אף על גב שלא הגיעה תבל ומלואה לזו השלמות
עד אחר זמן רב אחר בריאת שמים וארץ, וגם כיום יש הרבה בני אדם שלא הגיעו לזו המעלה, מכל מקום הדבר מושכל גם לאומות העולם דרק זה היא תכלית מעלת
האדם. וכך יש לנו להאמין, דאף על גב שלא ניתנה התורה וחוקותיה עד אחר יציאת מצרים, וגם עתה יש הרבה מישראל שלא הגיעו לדעת תורה, מכל מקום רק התורה היא תכלית מעלת ישראל, שנוצרו ״לברית עם לאור גוים״ (ישעיהו מב,ו). נמצא דספר שמות הוא ׳ספר שני׳ להראשון, כמו שהמה ענין אחד. ובו שני חלקים של ספר הבריאה.
Schemois
Die erste Parsche
im Buch trägt seinen Namen, und ist sehr, sehr umfangreich. Sie umfasst einen
Zeitraum von 200 Jahren.
1.
Es beginnt mit dem Einwandern nach Mitzrayim, und
das temporäre Niederlassen, das eben fast zu einem Permanenten wurde.
2.
Dann kommt als Erstes der Generationenwechsel: Die
Stammväter der Stämme gehen dahin.
3.
Und es kommt „ ein neuer König, der Joisef nicht
kannte“.
4.
Es beginnt die Sklaverei, und Moische wird
geboren.
5.
Moische wächst auf, flieht nach Midion.
6.
Er heiratet Zipoira die Tochter Jethrois, des
Grossen Hohepriesters aller Götzen.
7.
Moische erhält auf dem Berg Sinai beim Dornbusch
seinen Lebensauftrag. Dies ist ein langer Prozess, denn Moische will diese
Aufgabe nicht, er ist zu bescheiden dafür.
8.
Er kehrt zurück nach Mitzrayim, und auf dem Weg
muss er notfallmässig seinen Sohn beschneiden.
9.
Moische trifft sich mit Aharoin, und sie beide
machen die Zeichen und Wunder und überzeugen die Yiden.
10.
Er kommt vor Pharoi und erreicht – scheinbar das
Gegenteil der Befreiung
11.
Die Ältesten und Schoitrim schreien auf, und
Moische kommt vor HaSchem und beklagt sich.
1.. und
Joisef war schon in Mitzrayim.
(א
וְאֵ֗לֶּה
שְׁמוֹת֙ בְּנֵ֣י יִשְׂרָאֵ֔ל הַבָּאִ֖ים מִצְרָ֑יְמָה אֵ֣ת יַעֲקֹ֔ב אִ֥ישׁ
וּבֵית֖וֹ בָּֽאוּ׃
Und Dies sind die Namen der
Söhne Yisroels, die nach Mitzrayim gekommen — mit Yaakoiv waren sie gekommen,
jeglicher mit seinem Hause:
Wieso fängt
dieses neue Buch mit einer Präposition an, mit einem „Und“?
Wie in der
Einleitung schon beschrieben, ist das Buch der Namen eigentlich der zweite Teil
der Schöpfungsgeschichte.
Raschi sagt, sie
seien dem Eibischten so lieb wie die Sterne, von denen jeder gezählt wird und
einen Namen hat.
Ramban macht eine
Textparallele aus: Und dies sind die Namen der Söhne Yisroels, ....
Und er schliesst
daraus, dass eben HaSchem in diesem neuen Buch die Geschichte von ihrem Anfang
nehmen will, heisst von dem Moment, als sie nach Mitzrayim kamen.
Dies zeigt einmal
mehr, dass eben Schemois mit Bereischis als eine gemeinsame Geschichte zu sehen
ist.
שמות א':ב'
(ב) רְאוּבֵ֣ן שִׁמְע֔וֹן לֵוִ֖י וִיהוּדָֽה׃
(ג) יִשָּׂשכָ֥ר זְבוּלֻ֖ן וּבִנְיָמִֽן׃
(ד) דָּ֥ן וְנַפְתָּלִ֖י
גָּ֥ד וְאָשֵֽׁר׃
Warum zuerst die Söhne Leahs – Die der weniger geliebten zuerst.
Dann die Söhne, die aufgrund des Ereignisses mit den Dudaim geboren wurden,
und Binyomin ist Sohn Rachels. Das sind die Hauptfrauen.
Drittens kommen dann die Söhne der Nebenfrauen.
רש"י שמות א':א'
א) ואלה שמות בני ישראל
– אף על פי שמנאן בחייהם בשמותם (בראשית מ"ו:ח'-כ"ז), חזר ומנאן אחר מיתתן,
להודיע חיבתן, שנימשלו ככוכבים, שמוציאן במספר ומכניסן במספר ובשמותם, שנאמר: המוציא
במספר צבאם לכולם בשם יקרא (ישעיהו מ':כ"ו).
שמות א':ה'
(ה) וַֽיְהִ֗י כׇּל־נֶ֛פֶשׁ יֹצְאֵ֥י
יֶֽרֶךְ־יַעֲקֹ֖ב שִׁבְעִ֣ים נָ֑פֶשׁ וְיוֹסֵ֖ף הָיָ֥ה בְמִצְרָֽיִם׃
(ו) וַיָּ֤מׇת יוֹסֵף֙ וְכׇל־אֶחָ֔יו
וְכֹ֖ל הַדּ֥וֹר הַהֽוּא׃
(5) Es waren alle, die von Yaakoiv
abstammten, siebzig Seelen, mit Josef, der in Mitzrayim war.
Warum steht hier
Joisef war schon in Mitzrayim am Schluss? Sagt Raschi: Weil Joisef ein Zaddik
war. Er war unverändert er, Joisef, egal was mit ihm geschah: Ob Sohn Yaakoivs
der Schafhirte, ob der Erstgeborene Rochels mit Privilegien, verkauft als
Knecht, Sklave, Gefangener im Kerker oder Vitzekönig: Er war immer einfach
Joisef. Nichts konnte ihn korrumpieren.
שמות א':ו'
(ו) וַיָּ֤מׇת יוֹסֵף֙ וְכׇל־אֶחָ֔יו
וְכֹ֖ל הַדּ֥וֹר הַהֽוּא׃
ר' בחיי שמות א':ו'
ו) וימת יוסף וכל אחיו וכל הדור ההוא
–
ראובן נולד בי"ד בכסלו ומת בן קכ"ה
שנים,
שמעון נולד בכ"א טבת ומת בן ק"כ
שנים.
לוי נולד בי"ו בניסן ומת בן קל"ז
שנים,
יהודה נולד בט"ו בסיון ומת בן קי"ט
שנים,
דן נולד ט' אלול ומת בן קכ"ה שנים,
נפתלי נולד ה' בתשרי ומת בן קל"ג
שנה,
גד נולד י' במרחשון ומת בן קכ"ה שנה,
אשר נולד כ' בשבט ומת בן קכ"ג שנים,
יששכר נולד י' באב ומת בן קכ"ב שנה,
זבולן נולד ז' בתשרי ומת בן קי"ד
שנה,
יוסף נולד אחד בתמוז ומת בן ק"י שנה,
בנימן נולד י"א במרחשון ומת בן ק"ט
שנה,
באדר ובאייר לא נולדו נשתיירו לאפרים ולמנשה,
מצאתי במדרש תדשא.
וימת יוסף וכל אחיו וכל הדור
ההוא – דרשו רז"ל אע"פ שמת יוסף אלהיהם קיים שנאמר וימת יוסף, וסמיך
ליה ובני ישראל פרו וישרצו וירבו ויעצמו במאד מאד, למדך הכתוב שקודם השעבוד נשתלחה
בהם ברכה זו שריצה ועצימה, ואחר שהתחיל השעבוד נפחת מהשריצה והעצימה ונשאר בהם
הפריה ורביה, וזהו שאמר וכאשר יענו אותו כן ירבה וכן יפרוץ.
ובמדרש ובני ישראל פרו וישרצו, פרו מאי
רבותייהו ת"ל וישרצו ששה בכרס אחד, כשרצים הללו, יכול נמוכים כשרצים ת"ל
וירבו בעלי קומה, יכול חלשים ת"ל ויעצמו. במאד מאד, במאד בעולם הזה מאד בעוה"ב
שנאמר (ישעיהו מ"ט:כ"א) ואמרת בלבבך מי ילד לי את אלה.
Rabbeinu Bachye – starben sie am Geburtstag????
„Und Josef starb und alle seine Brüder und jenes ganze
Geschlecht.“ Re'uwen wurde am 12. Kislew geboren und starb im Alter von 125
Jahren.
Schim'on wurde am 21. Tewet geboren und starb im Alter von 120 Jahren.
Lewi wurde am 16. Nissan geboren und starb im Alter von 137 Jahren.
Jehuda wurde am 15. Nissan geboren und starb im Alter von 119 Jahren.
Dan wurde am 9. Elul geboren und starb im Alter von 125 Jahren.
Naftali wurde am 5. Tischri geboren und starb im Alter von 133 Jahren.
Gad wurde am 10. Cheschwan geboren und starb im Alter von 125 Jahren.
Ascher wurde am 20. Schewat geboren und starb im Alter von 123 Jahren.
Jissachar wurde am 10. Aw geboren und starb im Alter von 122 Jahren.
Sevulun wurde am 7. Tischri geboren und starb im Alter von 114 Jahren.
Josef wurde am 1. Tammus geboren und starb im Alter von 110 Jahren.
Binjamin wurde am 11. Cheschwan geboren und starb im Alter von 109 Jahren. Im
Adar und im Ijar wurde niemand geboren, und sie blieben für Efraim und Menasche
übrig – ich habe das im Midrasch Tadshe [תדשא] gefunden. „Und Josef starb und alle seine Brüder und jenes
ganze Geschlecht.“ Unsere gesegneten Rabbiner erklärten: Auch wenn Josef starb,
so lebt doch ihr Gott weiter, wie es heißt: „Und Josef starb und jenes ganze
Geschlecht mit ihm, und die Kinder Yisroel waren fruchtbar und wimmelten und
mehrten sich und wurden überaus stark“ (Schemot 1,7).Zur Frage „starben sie am
Geburtstag?“
Antwort
von Rav Schlomo Goldman:
Rabbeinu Bachye sagt es nicht wörtlich, aber durch die
genaue Angabe von Geburtsdatum und Lebensalter (aus dem Midrasch Tadshe) wird
impliziert, dass der Todestag genau auf den Jahrestag der Geburt fiel – eine
bekannte midraschische Idee für besonders Gerechte: Ihr Leben bildet einen
vollendeten Kreis, und sie scheiden „voll an Tagen“ genau am eigenen Geburtstag
aus der Welt. Das passt wunderbar zu unserem Lernen in Schemot: Mit dem Tod der
Brüder endet die Ära der individuellen Stammesväter – und genau in diesem
Moment beginnt die explosive Vermehrung des Volkes Yisroel als Nation (Vers 7).
Falls du mehr zum Midrasch Tadshe oder zur Bedeutung der freien Monate Adar und
Ijar
שמות א':ט'
ט) וַיֹּ֖אמֶר אֶל־עַמּ֑וֹ הִנֵּ֗ה עַ֚ם
בְּנֵ֣י יִשְׂרָאֵ֔ל רַ֥ב וְעָצ֖וּם מִמֶּֽנּוּ׃
Und er sagte zu seinem Volke: Siehe,
das Volk der Söhne Yisroels ist zahlreicher und mächtiger als wir.
Or Hachayim, 17. Jahrhundert:
9) ויאמר אל עמו הנה עם בני ישראל,
Er sagte zu seinem Volk: „Hier haben wir das Volk der Kinder Yisroels, usw.“
Der Ausdruck הנה in diesem Vers kann verstanden
werden, wenn wir uns an die Auslegung von Genesis 34,30 erinnern, wo Yaakoiv
seine Söhne mit den Worten עכרתם אותי tadelt: „Ihr habt mein Bild
getrübt“ (im Gegensatz zu klar durchsichtig). In Bereschit Rabba 80,12 heißt
es, dass Yaakoiv und die Kanaaniter eine lange Tradition hatten, dass die Juden
die Kanaaniter überwältigen würden. Dies sollte geschehen, nachdem die Juden
mindestens 600.000 Mann gezählt hatten. Nachdem Schimon und Levi die Einwohner
von Sichem voreilig vernichtet hatten, befürchtete Yaakoiv, dass eine solche
voreilige Aktion nach hinten losgehen würde. Pharao, der König von Mitzrayim,
bezog sich auf diese uralte Vorhersage, dass das jüdische Volk eine solche
militärische Stärke an den Tag legen würde, als er beobachtete, wie die Juden
ständig an Zahl und Stärke zunahmen. הנה, d.h. die
Zeit ist gekommen, die die Prophezeiung vorausgesagt hat.
הבה נתחכמה לו פן ירבה,
„lasst uns ihnen zuvorkommen, bevor sie zahlreicher werden, usw.“ Wenn wir
ihrer Bevölkerungsexplosion nicht Einhalt gebieten, werden sie genau das tun,
was die Prophezeiung vorausgesagt hatte, nämlich ועלה מן הארץ, „sie
werden in das Land Kanaan zurückziehen und unsere kanaanitischen Brüder
vernichten.“ Mitzrayims erstes Dekret gegen eine solche Möglichkeit war ein
Verbot für Juden, das Land zu verlassen.
Das Wort הנה kann auch
wie folgt verstanden werden: הנה עם, „dieses Volk hier“, d.h. sie
sind ein Volk, das sich von allen anderen unterscheidet. Jedes andere Volk ist
ein Zusammenschluss von verschiedenen Völkern. Nicht so das jüdische Volk. Es
ist monolithisch, wie ein einziger Block. Als der Pharao die Worte רב ועצום hinzufügte,
erklärte er, dass die Stärke des jüdischen Volkes in seiner Zielstrebigkeit und
Einigkeit lag. Aus diesem Grund stellten sie eine Gefahr dar, die in keinem
Verhältnis zu ihrer tatsächlichen Zahl stand. Die meisten militärischen
Befehlshaber sind mit dem Phänomen einer kleinen, elitären, aber hoch
motivierten Truppe vertraut.
Die Worte רב ועצום haben noch
einen weiteren Aspekt. Sie sind רב, d.h. sie vermehren sich in
einem unnatürlichen Tempo; ועצום, obwohl es allgemein bekannt
ist, dass Mehrlingsgeburten in der Regel dazu führen, dass die Kinder unter dem
Durchschnitt liegen, was Gewicht, Körperbau usw. angeht, war dies beim
jüdischen Volk nicht der Fall. Sie vermehrten sich nicht nur mit einer phänomenalen
Geschwindigkeit, sondern waren auch körperlich gesund. Tatsächlich war jeder
einzelne Jude, obwohl in den meisten Fällen das Produkt einer Mehrlingsgeburt, ועצום ממנו, körperlich
stärker als jeder von uns Mitzrern. Die einzige Möglichkeit, ihrer körperlichen
Überlegenheit zu begegnen, bestand also darin, sie zu überlisten. Das Wort ממנו würde sich
dann nur auf das Wort עצום beziehen, und nicht auf das Wort
רב.
Eine andere Möglichkeit, die Sequenz
רב ועצום ממנו zu
verstehen, besteht darin, dass der König erklärte, die Tatsache, dass die Juden
sich so entwickelt haben, wie sie es taten, sei darauf zurückzuführen, dass sie
den Mitzrern etwas weggenommen hätten, ממנו, „von uns“.
Er wollte jedem Argument seiner Landsleute zuvorkommen, die gegen die Ungerechtigkeit
protestieren würden, einen Teil ihrer Bürger plötzlich als minderwertig, als
Sklaven, zu erklären. Zu diesem Zweck erklärte er seinem Volk, dass die Juden
in Wirklichkeit den Mitzrern gehörten, die sie während der Hungerjahre mit
Nahrung versorgt und es ihnen ermöglicht hatten, nicht nur zu überleben,
sondern zu gedeihen. Nur 70 Juden wanderten ein. Wenn sie nun ein zahlreiches
und starkes Volk waren, verdankten sie dies alles den Mitzrern. Es war ganz in
Ordnung, dass die Mitzrer Maßnahmen ergriffen, um ihre eigene Vorherrschaft zu
sichern. Der Weg dorthin war, sie auszutricksen.
Es ist üblich, dass die Könige und
Führer hoch entwickelter Länder mit Stolz auf die Intelligenz ihrer Nation
verweisen, die allein für den Bekanntheitsgrad und das hohe Ansehen ihres
Landes verantwortlich ist. Überall dort, wo Juden ins Exil gingen, entwickelte
sich das Gastland aufgrund des jüdischen Beitrags zum Gastland überproportional
(vgl. Klagelieder 1,5) „seine Unterdrücker entwickelten sich zum Haupt“. Im
Fall von Mitzrayim waren die Juden die Elite. Die Abwanderung der Elite kam dem
gleich, was man in der heutigen Gesellschaft als „Brain Drain“ bezeichnet. Der
Pharao teilte seinen Landsleuten mit, dass sie ihre Stellung als führende
Zivilisation in der Welt verlieren würden, wenn sie nicht Maßnahmen ergriffen,
um einen solchen Braindrain zu verhindern, d. h. den Juden die Abwanderung
verbieten würden. Der Grund, warum die Juden Mitzrayim verlassen wollten, war,
dass sie die Intelligenz und nicht die militärische Macht bewunderten. Sollte Mitzrayim
in einen Krieg verwickelt werden, würden die Juden es vielleicht vorziehen,
woanders hinzuziehen.
Übersetzt aus dem Englischen mit
DeepL.com (kostenlose Version)
ט) ויאמר אל עמו הנה וגו' – אומרו הנה
וגו'. יתבאר על דרך אומרם ז"ל (ב"ר פ') בפסוק (בראשית ל"ד:ל') עכרתם
אותי שצלולה היתה החבית וכו' כי מסורת היתה ביד וכו' שעתידין ליפול ביד ישראל ע"כ.
ולזה אמר מלך מצרים הנה עם בני ישראל הידוע בתוקף ועוז הנה הוא רב ועצום.
ואמר הבה נתחכמה לו פן ירבה וגו' ועלה
מן הארץ ויעשה מה שהוא מסורת בידם שהוא יאבד כל נפש לכנעני אחיו, לזה יתחכמו עליו לאוסרו
לבל צאת. ולזה נקראת מצרים בית הכלא כי היו המצרים שומרים את ישראל בלתי צאת משם לחשש
כלות אחיו הכנעני וכו'.
עוד ירצה באומרו הנה עם וגו' על זה הדרך
כי עם זה משונה מכל העמים כי שאר העמים יתערבו ביניהם ואין לך עם שאין בו תערובות גדול
מכמה עמים אשר לא כן עם ישראל, והוא אומרו הנה עם כולו בני ישראל ואין זר אתם, ואומרו
רב ועצום פירוש כי באמצעות היותם עם אחד ומיוחד הגם שיהיו מעטים בערך שאר האומות יחשבו
לרבים ועצומים מהם לצד שהם כל אחד נותן נפשו על אחיו, וזה ידוע ליודעי ערך מלחמה.
עוד ירצה באומרו רב ועצום, רב שמתרבה שלא
כדרך העולם, והנה מטבע העולם כאשר יולדו רבים יהיו תשי כח בין בבחינת הנולדים בין בבחינת
המוליד, וצא ולמד מהתאומים כידוע לטבעיים, ומעתה אין מיחוש לריבוים כי סופם להתמעט,
וכי יהיו רבים אין בהם כח לחוש לריבויים, לזה אמר ועצום פי' הגם שהם מתרבים ביותר מהרגיל
אף על פי כן ועצום ממנו הגם שאין בהם הריבוי, ומן הראוי הם היו ראוים להיות חזקים יותר
מהם, ומעתה בהכרח להתחכם עליו, וכפי זה תיבת ממנו חוזרת אל עצום ולא לאומרו רב כי בסמוך
הוא אומר פן ירבה.
עוד ירצה באומרו רב ועצום ממנו פי' שגדולתם
וריבוים מהם היה, והכונה בזה כי בא להודיע אותם כי יש להם חוב בישראל, ונתכוון להקדים
טענה לבל יאמרו אליו עמו או כל רואה מעשיו נכריים כי באיזה כח יעמוד ויקח עם אחד השוכן
בקרבו ויעבוד בו עבודת עבד, לזה אמר הנה עם בני ישראל זה עצמו ובשרו משלנו הוא כי אנו
החיינו אותו בשני רעב וכל מה שנתרבה ממנו הוא ג"כ כי בע' נפש בא לגור בארץ, ומעתה
יחזיק בישראל בחזקה שעמה טענה ויתחכמו לו לעשות לו כטוב בעיניהם.
עוד ירצה כי הלא תמצא כי כל המלכים וגדולי
העמים יתחכמו לפאר מלכותם בעם מכובד ומה גם בעם ישראל כי שם ומעלה מיוחדת לו, ואין
לך אומה ששלטה בישראל שלא היתה מעולה על כל האומות בסוד (איכה א) היו צריה לראש, לזה
אמר מלך חדש הנה בני ישראל המכובדים הם הם העיקר במלכות יותר מהמצרים ובהם הם מתכבדים
וכי יצאו מהעיר תהיה העיר פחותה ובזויה לזה הבה נתחכמה לו וגו' פן יצא מהעיר באמצעות
סיבה כי תקראנה מלחמה ויקוץ מהמלחמה וילך לו, ואז אין אנו יכולין למונעו כי ילחם בנו
בהצטרפות מלחמה הלוחמת עמנו.
שמות א':י'
י) הָ֥בָה נִֽתְחַכְּמָ֖ה ל֑וֹ פֶּן־יִרְבֶּ֗ה
וְהָיָ֞ה כִּֽי־תִקְרֶ֤אנָה מִלְחָמָה֙ וְנוֹסַ֤ף גַּם־הוּא֙ עַל־שֹׂ֣נְאֵ֔ינוּ וְנִלְחַם־בָּ֖נוּ
וְעָלָ֥ה מִן־הָאָֽרֶץ׃
Lasst uns sie also überlisten, bevor
sie uns über den Kopf wachsen, und sollte ein Krieg ausbrechen, sich auf
unseres Gegners Seite schlagen, und dann davonlaufen.
Frage: warum müssen die Sklaven
krieg führen, und dann davonlaufen?
Es wäre doch sehr viel logischer,
dass diese Sklaven dann die Macht übernehmen, oder mindestens als freie Bürger
dort eine wichtige Position einnehmen.
Theorie: Es gibt midroschim, die
sagen dass in Mitzrayim ein Staatstreich einer äusseren Macht stattfand, und
der neue König hatte nur eine kleine Minderheit, mit der er das ganze
ägyptische Volk beherrscht.
Nun wurden die Hebräer nach der
Versklavung sehr nützlich, und man wollte sie nicht gehen lassen.
Es galt ja das Prinzip, dass kein
Sklave Mitzrayim je verlässt, und dahingehend standen unüberwindliche
Zauberkräfte an den Grenzen.
Hätten jetzt die Hebräer sich im
Krieg die Flucht erkämpfen können, dank ihres schrecklichen G0ttes, dann wäre
ein Damm gebrochen und viele Sklavenvölker hätten Mitzrayim verlassen.
Siehe auch oben, Or Hachayim.
Und:
S.R. Hirsch:
V. 10. Der Sinn dieses Verses ist
dunkel. Stände der Akzent אתנח statt unter לו, unter ירבה, so würde
man einfach das ועלה מן הארץ als das herbeizuführende Ziel
auffassen können, und es würde heißen: wir wollen es so einschränken, daß es
die erste sich darbietende Gelegenheit ergreifen wird, aus dem Lande
fortzuziehen, indem es durch Anschluss an unsere Feinde bei ihnen sich Boden
und Bürgerrecht erwerbe. Allein der Akzent ist dagegen und lässt das ועלה מן הארץ nicht als
das durch die Maßregel zu Erzielende, sondern zu פן וגו׳ gehörig,
als Teil des durch die Maßregel zu Verhindernden verstehen. Und da ist es denn
sehr schwer zu begreifen, weshalb das Fortziehen der Iwrim so sehr gefürchtet
worden wäre. Sie waren ja noch nicht Sklaven. Man müsste denn annehmen, es sei
die Gegenwart der Juden im Grunde schon damals dem Staate so wichtig und nützlich
gewesen, daß man ihre Verminderung wohl gewünscht, allein ihr gänzliches
Fortgehen gefürchtet, vielmehr ihr Dasein in beschränkter Zahl für nützlich und
notwendig gehalten habe. Wahrscheinlicher wäre dann das עלה מן הארץ nicht: aus
Mizrajim fort, sondern: aus der ihnen angewiesenen entlegenen Provinz Goschen
hinauf über das ganze übrige Land, zu verstehen; wozu es aber dann des
Mittelfalls des Krieges bedurft haben sollte, ist auch nicht klar. Vielleicht
sind es jedoch zwei Befürchtungen. Wer dem andern feind ist, setzt in der Regel
seine Gesinnungen bei diesem voraus. Pharao mochte sagen: Die Juden sind unsere
Feinde und meinen es nicht ehrlich mit uns. Werden sie zahlreich und es kommt
Krieg, so werden sie es mit unseren Feinden halten, und auch ohnehin sich so
vermehren, daß Goschen sie nicht mehr alle fassen kann, sie vielmehr mit
gewaffneter Hand sich über das ganze Land verbreiten werden. Hat ja das böse
Gewissen der Völker auch in späteren Zeiten die Juden verdächtigt, es mit den
Landesfeinden, den Mauren, den Türken, den Franzosen, zu halten. Auch תקראנה als Plural
zu מלחמה im Singular ist schwierig. מלחמה ist hier
wohl nicht Subjekt, sondern Objekt – und תקרינה wie Jes.
41, 22 .
Moschehs Bescheidenheit
שמות ג':י"א
(יא) וַיֹּ֤אמֶר מֹשֶׁה֙
אֶל־הָ֣אֱלֹהִ֔ים מִ֣י אָנֹ֔כִי כִּ֥י אֵלֵ֖ךְ אֶל־פַּרְעֹ֑ה וְכִ֥י אוֹצִ֛יא אֶת־בְּנֵ֥י
יִשְׂרָאֵ֖ל מִמִּצְרָֽיִם׃
Und Moische sprach zu G0tt: Wer bin ich denn, dass ich zu Pharo ginge, und
obendrein noch die Kinder Yisroels aus Mitzrayim befreite?!
Rav S.R.Hirsch
V.11. Du setzest mir eine doppelt
riesige Aufgabe, ich soll Pharao und Yisroel bewältigen, Pharao stürzen und Yisroel
anführen, zu beidem finde ich nicht die leiseste Spur von Kraft und Fähigkeit
in mir. Und wohl durfte ein Mensch, dem eine solche Aufgabe ward, sich wieder
und wieder auf die Waagschale legen. Hätte es nur dem eigenen Geschick
gegolten, so durfte er vielleicht sich in die Schanze schlagen; aber von dem
Gelingen dieses Auftrages hing das Wohl und Wehe eines ganzen Volkes ab; und da
durfte wohl ein Mensch, zumal der wie Mosche, als der ענו מאד מכל האדם אשר על פני האדמה,
als der Mann von dem äußerst bescheidenen Charakter, als der ,,Bescheidenste
unter allen Menschen auf Erden", in der Tat keine Faser zu dem Zeug in
sich verspürte, aus welchem siegreiche Volksaufwiegler, Volks- und Heerführer,
Helden und Herrscher gemacht werden, der sich also als den zu einer solchen
Aufgabe geradezu untauglichsten unter allen Menschen wusste, wohl durfte ein
solcher Mensch vor dem Gedanken einer solchen Aufgabe, selbst wenn die
Aufforderung dazu von Gott kam, staunend zurückschrecken. Konnte das
Unternehmen nicht an seiner Unzulänglichkeit, seiner Ungeschicklichkeit, seiner
Zaghaftigkeit und Schwäche Pharao gegenüber scheitern und er dann nur Unheil auf
Unheil über seine Brüder häufen? Durfte er sich nicht die imponierende,
überwältigende Kraft absprechen, die dazu gehört, aus der unter der Peitsche
aufgewachsenen ziegelbrennenden Masse ein Gottesvolk zu bilden? Bis hier Rav
Hirsch.
Diese letzte
Frage wirft eine Weitere auf: War denn Moische erfolgreich in seiner Mission?
Jein.
Der Ramba`n Ende
Schmois sagt: Ja, absolut.
Der Rasch´i sagt:
Nein, sicher nicht.
Siehe dazu
auch weitere Seite zu Parshas Pekudei.
Tatsache, dass
wir immer noch im Golus sind sagt zwei Dinge:
Es ist nicht
Moschiach, aber wir sind immer noch da. Von dem, dass wir noch da sind, und die
Welt noch existiert, und wir sogar jetzt die uralten Prophezeihungen von
Malachi, Yecheskel, Amois, usw. Erleben dürfen, können wir schliessen, dass Moische
sicher erfolgreich war, und dass es wir sind, an denen es liegt, diesen Erfolg
ganz zu machen.
Was ist
denn das für ein Zeichen, das in der Zukunft liegt?
וַיֹּ֙אמֶר֙ כִּֽי־אֶֽהְיֶ֣ה עִמָּ֔ךְ
וְזֶה־לְּךָ֣ הָא֔וֹת כִּ֥י אָנֹכִ֖י שְׁלַחְתִּ֑יךָ בְּהוֹצִֽיאֲךָ֤ אֶת־הָעָם֙
מִמִּצְרַ֔יִם תַּֽעַבְדוּן֙ אֶת־הָ֣אֱלֹהִ֔ים עַ֖ל הָהָ֥ר הַזֶּֽה׃
Und ER sagte: Denn ich werde mit Dir sein, und das sei Dir zum Zeichen:
Wenn ICH Dich – gerade Dich – schickte, das Volk aus Mitzrayim herauslösend
werdet Ihr G0tt an diesem Berge dienen.
Rav S.R.Hirsch:
V. 12. Gerade das, worin du deine
vollendete Untauglichkeit zu dem Werke erblickst, macht dich zu dem dazu
Geeignetsten. Eben weil du es durch und durch fühlst, wie dir auch die
leiseste Anlage fehlt, ein solches Werk mit eigener, somit menschlicher Kraft
zu unternehmen, geschweige denn zu vollbringen, und weil diese
Unzulänglichkeit dazu deinem ganzen Wesen in so entschiedener Weise aufgeprägt
ist, eben darum bist du der geeignetste Bote meiner Sendung. Ich brauche
einen Menschen, der der größte הכם und zugleich der größte ענו ist. Deine entschiedene
Unzulänglichkeit wird dem von mir durch dich zu vollbringenden Werke für alle
Zeit das "Zeichen" aufprägen, daß, was du vollbracht, nur in meiner
Sendung und durch meine Macht vollbracht werden konnte. Deine Unzulänglichkeit
ist dein Gotteskreditiv. Ohne sie fiele die Rettung in die Masse zunächst
nur die Menschengröße verherrlichender weltgeschichtlicher Begebenheiten. Und
nicht eine Menschenherrschaft will ich ja durch dich und mit dir begründen.
Wenn die Erlösung vollbracht ist, sollst du nicht Herrscher des
Volkes werden, תעבדון,
sollt ihr, sollst du und das Volk als Diener Gottes an
diesen Berg treten, sollst du und das Volk an diesem Berge in den Dienst Gottes
treten, und nur בהוציאך,
und nur wenn ein Mensch wie du das Volk hinausgeführt haben wird,
wird dieses Ziel der ganzen Erlösung möglich sein, werde ich dann sprechen
können: אנכי ד׳ א׳ אשר
הוצאתיך מארץ מצרים; denn du und das Volk werdet da
nur in ganz gleicher Linie als meine Diener dastehen. Und תעבדון את האלקי׳; dieselbe
Gotteserscheinung, die hier dir sichtbar geworden und dich zur Rettung sendet,
wird dann zum zweitenmale an diesem selbigen, oder vielleicht richtiger auf
diesem selbigen Berge, und dann zwar euch allen erscheinen und die Gewinnung
des Volkes für meinen Dienst vollenden.
Eine
Falle für Pharo
שמות ג':י"ח
(יח) וְשָׁמְע֖וּ לְקֹלֶ֑ךָ וּבָאתָ֡ אַתָּה֩
וְזִקְנֵ֨י יִשְׂרָאֵ֜ל אֶל־מֶ֣לֶךְ מִצְרַ֗יִם וַאֲמַרְתֶּ֤ם אֵלָיו֙ יְהֹוָ֞ה אֱלֹהֵ֤י
הָֽעִבְרִיִּים֙ נִקְרָ֣ה עָלֵ֔ינוּ וְעַתָּ֗ה נֵֽלְכָה־נָּ֞א דֶּ֣רֶךְ שְׁלֹ֤שֶׁת
יָמִים֙ בַּמִּדְבָּ֔ר וְנִזְבְּחָ֖ה לַֽיהֹוָ֥ה אֱלֹהֵֽינוּ׃
Das Nifal bei Nikro aleinu: Er ist uns kurz
erschienen, wie er anderen Reschoim erschien: Lovon, Pharo, Avimelech. Und
jetzt wollen wir in die Wüste, um ihm zu dienen.
Eine Falle! Das Nikro heisst, er hat sich uns so kurz
gezeigt, beiläufig, eine kurze Botschaft abgesetzt. Nicht ernst zu nehmen für
Paro.
Ist G0tt
auf Moisches Zustimmung angewiesen?
שמות ד':י"ג
(יג) וַיֹּ֖אמֶר
בִּ֣י אֲדֹנָ֑י שְֽׁלַֽח־נָ֖א בְּיַד־תִּשְׁלָֽח׃
(יד) וַיִּֽחַר־אַ֨ף יְהֹוָ֜ה בְּמֹשֶׁ֗ה
וַיֹּ֙אמֶר֙ הֲלֹ֨א אַהֲרֹ֤ן אָחִ֙יךָ֙ הַלֵּוִ֔י יָדַ֕עְתִּי כִּֽי־דַבֵּ֥ר יְדַבֵּ֖ר
ה֑וּא וְגַ֤ם הִנֵּה־הוּא֙ יֹצֵ֣א לִקְרָאתֶ֔ךָ וְרָאֲךָ֖ וְשָׂמַ֥ח בְּלִבּֽוֹ׃
Und G0ttes Zorn
entbrannte über Moische, und ER sagte: Ist es denn nicht dass ich weiss dass
Aharoin, dein Bruder, der Levite, ein guter Redner ist? Soll er sprechen! Und siehe, er kommt Dir
auch entgegen in die Wüste und er freut sich in seinem Herzen.
Wieso ist HKbH
auf Mosches Zustimmung angewiesen??
Er hat doch alles
erschaffen, er hat doch überhaupt kein Problem den Moscheh einfach zu zwingen!
Er kann es ihm einpflanzen, er kann ihn hypnotisieren, sein Herz verbiegen, was
immer!
Also wieso
braucht er die Zustimmung?
Genau weil es ohne
freien Willen alles keinen Sinn machte. Diese Stelle ist eine der wenigen, wo
dieses Prinzip vollkommen offen daliegt!
Zwänge HKBH
Moscheh hier, könnte er die ganze Toire einstampfen!
Jetzt könnte man
sagen: Ha! Also ist der Eibischter ja doch auf uns angewiesen!! Ohne uns gibt
es ihn nicht (chass ve Schalom)!
Aber das stimmt
natürlich nicht. HaSchem ist auf niemanden und nichts angewiesen. Er hat diese
Welt nur für uns gebaut, und dies so, dass wir daran ein klein Wenig mitbauen
dürfen. Aber dazu benötigen wir die Bescheidenheit des Moische, und die Güte
des Aharoin.
ילקוט שמעוני שמות ד':יג-יד
Yalkut Schimoini, zusammengefasst:
Moische wollte nicht über seinen Bruder herauswachsen,
in seinen Augen war Aharoin, der 80 Jahre lang dem Volke als Novi zur Seite
stand, sie tröstete, ihnen prophezeite, ihre Verbindung zu Haschem hütete, er
hätte der Anführer werden sollen und das Volk an den Berg Sinai bringen. Ich,
Moische, kann doch nicht jetzt einfach kommen und ihn sozusagen entthronen!
Sagt ihm HaSchem: Siehe, Aharoin freut sich sehr, dass
Du das übernimmst!
(יג-יד) שְׁלַח נָא בְּיַד תִּשְׁלָח – אַתְּ סָבוּר שֶׁמָּא
עִכֵּב מֹשֶׁה שֶׁלֹּא יֵלֵךְ, לֹא עָשָׂה אֶלָּא כִּמְכַבֵּד אַהֲרֹן, אָמַר מֹשֶׁה,
עַד שֶׁלֹּא עָמַדְתִּי הָיָה אַהֲרֹן אָחִי מִתְנַבֵּא לָהֶם שְׁמוֹנִים שָׁנָה, הוּא
שֶׁכָּתוּב "וָאִוָּדַע לָהֶם בְּאֶרֶץ מִצְרָיִם". וּמִנַּיִן שֶׁהָיָה
אַהֲרֹן מִתְנַבֵּא לָהֶם, שֶׁנֶּאֱמַר (שמואל א ב':כ"ז-כ"ח) "וַיָּבֹא
אִישׁ אֱלֹהִים אֶל עֵלִי וַיֹּאמֶר אֵלָיו כֹּה אָמַר ה' הֲנִגְלֹה נִגְלֵיתִי אֶל
בֵּית אָבִיךָ בִּהְיוֹתָם בְּמִצְרַיִם לְבֵית פַּרְעֹה וּבָחוֹר אֹתוֹ מִכָּל שִׁבְטֵי
יִשְׂרָאֵל לִי לְכֹהֵן", אָמַר: כָּל הַשָּׁנִים הַלָּלוּ הָיָה אַהֲרֹן מִתְנַבֵּא
לָהֶם, עַכְשָׁיו אֲנִי בָּא לִתְחוּמוֹ שֶׁל אָחִי שֶׁיִּהְיֶה מֵצֵר, לְכָךְ לֹא
בִּקֵּשׁ מֹשֶׁה לֵילֵךְ. אָמַר לוֹ הַקָּדוֹשׁ בָּרוּךְ הוּא, אַהֲרֹן אָחִיךָ אֵינוֹ
מֵצֵר בַּדָּבָר הַזֶּה, אֶלָּא יִשְׂמַח. תֵּדַע לְךָ שֶׁהוּא יוֹצֵא לְאַנְפְטִי
שֶׁלְּךָ, שֶׁנֶּאֱמַר הִנֵּה הוּא יֹצֵא לִקְרָאתֶךָ וְרָאֲךָ וְשָׂמַח, לֹא בְּפִיו
אֶלָּא בְּלִבּוֹ, בְּלִבּוֹ יוֹתֵר מִבְּפִיו.
אָמַר רַבִּי שִׁמְעוֹן בֶּן
יוֹחַאי, הַלֵּב שֶׁשָּׂמַח בִּגְדֻלַּת אָחִיו, יִלְבַּשׁ אוּרִים וְתֻמִּים, שֶׁנֶּאֱמַר
"וְנָתַתָּ אֶל חֹשֶׁן הַמִּשְׁפָּט אֶת הָאוּרִים וְאֶת הַתֻּמִּים וְהָיוּ עַל
לֵב אַהֲרֹן", כֵּיוָן שֶׁאָמַר לוֹ הַקָּדוֹשׁ בָּרוּךְ הוּא כָּךְ, קִבֵּל עָלָיו
לֵילֵךְ. מִיָּד נִגְלָה הַקָּדוֹשׁ בָּרוּךְ הוּא עַל אַהֲרֹן, אָמַר לוֹ צֵא לִקְרַאת
מֹשֶׁה אָחִיךָ כְּדֵי שֶׁיֵּדַע שֶׁאַתָּה שָׂמֵחַ בְּדָבָר זֶה, לְכָךְ נֶאֱמַר
"לִקְרַאת מֹשֶׁה הַמִּדְבָּרָה".
אִלּוּ הָיָה אַהֲרֹן יוֹדֵעַ
(כָּתוּב בְּרֶמֶז קמ"ב).
Was heisst „HaSchem´s Zorn entbrannte?“ Zorn worüber,
und worauf?
Hätte Moscheh freudig gesagt: Natürlich, lieber G0tt,
alles was Du willst, nur: ich kann nicht
sprechen, mach mir doch einen neuen Mund!
Hätt ihm G0tt diesen Mund gemacht.
Aber dadurch dass er rumdruckst und garnicht auf Idee
kommt, dass ja G0tt alles kann also auch einen neuen Mund machen, beschränkt er
sozusagen die Möglichkeiten für sich selbst.
Der Zorn geht auf die Beschränktheit des Menschen, und
darauf, dass er diese Möglichkeit nicht sieht!
Und die Folge ist dann, dass eben sein Körperlicher
Fehler zementiert wird, und er nicht geheilt wird.
Alexander: Mosche
bedient sich einer Ausrede, seine Behinderung dient ihm als willkommener Grund,
warum er nicht kann. Er will einfach nicht.
רש"י שמות ד':י"ג
(יג) ביד תשלח
– ביד מי שאתה רגיל לשלוח, והוא אהרן.
דבר אחר: ביד אחר שתרצה לשלוח,
אין סופי להכניסן לארץ ולהיות גואלם לעתיד, יש לך שלוחים הרבה.
Rashi Shemot 4:13
(13)
ביד תשלח - durch die Hand dessen, den Du zu senden gewohnt bist,
nämlich Aharon (Schemot Rabba 3:16). Eine andere Erklärung lautet: ביד durch
die Hand einer anderen Person, die Du schicken willst לשלוח - denn am Ende werde nicht „ich“
sie ins Land Yisroel bringen, noch werde „ich“ in Zukunft ihr Befreier sein -
und Du hast viele Boten! (Pirkei DeRabbi Eliezer 40): Schick doch den, der in
der Zukunft zu Yisroel geschickt wird. Eliyahu hanovi, am Ende der Zeiten!
מלבי"ם שמות ד':י"ד
(יד) ויחר אף ה' במשה – מפני שע"י הדבור הזה גרם שצרף
אליו את אהרן בשליחותו אל ישראל, חרה אף ה' בו, כי תחלה רצה ה' שמשה ילך בשליחות הזה
לבדו והוא ידבר אל העם, ואז היו מקבלים דבר ה' בלא אמצעי, כי שכינה היתה מדברת מתוך
גרונו של משה אל העם, משא"כ מעתה יקבל אהרן הדבור באמצעות משה, והעם יקבלו הדבור
מאהרן, שבזה ירד הדבור ממדרגתו שהיה ראוי להיות מה' בלא אמצעות אהרן, וכמ"ש חז"ל
שבשעת מ"ת ששמעו הדבור מה' היו למדין ולא שכחין וכשאמרו דבר אתה עמנו ונשמעה חזרו
להיות למדין ושכחין, כי ירד הדבור ממדרגתו, וכן עתה לא יהיה במעלה כ"כ כמו אם
היו שומעים
Malbim Shemot
4:14
(14) WURDE DER ZORN
DES HERRN ENTFACHT. Weil er durch sein Reden Aharon in diese Mission zu den Yisroeliten
einbezog, entbrannte der Zorn Gottes gegen ihn. Es war göttliche Absicht
gewesen, dass Mosche diese Mission ganz allein antreten sollte, mit dem
Ergebnis, dass er sich durch Mosche an das Volk gewandt hätte.
Da die Schechinah direkt mit ihnen kommunizierte, hätten sie auf die
göttlichen Worte gehört. Nun aber, da Aharon die Mitteilung durch Mosche
empfängt und das Volk sie dann von ihm erhält, wäre es eine Mitteilung von
anderem Rang, als es sonst der Fall gewesen wäre. In ähnlicher Weise erklären
unsere Weisen, dass zur Zeit der Offenbarung am Berg Sinai die Worte, die das
Volk direkt von Gott hörte, sie aufnahmen und nicht vergaßen, während das, was
[sie durch Mosche erhielten, als] sie sagten, sprich du mit uns und wir werden
hören, sie zuerst aufnahmen und dann begannen, es zu vergessen, weil es eine
Mitteilung von anderer Ordnung war.
Das Gleiche geschah auch jetzt. Das Niveau der Mitteilung wäre nicht so
hoch, wie es gewesen wäre, wenn sie es durch Mosche direkt gehört hätten.
Übersetzt mit DeepL.com (kostenlose Version)
Moische
und Aharoin und der Kindersegen
שמות ד':י"ד
(יד) וַיִּֽחַר־אַ֨ף יְהֹוָ֜ה בְּמֹשֶׁ֗ה וַיֹּ֙אמֶר֙ הֲלֹ֨א
אַהֲרֹ֤ן אָחִ֙יךָ֙ הַלֵּוִ֔י יָדַ֕עְתִּי כִּֽי־דַבֵּ֥ר יְדַבֵּ֖ר ה֑וּא וְגַ֤ם
הִנֵּה־הוּא֙ יֹצֵ֣א לִקְרָאתֶ֔ךָ וְרָאֲךָ֖ וְשָׂמַ֥ח בְּלִבּֽוֹ׃
Und G0ttes Zorn
entbrannte über Moische, und ER sagte: Ist es denn nicht dass ich weiss dass
Aharoin, dein Bruder, der Levite, ein guter Redner ist? Soll er sprechen! Und siehe, er kommt Dir
auch entgegen in die Wüste und er freut sich in seinem Herzen.
רש"י שמות ד':י"ד
וראך ושמח בלבו – ולא כשאתה
סבור, שיהא מקפיד עליך שאתה עולה לגדולה. ומשם זכה אהרן לעדי החשן הנתון על הלב.
Raschi: Und er
sieht Dich und freut sich: Und nicht wie Du dächtest: Er sei eifersüchtig, hege
eine Wut auf Dich, da du über ihn herauswächst. Und von daher verdiente
Aharoin, den Choschen Mischpat auf seinem Herzen zu tragen. Bis hier Raschi.
Das ist genau die
Midoh von Menasche! Das ist doch genau einer der zwei Gründe, warum Yaakoiv den
Efraim und Menasche zum Segen ganz Klal Yisroels erhob! (siehe Bereischis
48:20).
Wir sehen also
hier, dass Moische und Aharoin die würdigen Nachfolger Efraims und Menasches
sind.
Zum Ende der Parascha, unbedingt Rav Hirsch auf Sefaria:
https://www.sefaria.org/Exodus.5.22?lang=bi&with=Rav
Hirsch&lang2=en
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